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Beiträge von Bihlerben

    Guten Tag,

    im Großraum Stuttgart gibt es dieses Jahr anscheinend vermehrte Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner. Entweder der vermehrt sich bei der Hitze stärker oder die Haare werden ohne Regen nicht so schnell in die Streu gespült.

    Falls man nach einer Pilzwanderung in Sandalen durch ein Eichenwäldchen rote Pusteln und unheimlich starken Juckreiz an den Füßen bekommt, könnte die haarige Raupe dahinterstecken (meine Vermutung!). Im Eichenlaub spielende Kinder waren auch schon von Kopf bis Fuß mit solchen Pusteln übersät. Von Atemproblemen oder anderen ersten Anzeichen habe ich aber hier noch nichts gehört.

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Diverse Pilzapps, die ich zur groben Einordnung ganz gerne mal nutze, landen alle beim braunen Ledertäubling.

    Mir fällt auf, dass mehrere Lamellen in Stielnähe gegabelt zu sein scheinen. Da fällt mir ein Hinweis von Steigerwaldpilzchen ein, wenn ich den richtig deute, scheidet der Braune Ledertäubling daher hier aus:

    Steigerwaldpilzchen
    26. Oktober 2023 um 19:40

    Fungi of Temperate Europe, Marxmüller und Winkler sagen nicht, daß Russula integra keine gegabelten Blätter haben darf. Dieses Merkmal kommt in den dortigen Schlüsseln oder Beschreibungen gar nicht vor. Steigerwaldpilzchen , woher stammt denn diese Information?

    Guten Tag,

    auf dem ersten Bild wirken die Hüte (bei mir) bläulich-violett. Das wäre nicht ganz die Hutfarbe des Ledertäublings, wobei der auch eine purpurne Komponente haben darf. Kunstlicht und die Position der Lichtquelle(n) könnten aber auch die Farbe verfälscht haben. Wie würdest du die Hutfarbe denn in Worten beschreiben? Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, könnten das schon Ledertäublinge sein.

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,

    Michael Merkl schreibt in "Ich kenne die Pilze" über den "Flaschenbofist (Lycoperdon gemmatum Batsch)":
    "Der Sporenstaub ist nicht giftig. Kinder stäuben ihn seiner pfefferigen Würze wegen aufs Butterbrot."

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Ich habe gestern auf meinem Komposthaufen Violette Rötelritterlinge gefunden. Laut meiner Literatur ist der April aber nicht die Zeit um diese Pilze zu finden. Sie waren in einem guten Zustand, nicht alte überwinterte Exemplare. Hat jemand von euch in dieser Zeit schon einmal Lepista nuda gefunden? Bei diesem Pilz ist eine Verwechselung doch kaum möglich. Oder??

    Gruß Dietmar

    Guten Tag,

    ich hab die auch schon um diese Zeit gefunden. Ewald Gerhard erwähnt das in seinem Buch auch ausdrücklich ("April bis Mai").

    Verwechseln kann man jeden Pilz!

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,

    ich hatte übrigens am Montag einen sehr ähnlichen Fund und insbesondere der Stielgrund hat praktisch identisch ausgeschaut. Die Sporen waren aber für ellisii deutlich zu groß, so daß ich ihn am Schluß Coprinellus domesticus genannt habe. Die scheinbar bescheidete Stielbasis würde ich also nicht überbewerten.

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,

    ich habe heute auf Laubstreu (Pappel, Buche, Erle und viele andere) auf einem asphaltierten Weg eine gesellig wachsende Fruchtkörpergruppe (40 bis 50 Stück) gefunden. Bei der Bestimmung tu ich mich schwer.

    Hut: ockerfarben, bis 3 cm Durchmesser, glatt, trocken

    Stiel: bis 3 cm, kein Ring, teilweise etwas wie eine vergängliche Ringzone

    Geruch: unauffällig

    Blätter: breit angewachsen, fast minimal herablaufend

    Sporen: glatt, im Schnitt 8,9 x 5,2 mu (nur fünf Stück gemessen, große Streuung), tabak- oder erdbraun (auf den Bildern wirken sie rostbraun, in der Natur sind die Rottöne viel weniger), mit kaum erkennbarem Keimporus, Basidien viersporig

    Cheilozystiden: leicht kopfig


    Beim Versuch, die passende Gattung zu finden, habe ich mich im Winkler auf die Träuschlingsähnlichen, die Rißpilzverwandten und die Mistpilzverwandten beschränkt. Am ehesten paßt die Gattung Agrocybe. Im Winkler bleibe ich bei Agrocybe vervacti hängen, dem Wachsgelben oder Hohlstieligen Ackerling. Die Unsicherheit ist aber groß.

    Gattungsausschlüsse:
    - Auf Streu über Asphalt muß es ein Folgezersetzer sein, damit fällt Hebeloma raus.
    - Die Sporen sind glatt, deshalb kommt Galerina nicht in Frage.
    - Andere Gattungen bin ich teilweise durchgegangen, aber ein oder mehrere wichtige Merkmale passen nicht.

    Bin ich ganz auf dem Holzweg? Oder klingt zumindest die Gattung plausibel? Welche Gattung sollte ich mir stattdessen anschauen? Vielen Dank.


    Bilder vom Fundort:


    Arrangiertes Bild bei Tageslicht (Farben leider übertrieben rötlich):


    Cheilozystiden und Sporen (beides bei 400-facher Vergrößerung):


    Grüße,
    Benjamin

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Stielporlinge hatte ich noch nicht auf dem Schirm :S.

