Beiträge von Bernhard 3

    Der Winter ist zwar noch nicht vorbei, aber erste Anzeichen, für einen Wechsel sind schon zu finden.

    Vorige Woche noch nicht denkbar

    Diese Woche dann Tauwetter und interessante Spuren

    Hier vom Dachs

    Und vom Marder

    Und heute dann fast schon Frühling

    Aber Pilziges gibt's dennoch

    Junger Eichen-Wirrling

    Blasse Borstentramete

    Und dieser Flache Lackporling mit Efeudurchgang, einer von 5 Exemplaren am Fuß einer Esche. Der größte ist 40 cm breit

    Dumm nur, daß die meist in Bodennähe wachsen, aber einen habe ich mitgenommen, an dem man gut die Zitzengallen sieht

    Es gab auch noch eine Handvoll Austern und Judasohren bzw Öhrchen, die habe ich allerdings noch vor Ort gelassen zum Wachsen.

    Ich hoffe es hat Euch nicht gelangweilt , bis zum nächsten Ausflug

    Bernhard

    Hallo in die Runde,

    aus gegebenem Anlass möchte ich Euch einen Fund von vorgestern zeigen. Gefunden an zwei nebeneinander stehenden alten Apfelbäumen.

    Wenn ich jetzt nach der Literatur gehe, sollte es sich um den Pflaumen-Feuerschwamm handeln. Leider waren diese Exemplare zu hoch, um sie zu ernten. Und ein Drittes war zu jung und bei -4° zu kalt und schwierig ohne Säge wegzukriegen.

    Ich denke, daß es zur gleichen Gattung oder gar Art gehört.

    Würdet Ihr mir zustimmen? Zumindest nach Aussagen wie Eichen-Feuerschwamm an Eichen, Weiden Feuerschwamm an Weiden und eben Pflaumen-Feuerschwamm an Obstgehölzen.

    Ich hoffe, ich komme demnächst noch einmal dort vorbei und bin besser vorbereitet.

    Außerdem gab's noch etwas um sich daran zu erfreuen

    Gruß Bernhard

    Uwe58

    Also das was ich so von dem Baum sehe, kann schon gut eine Eiche sein, muss aber nicht. Auf Bild 3 sieht man ein Stück ohne Rinde und da könnte es schon gut passen Recht lang faserig und hell=>Splint.

    Auch die nachgelieferten Bilder 8+9 sehen schon sehr ähnlich dem aus, welchen ich bei mir als Eichen-Feuerschwamm gesehen habe


    Die Färbung der Poren und der Schichtaufbau sehen schon recht unterschiedlich zum Zunderschwamm aus, der auch gern an Eichen wächst.

    Rooki ,

    so ganz mag ich das auch nicht unterschreiben, was Du über das Umfallen von Eichen sagst. Wir hatten und haben hier im Rhein -Neckar Kreis die letzten 3 Jahre vermehrt umgefallene Eichen auf Grund der Trockenheit, ohne vorherigen Pilzbefall. Die feinen Wurzeln sind abgestorben und die großen Pfahlwurzeln halten die Bäume nicht mehr alleine. Alleine bei unserem kleinen Wäldchen hinter dem Haus 3 Stück. Steil- und Südhang, da braucht es nur ein kleines Lüftchen. Der einzige Trost, es wird mich die nächsten Winter wärmen.

    Aber wie schon zuvor gesagt, 100% Sicherheit gibt es noch nicht, was die Bestimmung betrifft . Einen anderen Vorschlag gibt's aber auch nicht.

    Gruß Bernhard

    Hallo ihr Wissenden,

    ich hole jetzt das Thema noch einmal hoch in der Hoffnung vielleicht jetzt noch ein wenig Info zu bekommen.

    Ich habe vorgestern nach zwei vorherigen vergeblichen Versuchen, den Platz noch einmal zu finden, den kleinen Nadelwald wiedergefunden. Leider ist jetzt ein ordentlicher Frost dazwischen gekommen und nicht zum Vorteil für den Pilz. Inzwischen sah das untere Exemplar vom ersten Bild so aus .

    Und nach Anschnitt so

    Fundstelle muss ich korrigieren, die Douglasie war nicht mehr so vital, wie ich geschrieben hatte, sondern ein abgebrochener stehender Stamm von ca. 4-5m Höhe. Farbe ist etwas dunkler Richtung schwarz gegangen aber immer noch nur rot, kein gelb bzw orange. Es waren insgesamt 3 FK am Stamm und zwei kleine, die noch nicht bestimmbar waren.

    Fleisch war weißlich und weich, was ich allerdings dem kürzlichen heftigen Frost zuschreiben würde. Porenschicht auch nur noch bedingt weiß (Bild 2)

    Inzwischen bin ich bei Ganoderma carnosum oder eventuell auch noch bei G. tsugae. Weißtannen gibt's bei uns fast nicht, definitiv am Fundort nicht, nur Fichten und Douglasien.

    Wenn also jemand Ideen dazu hat, gerne her damit .

