Beiträge von Pilznomade

    Guten Tag,

    ich halte den Pilz für einen Maronenröhrling, der sehr jung einen Schaden durch Frost und/oder Befall bekommen hat. Heute haben wir eine größere Gruppe von Maronenröhrlingen (zweifelsfrei bestimmt) gefunden, die alle eine unnatürliche rostige bis braune Verfärbung hatten und den gezeigten Pilzen geähnelt haben.

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Ich würde die Meinung unterstreichen, das sehe ich auch so.

    Insgesamt wirkt es wie eine angetrocknete Marone.

    Lieber Pilznomade

    Bei Nr. 4 ists allenfalls besser, wenn du duch nicht herantraust. Ich sehe etwas zu wenig. Was ich jedoch sehe: ziemlich moderiges Totholz. Essbare Austern- und Lungenseitlinge wachsen in der Regel an recht frischem Totholz von Laubbäumen. Das morsche Totholz auf dem Foto könnte auf den giftigen Ohrförmigen Seitling hinweisen. Zudem sehe ich keine Stiele, was ebenso für letzteren spricht. Es kann jedoch durchaus sein, dass ich live zu einem anderen Urteil käme. Aber wie du richtig erkennst: Vorsicht ist angebracht.


    LG Myzelio

    Ja, beim Nachschauen habe ich den selben Gedanken gehabt. Insbesondere die Stiellosigkeit hat mich in diese Richtung geschubst. Allerdings habe ich öfters mal hier in entsprechenden Threads gedacht "wo ist denn da der Stiel, für mich ist das keiner", als es um die Seitlinge ging. Ich schaue mir die entsprechenden Pilze auch in absehbarer Zukunft nur interessiert an, wenn ich auf sie stoße.

    Habe auch die Tage drauf gleichartige Pilze an wirklich viel uraltem Totholz gesehen.

    Morgen gehe ich wieder in mein "Stammgebiet" und schaue, was da geht. Letztens war der erste schöne Reizker da. Leider wurde eines meiner beiden großen "Maronengebiete" komplett platt gemacht. Da wächst zu unseren Lebzeiten kein Pilz mehr.

    Hallo allerseits.

    Ich mache gerade Kiga Eingewöhnung und habe dann kurz Gelegenheit, ein wenig durch benachbarte Wälder zu streifen. Nicht mein "Stammgebiet", aber es ist interessant, zum Anfang der Saison jeden Tag das selbe, kleine Gebiet zu kontrollieren.

    Vor einer Woche fand ich noch quasi nichts. Seit Ende letzter Woche geht es dann los, es begann mit Klebrigen Hörnlingen und ganz vereinzelten Filzröhrlingen.

    Heute dann die ersten Goldröhrlinge und insgesamt bemerkt man seit einigen Tagen die steigende Artenvielfalt.

    Ein paar Pilze möchte ich hier vorstellen und um eine Hilfestellung bitten.


    1.) Hierbei handelt es sich um einen Massenpilz. Ich ging von irgendeiner Rüblingsart aus, aber ohne eine wirkliche Ahnung. Wahrscheinlich kann mir jeder hier sofort sagen, was es ist. Weitgehend weißer, glatter, faseriger Stiel, weiße, frei stehende Lamellen mit Zwischenlamellen, graubrauner Hut, imer in lokalen Clustern auftretend.


    2.) Ein weiterer Massenpilz, ein Hozzersetzer. Kennt bestimmt auch wieder jeder. Es ist kein Schwefelkopf, kein Gifthäubling, kein Stockschwämmchen.

      

    3.) Hier war ich ein echter Fan. Sieht toll aus. Aber keine Ahnung. Wirklich winzig und ich zweifele, dass es ein besonders großer Pilz wird. Wuchs dirket aus dem toten Stamm.

    4.) Hier sollte es sich doch eigentlich um Austernseitlinge handeln. Nichts, an das ich mich in freier Wildbahn herantraue.


    5.) Hier kommt etwas aus einer Buchecker, aber ich nehme an, es ist seinerseits verschimmelt


    Im weiteren dann keine Bestimmungsanfragen im engeren Sinn, sondern einfach nur ein paar nette Bilder ausgegebenem Anlass

    6.) Ein rotmilchender Helmling, davon habe ich einige gefunden heute.

    7.) Mal Parasole in Jung und alt (ich kam an der Stelle ja an verschiedenen Tagen vorbei). Habe ich einfach die Tage über beobachtet, weil ich mir geschmacklich nichts aus ihnen mache. Das erste und das letzte Bild sind derselbe Pilz, Abstand 4 Tage.

