Liebe Pilzzüchter:innen
Es macht Spass, Pilze mal selbst zu züchten. Aus Gründen der Wahrung des ökologischen Gleichgewichts ist es sinnvoll, einheimische Pilzstämme zu verwenden und keine exotischen Pilze zu züchten. Falls es doch exotisch sein muss, dann bitte nicht im Freiland. In den USA verdrängen die ostasiatischen Zitronenseitlinge beispielsweise zusehends einheimische Saprobionten. Auch in Mitteleuropa taucht dieser Pilz zunehmend in der freien Wildbahn auf. Ich fand ihn grad kürzlich. Das wäre wirklich nicht nötig.
Wie SwissFungi meldet, wurde Zu dem Thema kürzlich ein Factsheet veröffentlich. Ich hänge es hier an.
Kurz und bündig:
- Vermeiden Sie den Anbau nicht heimischer Pilze im Freien, insbesondere von Arten, die in Ihrer Region neu sind.
- Töten Sie den Pilz aus Zuchtsets vor der Entsorgung ab, indem Sie diese bei >150 °C mindestens 1 Stunde lang backen oder im Schnellkochtopf garen.
- Bitten Sie Händler, keine bekannten invasiven Arten zu verkaufen, und verlangen Sie Entsorgungshinweise auf der Verpackung.
- Fördern Sie die Verwendung und Entwicklung von sporenfreien oder sporenarmen Sorten.
Mehr dazu hier: https://www.maxapress.com/article/doi/10.48130/sif-0026-0008
Und überdies: War dir bewusst, dass Zuchtseitlinge deutlich klimafreundlicher sind als Zuchtchampignons?

Mehr dazu findest du hier: https://www.biovision.ch/story/pilze-wahre-wunderwesen/
LG Myzelio