    Gruß Bernhard

    So begann der Tag, da musste man einfach raus.

    Pilzmäßig ist's eher mäßig, aber nicht ganz tot

    Ein schöner flacher Lackporling, der fleißig am wachsen ist, mit seinen Geschwistern

    Austernseitlinge, die wacker dem Frost widerstehen. Sogar in trauter Eintracht mit dem Judasohr. Eigentlich waren da vor kurzem noch mehr , aber wahrscheinlich hat sich der Buchenstumpf die Ohren abgefroren.

    Ein Gutes Neues Pilzjahr Euch allen.

    Gruß Bernhard

    Hallo Bernd,

    das sieht doch ganz stark nach Eiche aus. Folglich sollte das also schon ein Eichen-Feuerschwamm sein. Was mich jedoch wundert, Du sagtest ja der Stamm liegt schon 4 Jahre, die F-Schwämme aber meist am stehenden und lebenden Baum vorkommen. Und diese sehen eigentlich sehr vital aus.

    Vielleicht erntest Du ja mal einen und schaust ihn dir genauer an.

    Gruß Bernhard

    Hallo Bernd,

    ein sehr schönes Exemplar. Allerdings genauer sagen kann ich da auch nichts. Vielleicht kannst Du ja einmal vom Stammanschnitt und von der Rinde ein wenig mehr aufnehmen.

    Von der Wuchsform und vom Querchnitt her könnte das schon in Richtung Feuerschwamm gehen. Auch die orangeroten Poren würden passen. Von der Rinde , die ich so sehe, könnte es vielleicht auch ein alter Kirschbaum sein. Die Eiche erkennt man ganz gut am Splint Holz im Anschnitt, auch nach 4 Jahren noch.

    Gruß und guten Rutsch

    Bernhard

    Na da werde ich mir in Zukunft jede Robinie, die mir begegnet mal genauer ansehen. Ich muss doch meine "Aufschneiderei" erweitern. Habe ich während meiner Arbeitszeit ja auch mit Holz gemacht, kann ich ja jetzt in meiner Rentnerzeit mit Pilzen machen.

    Bei den Eichen hier finde ich soviele Pilze ,also Schwämme bzw Porlinge, nicht, außer sie liegen schon eine Weile. Dann sind's aber eher Zunderschwämme.

    Gruß Bernhard

    Hallo Emil,

    ich frage jetzt doch einmal, wie Du den Robinien- Feuerschwamm vom Eichen-Feuerschwamm unterscheidest? Diesem sieht dein Exemplar schon sehr ähnlich.

    Beide haben wohl ein ähnlices Erscheinungswesen, nämlich langjährig, meist an lebenden Holz und in ziemlicher Höhe wachsend. Auch ich hatte vor einiger Zeit ein Exemplar gefunden an einer umgefallenen Eiche. Da wir hier kaum Robinien haben, gehe ich davon aus, daß das die richtige Einordnung war

    Gruß Bernhard

    Hallo Emil

    So würde ich die auch nennen. Zumindest die, die ich gefunden habe, sahen sehr ähnlich aus. Deine sind sehr farbenfroh. Die halten auch ziemlich lange, wenn es nicht zu warm und trocken wird. Ich hatte meine über 3 Monate beobachten können.


    Habe gerade auch deine anderen Porlinge gesehen. Sehen top aus. Vor allem der Feuerschwamm.

    Gruß Bernhard

    Ich habe mal von Baumpilzen ein paar Innenansichten gemacht, ähnlich dem Längsschnitt bei sonstigen Pilzen. Es ist ein wenig aufwändiger, da im frischen Zustand meist nicht sehr deutlich. Daher habe ich die FK erst einmal getrocknet, was bei Zunderschwamm und anderen mehrjährigen Porlingen dauern kann. Dann habe ich die FK mittig durchgeschnitten und dann glatt geschliffen. Anschließend um einen höheren Kontrast zu bekommen, habe ich die Fläche geölt. Das gibt natürlich eine veränderte Farbe, wie bei Holz auch, das durch das Öl angefeuert wird. Es ist für mich jetzt auch noch recht neu und ich bin noch im Lernmodus, dennoch ist es interessant.

    1. Zunderschwamm

    Hier ist sehr schön die verschiedene Schichtung der Porenschichten, der Deckschichten und der Trama zu erkennen.

    2. Eichenfeuerschwamm

    Hier sieht es sehr unterschiedlich aus. Die Trama ist nicht erkennbar , während die Zuwachsschichten eher wie Jahresringe im Holz aussehen . Nur die Porenschicht ist noch gut erkennbar, obwohl sehr feinporig.

    3. Rötende Tramete

    Auch hier wieder ein komplett neues Bild. Die Schnitt(Anwuchs) Stelle sieht ähnlich aus wie ein eingewachsener Ast, wie auf dem Brett darunter. Die Porenschicht(en) ,gut sichtbar, "verholzen" offenbar.