    Herzliche Grüße aus Norddeutschland

    Guten Tag,

    der Unterschied ist übrigens, daß Röhrlinge eine ablösbare Röhrenschicht haben. Bei Porlingen sitzen die sporentragenden Ständerzellen dagegen direkt im Fleisch des Fruchtkörpers und diese Fruchtschicht läßt sich nicht so einfach ablösen.

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,

    Mycena hat weißes Sporenpulver, die Blätter deines Fruchtkörpers sind aber so dunkel, daß das Sporenpulver fast schwarz sein könnte. Ich hätte mal mit den Mürblingen und Faserlingen verglichen...

    Viele Grüße,

    Benjamin

    gibt es ansonsten keine anderen Baumpilze die giftig wären, kannst du das bestätigen (die KI erzählt ja häufig auch Quatsch)?

    Guten Tag,

    besonders bei so zähen Pilzen weiß vermutlich niemand, ob die Giftstoffe enthalten, da die ja niemand ißt. In meinem dreißig Jahre alten Pilzbuch von Herrmann Jahn steht der Zimtfarbene Weichporling noch als "ungenießbar" drin. Solche Pilze werden einfach kaum gegessen (obwohl der Weichporling sogar weich wäre).

    Deswegen sollte man nur solche Pilze sammeln und essen, die zweifelsfrei als eßbar bestimmt wurden. Dieser Rat ist mit der nächsten Hungersnot hinfällig, aber momentan ist er gut! ;)

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,

    ein Apfelbaum, der vom Sparrigen Schüppling befallen ist, kann übrigens noch jahrzehntelang reichlich gutes Obst tragen. Ein von mir beobachteter Baum tut das mehr als zwanzig Jahre (jährlich büschelige Pilzfruchtkörperbildung am Fuß des Stamms). Die Obstmenge scheint nur von der Witterung abzuhängen und nicht abzunehmen. (Das ändert natürlich nichts daran, daß das eine Krankheit ist und der Baum irgendwann sterben wird.)

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Uwe58 ich danke dir für deinen Beitrag 👍🏻


    Ich war mir schon Recht sicher, dass es echte Pfifferlinge sind, da die Farbe, die Form und die Leisten gepasst hatten. Beim anschneiden war das Fleisch innen auch fast durchgängig weiß.


    Habt ihr noch andere unverkennbare Merkmale die euch zu dem Schluss bringen, dass es sich hierbei um echte Pfifferlinge handelt?

    Guten Tag,

    die nächsten Kriterien wären Geruch (Marillen) und Geschmack (pfeffrig), aber das kannst nur du überprüfen. Die Sporenpulverfarbe würde zum Abgrenzen z.B. von Schleierlingen dienen (dort rostbraun), aber da die Leisten klar zu sehen sind, kannst du dir das sparen (es sei denn, es interessiert dich).

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,

    die (sehr guten) Argumente wurden schon genannt: aus heutiger Sicht können viele Pilze nicht per Bild bestimmt werden. Ein Bild eines nicht sicher bestimmten (und dazu alten!!!) Pilzes auf Wikimedia hochzuladen ist so viel wert, wie das Bild eines Haares von einem Tatort zu machen und zu hoffen, daß man in der Zukunft anhand des Bildes eines Haares den Mörder bestimmen kann. Wer will das ausschließen? Aber aus heutiger Sicht ist es sehr unwahrscheinlich.

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,

    mit dem rosa oder rosabraunen Sporenpulver sind das sicher keine Trichterlinge. Das heißt noch nicht zwingend, daß es Mehlräslinge sind. Ist der Geruch denn stark mehlig oder spermatisch? Meine Mehlräslinge hatten stärker eingerollte Hutränder und stärker herablaufende Blätter und waren noch weißer. Ich würde eventuell mit dem Marmorierten Rötelritterling vergleichen.

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Abend,

    bei den relativ dichtstehenden Blättern und den wenig kegeligen Hüten ist der Gilbende Erdritterling naheliegend. Ich meine auch, das Gilben erkennen zu können. Die Gilbenden mögen Hainbuchen und auf den Bildern sieht man Hainbuchenblätter. Lange Rede, kurzer Sinn: ich freß nen Besen, wenn das keine Gilbenden Erdritterlinge sind. ;)

    (Das ist trotz der großmäuligen Wortwahl keine Essensfreigabe.)

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,

    Mürblinge sind das nicht. Deren Blätter wären in diesem Alter viel dunkler, fast schwarz.

    Falls es Stockschwämmchen sind, sind die so dermaßen überständig, daß die üblichen Merkmale nicht mehr deutlich zu erkennen sind. Im nächsten Jahr könnte der Baumstumpf dann vielleicht frische Ernte liefern (vorher persönlich abklären lassen, nicht im Netz!).

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Spitzschuppiger Stachelschirmling (Echinoderma asperum). Eindeutig :)

    Eindeutig auch ein Giftpilz!

    LG Andy

    Der Geruch sagt das schon deutlich an das man da vorsichtig sein sollte.

    Guten Tag,

    Vorsicht! Es gibt giftige und tödlich giftige Pilze, die angenehm riechen. Manche essen auch Pilze, die roh unangenehm riechen, da der Geruch nach dem Braten verschwunden ist. Zur Artbestimmung ist der Geruch von Pilzen sehr wichtig, aber er hilft nicht immer, wenn es um die Essbarkeit geht.

    Viele Grüße,

    Benjamin