Hallo Lena,
der Pilz ist leider so völlig unbestimmbar.
Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer schweren Vergiftung relativ gering, wenn ein Kind willkürlich in irgendeinen Pilz beißt. Von tausenden vorkommenden Wildpilzarten sind nur ca. 20 erwiesenermaßen gefährlich giftig. Weiter 30-40 sind leicht bis mittelschwer magen-darmgiftig, würden aber keine echte gesundheitliche Gefahr darstellen. Alle anderen Arten gelten allgemein als essbar oder "ungenießbar" (schmecken nicht, zu klein, zu schleimig, zu hart usw.).
Allerdings ist es natürlich nicht ausgeschlossen, dass es tatsächlich ein giftiger Pilz war. Wenn, wie du schreibst, das Pilzmaterial wieder schnell und vollständig ausgespuckt wurde, wäre die Gefahr, dass etwas schlimmes passiert, bei allen Giftpilzen gering, mit Ausnahme derer, die Amanitin enthalten. Hutfarbe und Lamellen deuten nicht auf so eine Art hin, also von der Seite hieße das vorsichtig Entwarnung, ganz ausschließen kann man es noch nicht.
Was hat denn der Giftnotruf dazu gesagt?
Eine Möglichkeit wäre, ein paar Pilzsachverständige der DGfM abzutelefonieren und zu fragen, ob dir jemand den Pilz mikroskopieren kann. Dann hättest du völlige Gewissheit. Es macht aber nicht jeder PSV auf der Liste Mikroskopie. Die Liste findest du hier:
Pilzsachverständige finden / DGfM
Hoffe alles geht gut aus! (und bin da auch eigentlich sehr zuversichtlich)