    4. Gemeiner Wurzelschwamm

    Hier sind die einzelnen Bereiche viel schwerer zu unterscheiden bzw abzugrenzen. Die Anwuchsstelle (ca.rechts oben) unterscheidet sich fast nicht von der restlichen Fleischschicht, auch geht es fast übergangslos in die Porenschicht über.

    Wie schon erwähnt, war es das erste Mal, daß ich das verglichen habe, ich will da auch weitermachen. Von daher ist das sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber interessant wie unterschiedlich das Innenleben der Porlinge ist, und das konnte ich vielleicht darstellen.

    Was die Farben betrifft, ist ganz klar, allein schon durch das Trocknen verändern diese sich. Und durch das Ölen wird das noch verstärkt.

    Zuletzt ist noch zu sagen, daß die Bilder teils mit der Makrolinse des Handys eine Recht geringe Auflösung haben. Leider gings nicht besser.

    Gruß und schöne Feiertage

    Bernhard

    Danke Uwe für die Info, ich bin mir nur etwas unsicher wegen der Farbe der Koralle. Ich kenne die graue K. eben grauer und weiß nicht, ob die nach Frost etwas ausbleicht. Zumal in der Umgebung viele Korallen waren, die ich nicht als graue K. gesehen habe.Da ja die Korallen nicht ganz so fix im Vergehen sind wie viele andere Pilze, könnte sie durchaus Frost (vor 14Tagen) abbekommen haben.

    Zum Saftportling, so es denn einer ist, fand ich den nicht einladend, ihn zu probieren. Er war definitiv schon ziemlich alt und fast triefend nass, was ich aber dem Nebel zugeschrieben habe.

    Gruß Bernhard

    Hallo

    Ich stelle beide in eine Anfrage, weil Bildmaterial nicht mehr hergibt.

    1.

    Für mich stellt sich die Frage, ob das die graue Koralle sein kann oder doch die runzelige K. Fundort überwiegend Nadelwald mit Buchenabschnitten ( hier direkte Buchennähe) Boden tendenziell sauer, Buntsandstein. Könnte auch Frostschaden dabei sein, allerdings nicht die letzten 14 Tage.


    2.

    An einem Fichtenstumpf. Konsistenz sehr weich und sehr feucht. Boden wie zuvor. Ziemlich sicher mit Frostschaden. Meine Vermutung wäre in Richtung kurzröhriger Saftportling.

    Von weiter weg dachte ich an eine Buckeltramete, war allerdings ganz weich und ist ganz leicht zerbrochen und gänzlich weiß.

    Vielleicht kann mir jemand auf die Sprünge helfen.


    Bei diesen Pilz(s)en gab's keine Identifikationsprobleme:wink:

    Schönes WE

    Bernhard

    Hallo

    Vorgestern beim Holzmachen an Kirschbaum gefunden. Würdet Ihr mir zustimmen, daß es sich um P. tremellosa handelt. Wuchs resupinat am stehenden Holz . Da ich nichts Vergleichbares mit solch hirnartigen Windungen gefunden habe, bin ich da gelandet.

    An sich ein schöner Fruchtkörper, geht leider oft unter bei den vielen Rindenpilzen.

    Gruß Bernhard

    Hallo Annett,

    hast Du da ein Exemplar mitgenommen? Ist glaube ich oftmals erhellend . Ich habe vor kurzem auch einen Eichen Feuerschwamm mit nach Hause genommen und senkrecht mittig durchgeschnitten(gesägt). Sieht schon sehr unterschiedlich zum gemeinen Zunderschwamm aus. Stelle ich demnächst mal hier ein.

    Zur Porenschicht, momentan sind die schon ziemlich noch am durchtreiben und da ist die Porenschicht schon ziemlich hell. War das durchgängig bei allen Exemplaren so hell?

    Wäre interessant mehr zu erfahren.

    Gruß Bernhard

    Der Ärger scheint mir eh mit dem Trockenstress der letzten Sommer losgegangen zu sein

    Hallo,

    ich glaube auch, daß dies ein großer Faktor hierbei ist. Wir haben einen alten ca.80-90 jähigen Nussbaum, der hatte vor 4/5 Jahren einen starken Befall von Hallimasch. Danach war der Befall weniger und auch dieses Jahr war es recht moderat und Nüsse gab's dieses Jahr im Überfluss. An Feuchtigkeit mangelt es dort nicht, aber das Alter spielt natürlich auch eine Rolle.

    Ebenso bei einem Apfelbaum hier auf einer Streuobstwiese war der "Ertrag" unabhängig vom Pilzbefall. Der hat seit 3 Jahren die gleiche Halskrause, wie bei dem oben gezeigten Exemplar

    Dennoch muss man das regelmäßig kontrollieren, weil die Bäume sind geschwächt und fallen eventuell einfach um. Ähnlich wie bei uns hier im Wald, wo jetzt die Kiefern und Buchen reihenweise umfallen. Die Fichten sind schon vor Jahren massenweise vertrocknet. Und die Pilze haben hierdurch reichlich Möglichkeiten sich zu verbreiten.

    Gruß Bernhard