Beiträge von Myzelio

    Nr. 7 ist schon viel eher einer der Rotfüsse, das hatte ich irgendwie ausgeblendet, sorry. Und wahrscheinlich ist Bild 6 der gleiche. Oder? Damit wäre das weisse Basalmyzel leider am Rotfuss und nicht an der vermeintlichen Ziegenlippe und wir wissen noch nicht wirklich mehr. Deinem Schnittbild fehlen ja eben leider die Stielbasis und die Myzelfäden... Ich war also etwas vorschnell!

    Nr. 4 und 5 sind für mich typische Ziegenlippen (Nr. 5 ist wohl = Nr.11) oder andere Filzröhrlinge.

    LG

    Hallo

    Hier sehe ich die Ziegenlippe, X. submentosus.

    Schnittbild: Fleisch leicht gelblich, unten braun.

    Basalmyzel weiss.

    Deine ersten Pilze könnten die gleichen gewesen sein.

    Gibt es echte Expert:innen hier? Was sagen die?

    LG Myzelio

    Liebe:r pilze 257

    Eins vornewg: Meine Antwort ist keine Essensfreigabe, dafür muss ein PSV die Pilze live sehen.

    Ich glaube sehr, dass es sich hier um einen der Filzröhrlinge handelt. Ob es die Ziegenlippe oder der Braune Filzröhrling ist (oder noch einen anderer), da müsste man genauer hinsehen. Du musst das Schnittbild eines intaken Pilzes analysieren und dann sind die Pilzfäden unter der Stielbasis wichtig (weiss, gelb). Falls es Schneckenfrassstellen auf dem Hut hat, die wieder von der Huthaut überwachsen wurden, so ist es X. ferrugineus, der braune Filzröhrling. Auf dem dritten Bild ganz oben glaube ich dies zu erahnen.

    Wenns dir nur um essbar oder nicht geht, geh zu Pilzsachverständigen, Pilzkontrolleur:in. Falls du es genau wissen möchtest, benötigen wir sie Stielbasis und Detailfotos.


    LG Myzelio

    Hallo zusammen,

    Schweinsohren sollten geschont werden, denn sie sind leider selten geworden und sollten die Möglichkeit bekommen, sich zu vermehren .

    Viele Grüße

    Thomas

    Also das kommt ganz auf die Region an. In Bergwäldern - zumindest hier in der Schweiz - ist der überhaupt nicht selten und wird selbstverständlich mitgenommen und gegessen.

    Dort wo er selten ist, bin sehr fürs Stehenlassen.

    LG Myzelio

    Wenn er jung ist, ist der Rand grad, nach ein paar Tagen sieht er so aus wie deine. Aber niemand kann sagen, ob es im Sommer ein Lungenseitling oder ein geflüchteter Zuchtausternseitling oder womöglich gar eine Kreuzung von den beiden ist. Deswegen Sommerseitling . Im Winter wärs sicher ein Austernseitling. Der sieht dann aber meist etwas dunkler und fester aus.

    LG Myzelio

    Diese Schwarzfärbung teilt er sich ja mit anderen Rauhfußröhrlingen wie z.B. dem Birkenpilz.

    Ja, aber... der Gelbe Raufuss bräunt und schwärzt in etwa überall: im Fleisch, am Stiel, an den Röhrenmündungen, auf dem Hut! Das ist schon anders und viel extremer. Zudem hat er ja als einziger Raufuss gelbe Röhren. In der Pfanne schwärzen dann glaub alle Raufüsse.

    LG Myzelio

    Lieber Schweihspilz

    Vielen Dank für deine ausgiebige Beschreibung. Ich bin kein Champignonexperte. Drum geb ich gar keine Einschätzung ab. Nur soviel: Champis sind entgegen der landläufigen Meinung ganz und gar keine Anfängerpilze. Zudem hört es sich so an, dass du gerne das Okay hättest, das du sie essen kannst. Das wird dir hier und in keinem andern seriösen Forum niemand geben. Wie Albus bereits geschrieben hat, wenn du sie essen möchtest, musst du sie je nach Land einer Pilzsachverständigen, einem Pilzkontrolleur oder einer Pilzberaterin live vorzeigen. Sonst ist das als Anfänger:in ein sehr riskanntes Spiel bei Pilzen.

