Guten Tag miteinander, nachdem es im vergangenen Jahr in einem Kiefernwald nördlich von Aken (Elbe) gebrannt hatte, hat sich dies inzwischen herumgesprochen und ein Pilzverein bietet sogar in Kürze eine Führung an. Wir hatten den geschädigten Wald kürzlich besichtigt und teils total total verbrannte bzw. teils überlebende Bäume vorgefunden.
Immer wieder waren an geschwärzten Stämmen dekorativ wirkende Gemeine Spaltblättlinge zu sehen, die unter den Pilzen wohl eine gewisse Pionierrolle nach dem Brand einnahmen.
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An einigen Stellen konnten Pilze gefunden werden, die wohl dem pyrophilen Kohlen-Schüppling zuzuordnen sind (Pholiota highlandensis). Größe ca. 2,5 cm, leicht schleimig, bräunlicher Hut, Geruch und Geschmack schwach erdig und bitterlich, braune Sporenfarbe. Die Pilze wuchsen in kleinen Gruppen an der Basis des geschwärzten Stammes, begleitet von Moos.
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An einem Stubben fanden sich Polster von Schleimpilzen wahrscheinlich unterschiedlichen Alters bzw. Färbung. Ausdehnung eines Bereiches maximal 6 cm. Ob der Regen der vergangenen Nacht Einfluss genommen hatte, kann ich nicht sagen.
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In einem Eiche-/Buchenwald fanden sich am Wege drei Pilze mit ausgebreiteten gebuckelten dunkelbraunen Hüten (5 cm Durchmesser) und hellen, etwas cremefarbenen , angedunkelten (Alter) Lamellen, mit fleischigen, keulig verdickten Stielen von 2 bis 5 cm Länge, die eine Dicke bis 1,2 cm besaßen. Geruch pilzlich, teils intensiv. Es bietet sich bei der Bestimmung eine Weichritterlingsart (Kurzstieliger?) an. Die Sporenfarbe ist weißlich.
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Und natürlich fanden sich auch Altexemplare aus dem vergangenen Jahr u.a. ein Halskrausen-Erdstern, ein Stäubling und ein Lackporling.
Bild 7 (auf Stubbem fotografiert)
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Beste Grüße aus Anhalt Henry