    8.) Mühsam nährte sich das Eichhörnchen...

    Erste Goldröhrlinge...

    9.) Und die Endausbeute. Geputzt etwa 650g Pilze

    Mitgenommen habe ich diverse Filzröhrlinge, sofern sie frisch, knackig und einwandfrei waren. Es standen natürlich 20x soviele weiche Exemplare herum. Darunter Rotfußröhrlinge, falsche Rotfüße, Herbstrotfüße, blauende Filzröhrlinge (nicht der schwarzblauende Röhrling). Einige blutrote Röhrlinge habe ich stehengelassen, da diese immer wenn ich sie finde mir zu nah am Wegrand wachsen, ich nehme ungern Pilze direkt an Weg-/Straßenrändern. EIn schöner Täubling war noch dabei, aber ich habe mich dann auf Filzröhrlinge fixiert.


    Ich hoffe, ich konnte auch ein wenig zur Erbaaung beitragen. Viel Spaß im Wald euch allen.

    Nur bringt das natürlich kein Geld ins System der Pharmalobby. Aber das ist schon wieder ein andere Thema.

    Hallo Hannah,

    ich verstehe sehr gut, dass man überall, wo es ums Geld geht misstrauisch ist, ich bin das selbst auch und es ist immer wichtig solche Dinge zu hinterfragen. Die Pharmalobby ist in diesem Fall aber glaube ich wirklich nicht der Grund warum RKI und der weit überwiegende Teil des medizinischen Fachpersonals empfiehlt, die Borreliose mit Doxycyclin und nicht mit natürlichen Verfahren zu behandeln. Die Patente dazu sind längst abgelaufen. Eine 20-tägige Behandlung mit Doxycyclin kostet heute gerade einmal 12,82 €:

    https://www.docmorris.de/doxycyclin-al-…letten/04773420

    Ein sehr richtiger Einwand.

    Das ist allerdings der Endverbraucherpreis.

    Eine Packung Doxycyclin kostet für die Apotheke im EInkauf unter 3 Euro.

    Das ist wahrlich für den Hersteller nicht gerade das große Geschäft.


    Und ja - in Dtl. MÜSSEN die Ärzte Doxy verschreiben, weil das laut Leitlinien so gefordert wird. Machen sie es anders, drohen rechtliche Konsequenzen.

    WIe erwähnt sind auch Penicilline für die Therapie von Borrelien zugelassen. Desweiteren müssen Ärzte keiner Leitlinie folgen. Haftbar zu machen sind Sie eher bei off-label Therapien (außerhalb der Zulassung eines Arzneimittels) - aber dazu befrage einen Anwalt für Medizinrecht.

    Ich würde mir einen Faktencheck wünschen, bevor Halbwissen verbreitet wird.

    Auch ein wichtiger Einwand. Also grundsätzlich hat ein Arzt in Deutschland Therapiefreiheit. Es macht i.d.R. Sinn, sich an den Leitlinien zu orientieren, allerdings werden diese nicht jeden Fall, jeden Patienten und jede Situation abbilden können.

    Wenn man natürlich grundsätzlich die wissenschaftliche Methode anzweifelt und "trust me, bro!" für ein besseres Verfahren des Erkenntnisgewinns hält, dann hilft natürlich alles nichts.

    Als Arzt kann man auch total abseitige Therapien mit Patienten durchführen, wenn dieser das wünscht, dann muss aber eine entsprechende Aufklärung und Dokumentation erfolgen.


    Insgesamt habe ich diese Diskussion wie hier mit Hannah schon unglaublich oft geführt und bin diesbezüglich unglaublich müde. Es sind immer dieselben Argumentationsketten, viel "Schulmediziner-" und "Pharmaverschwörung" und es führt nie zu einem befriedigenden Ergebnis.

    Nur ein paar kleine Denkanstöße:

    - In "Alternativheilkunde" steckt gerade in Deutschland ein großer Absatzmarkt. Und selbst wenn die "Medikamente" billig sind: Die Forschungskosten sind 0. Herstellungskosten nahe 0. Regressrisiken 0. Hier liegen genauso ökonomische Interessen vor wie in der klassischen Pharmakologie.

    - Phytotherapie, also die Behandlung mit Pflanzen, ist Ursprung und auch heute noch Teil der "Schulmedizin". Alternativ"medizin" suggeriert gerne, es gehe um Pflanzenheilkunde. I.d.r. geht es aber stattdessen um Esoterik wie unsichtbare Schwingungen, die nur der Heiler spüren/sehen kann, Pflanzen die zu dem Heiler sprechen und ihm ihre Geheimnisse verraten (aber nur ihm!) usw. usf.