    LG Myzelio

    Hallo Christian

    Ja, ich würde den auch als Spathularia neesii bezeichnen. Ein toller Fund! Hatte ich erst einmal in den Alpen.

    Er soll bei Fichten wachsen, wohl auf Nadelstreu. Ich sehe auf dem letzten Foto auch einige Fichtennadeln.

    Die Fotos sind etwas verzerrt, aber wenn man sie anklickt, sind ja ganz gut.

    LG Myzelio

    Sommerseitling (Pleurotus pulmonarius) und Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus) gemeinsam an einer liegenden Buche

    Hallo Veronika

    Ich habe das schon ganz ähnlich gesehen bei mir, war mir aber nicht ganz sicher, ob sich die braunen Austernseitlinge nicht auch noch weiss umfärben mit dem grösser werden. Ich glaube eher, dass es sich bei mir um verwilderte Zucht-Austernseitlinge handelte und dass die von kräftig und braun langsam dünner ausgebreitet und weisser werden. Auf deinem Foto sieht es jedoch so aus, als seien die Fruchtkörper etwa gleich alt. Könnten also durchaus zwei Arten sein.

    LG Andreas

    Liebe Pilzzüchter:innen


    Es macht Spass, Pilze mal selbst zu züchten. Aus Gründen der Wahrung des ökologischen Gleichgewichts ist es sinnvoll, einheimische Pilzstämme zu verwenden und keine exotischen Pilze zu züchten. Falls es doch exotisch sein muss, dann bitte nicht im Freiland. In den USA verdrängen die ostasiatischen Zitronenseitlinge beispielsweise zusehends einheimische Saprobionten. Auch in Mitteleuropa taucht dieser Pilz zunehmend in der freien Wildbahn auf. Ich fand ihn grad kürzlich. Das wäre wirklich nicht nötig.


    Wie SwissFungi meldet, wurde Zu dem Thema kürzlich ein Factsheet veröffentlich. Ich hänge es hier an.


    Kurz und bündig:

    - Vermeiden Sie den Anbau nicht heimischer Pilze im Freien, insbesondere von Arten, die in Ihrer Region neu sind.

    - Töten Sie den Pilz aus Zuchtsets vor der Entsorgung ab, indem Sie diese bei >150 °C mindestens 1 Stunde lang backen oder im Schnellkochtopf garen.

    - Bitten Sie Händler, keine bekannten invasiven Arten zu verkaufen, und verlangen Sie Entsorgungshinweise auf der Verpackung.

    - Fördern Sie die Verwendung und Entwicklung von sporenfreien oder sporenarmen Sorten.


    Mehr dazu hier: https://www.maxapress.com/article/doi/10.48130/sif-0026-0008


    Und überdies: War dir bewusst, dass Zuchtseitlinge deutlich klimafreundlicher sind als Zuchtchampignons?

    Mehr dazu findest du hier: https://www.biovision.ch/story/pilze-wahre-wunderwesen/


    LG Myzelio

    Also den Pfefferröhrling kannst du nicht als Pfefferersatz brauchen. Du musst ihn ja erhitzen und dadurch verliert er die Schärfe. Ich weiss, auf 123pilze wird was anderes beschrieben, aber das ist wohl falsch, denn ich hab noch nie Schärfe im gekochten Gericht gerochen und an vielen anderenOrten wird das ebenfalls klar dementiert.

    Von scharfen Sporen hab ich jetzt noch nie gehört/gelesen.

    LG Myzelio

    Der Rote Apollo soll wohl sehr selten sein. Auf dem Boden tarnt er sich sehr gut.

    Hallo Uwe

    Also die Apollofalter sind schon eher selten, aber in den Alpen treffe ich die regelmässig an beim Wandern. Waren die Fühler deines Falters schwarzweiss geringelt? (Ich glaube das erkennen zu können.) Dann wäre es wohl eher der Alpen-Apollo Parnassius phoebus gewesen. Aber egal, schön sind sie allemal!

    Punkto Bahnen: Freut mich, wenn du unsere meist zuverlässigen Züge geniessen konntest. In Deutschland ist ja schon etwas mehr Nervenkitzel dabei beim Bahnfahren... Abenteuer pur!

    LG Myzelio