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Stockschwämmchen

  • Hiatamandl
  • 4. Juli 2025 um 14:48
  • 228 Mal gelesen
  • 0 Kommentare

Die Stockschwämmchen (Kuehneromyces) sind eine Pilzgattung aus der Familie der Träuschlingsverwandten (Strophariaceae).
Das Stockschwämmchen wächst büschelig an (meist) Laubholzstümpfen oder -ästen. Der Hut ist bis zu 10 cm breit, etwas gebuckelt, füht sich leicht fettig an und die Farben variieren von hellbraun bis zimtbraun bei Feuchtigkeit bis zu hellgelb bei Trockenheit (hygrophaner Hut, siehe unten bei „Interessantes“). Die Lamellen sind zunächst hellbraun, im Alter immer dunkler werdend, am Stiel angeheftet, recht eng stehend und mit Zwischenlamellen. Der Stiel ist 2-8 cm lang, zäh und hohl, oberhalb des vergänglichen aber deutlichen Ringes heller , unterhalb des Ringes dunkler gefärbt.

Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. 1 Hauptmerkmale und Verwechslungsmöglichkeiten
  2. 2 Geschichtliches
  3. 3 Verwendung in der Küche
  4. 4 Ernährungswert
  5. 5 Ökologie
  6. 6 Interessantes

1 Hauptmerkmale und Verwechslungsmöglichkeiten

Das Stockschwämmchen wächst büschelig an (meist) Laubholzstümpfen oder -ästen. Der Hut ist bis zu 10 cm breit, etwas gebuckelt, füht sich leicht fettig an und die Farben variieren von hellbraun bis zimtbraun bei Feuchtigkeit bis zu hellgelb bei Trockenheit (hygrophaner Hut, siehe unten bei „Interessantes“). Die Lamellen sind zunächst hellbraun, im Alter immer dunkler werdend, am Stiel angeheftet, recht eng stehend und mit Zwischenlamellen. Der Stiel ist 2-8 cm lang, zäh und hohl, oberhalb des vergänglichen aber deutlichen Ringes heller , unterhalb des Ringes dunkler gefärbt. Wichtiges Erkennungsmerkmal sind die unterhalb des Ringes stehenden feinen, dunkelbraunen Schüppchen. Der Geruch ist angenehm pilzig, der Geschmack ist ebenso angenehm.

Dieser äußerst beliebte Speisepilz hat einen tödlich giftigen Doppelgänger, den Gifthäubling (Galerina marginata). Der Gifthäubling wächst zumeist an Nadelhölzern es wurden aber schon Baumstümpfe gefunden an denen das Stockschwämmchen und der Gifthäubling gleichzeitig und nah beisammen wuchsen. Daher ist das Sammeln von wildwachsenden Stockschwämmchen doch besser dem Kenner vorbehalten.

2 Geschichtliches

Das Stockschwämmchen wird erst seit relativ kurzer Zeit gezüchtet. Da das Sammeln durch den tödlich giftigen Doppengänger, den Gifthäubling, nur Kennern überlassen werden sollte, stellt das Züchten eine ungefährliche und sichere Möglichkeit dar an diesen äußerst wohlschmeckenden Pilz zu gelangen. Denn Frischware wird in Supermärkten oder Märkten so gut wie nie angeboten.

3 Verwendung in der Küche

Vom Stockschwämmchen wird nur der Hut verwendet. Fast schon ein Klassiker ist die Stockschwämmchensuppe. Aber das Stockschwämmchen kann natürlich auch auf alle anderen Weisen zubereitet werden, wie immer ist auf genügende Erhitzung zu achten. Getrocknet ein ausgezeichneter Würzpilz.

4 Ernährungswert

Das Stockschwämmchen hat ähnliche ernährungsrelevante Anteile/Nährwerte wie die meisten Pilze: pro 100 g Frischpilz ca. 25 kcal, ca. 0,1 g Fett und ca. 2,5-3 g Protein sowie ca. 3 g Ballaststoffe sowie Mineralien und Spurenelemente. Kalorienarm und ballststoffreich.

5 Ökologie

Das Stockschwämmchen lebt saprobiontisch von abgestorbenem Holz, es verursacht eine Weißfäule. Es befällt meist Laubholz, kann aber auch manchmal auf Nadelholz gefunden werden, gerade in Bergwäldern. Die Fruchtkörper erscheinen von Mai bis Dezember, es ist ein häufiger Pilz und in Europa weit verbreitet.

6 Interessantes

Das Stockschwämmchen enthält in seinem wissenschaftlichen Namen das „mutabilis“ was auf deutsch mit „veränderlich“ übersetzt werden kann. Das Stockschwämmchen kann wirklich sehr veränderlich aussehen je nachdem ob es gerade viel Feuchtigkeit zur Verfügung hat oder wenig. Dies liegt an seinem „hygrophanen“ Hut: Bei Trockenheit erscheint der Hut undurchsichtig und matt und hat hellere Farben, bei Feuchtigkeit wird er durcheinend, glänzend und hat dunklere Farben. Dadurch ist das Stockschwämmchen auch oft „zweifarbig“ weil sich feuchte und trockene Pilzanteile unterschiedlich verfärben. Dies ist auch ein wichtiges Erkennungsmerkmal, leider hat sein giftigster Doppelgänger (der Gifthäubling) aber auch einen hygrophanen Hut. Die Hüte ähneln sich so stark dass man in einer Pilzberatung nur ganze Pilze bestimmen lassen kann. Wenn man nur die Pilzhüte des Stockschwämmchens zur Kontrolle vorlegt dann wandern diese in den Müll. Zu gefährlich die Verwechslungsgefahr mit dem amanitin-haltigen, tödlich giftigen Gifthäubling.

Bei Untersuchungen über den Abbau von umweltschädigenden Substanzen konnte nachgewiesen werden dass Stockschwämmchenkulturen in der Lage sind bestimmte Farbstoffe aus Abwässern abzubauen.

Über den Autor

Da gibts nicht viel zu sagen, Waidler und Naturverbunden.

Jedes Lebewesen hat seinen Platz und der Mensch sollte lernen, verantwortungsbewusst mit der Natur umzugehen.

Hiatamandl Schutzengel
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