    - Ich mag Phytotherapie. Aber als normaler Mediziner muss man eben so ehrlich sein, auch auf Grenzen, Beschränkungen oder Probleme seiner Therapien hinzuweisen, man kann sich da nicht so bequem auf Glaubenssätze zurückziehen. Du kannst z.B. auch Weidenrinde auskochen und den Sud trinken, anstatt eine Tablette Aspirin zu nehmen. Das geht. Man muss nur so ehrlich sein, dass die Dosierung und die Verträglichkeit schwer zu steuern sind.

    Ich habe wirklich kein Problem damit, wenn du, Hannah, auf Medizin verzichtest und lieber dein eigenes Ding machst. Ich wünsche dir damit viel Erfolg und prächtige Gesundheit. Wirklich. Was mich aber wirklich ärgert ist der damit einhergehende missionarische Eifer, mit dem ein großes Internetpublikum überzeugt werden soll, nachweislich funktionierende Therapien zugunsten von Experimenten, die nur auf anekdotischer Evidenz basieren, zu unterlassen. Und am Ende tragen leichtgläubige Leute dann den möglicherweise chronischen Schaden davon.


    Glückwunsch zu deinen Funden. Durfte leider noch nie eine Morchel finden - ich weiß auch kaum eine Stelle, an der ich schauen könnte bei mir in der Wetterau.

    Nur mal zu meinem Verständnis: In deinen Bildern sehe ich doch trotz der hellen Farbe und der "stumpfen Form" Spitzmorcheln. Zwar passt die Farbe eher zur Speisemorchel, aber die Morphologie der "Windungen" passt ja nicht zur Speise- sondern zur Spitzmorchel. Von daher passt doch dein Habitat auch...

    Oder sehe ich das falsch?

    Ich war ja beim Perlpilz sehr enttäuscht. Ich habe mich lange geärgert, weil ich soviele gefunden habe und ich mich nie getraut habe, ihn mitzunehmen.

    Habe letztens dann mal einen jungen FK mitgenommen und kontrollieren lassen.

    Dann beim Essen die große Enttäuschung - ziemlich langweilig und Champignonartig.


    Dem Parasol kann ich auch nichts abgewinnen, auch wenn viele auf ihn schwören. Ich persönlich finde ihn recht streng und als gelobtes Schnitzel ist es ein triefendes Stück Panade mit hauchdünnem, dafür aber wenig schmackhaftem Innenleben.


    Habe mich auch manchmal gefragt, ob ich geschmacksverwirrt bin.


    Der in diesem Thread gezeigte Fund zeigt am Hut dich eindeutig grüne Stellen und ist auch nicht "lachsfarben". Das ist schon ein Kiefern-Reizker.
    Die einzige mMn schwierigere Unterscheidung ist zwischen dem Edel- und dem Wechselblauen/Braunen-Kiefernreizker, sofern ich den Pilz nicht in der Hand habe bzw. die Farben unecht rüberkommen. Der Edle mag neutrale bzw. basische Böden (gern bei Schotterwegen), der Braune bevorzugt klar saure Böden (beispielsweise zwischen Heidelbeeren). Waren die Fruchtkörper, denn wirklich so hell gefärbt, wie es auf den Fotos rüberkommt?

    Die Farbveränderung ist ggf. relativ langsam, daher mein Vorschlag: Schneide ein Stück vom Stiel an und mache ein Foto. In einer knappen Stunde machst du bei gleichem Licht ein zweites Foto. Wenn du dann keine Farbveränderung von orange nach blutrot feststellen kannst, ist die Sache klar. Ohne rotes nachdunkeln der Milch, müsste es nun mal der Edel-Reizker sein - sonst ist es der Braune/Wechselblaue.

    Huhu, danke für deine ausführliche Antwort.

    Die Farbe war lediglich etwas kräftiger nach ein paar Stunden - die Schnittstelle war jedoch einfach ein wenig angetrocknet.

    Die Farben des Pilzes sind auf den Bildern schon sehr gut getroffen.

    Ein Schotterweg war wenige Meter entfernt und durch einen einen halben Meter hohen Erdwall dazwischen abgetrennt (Reste des Limes, quasi ein "römischer Reizker"

    Ich mache das hier einfach mal zu meiner Wulstlingsparade. Zwar lockt mich nicht der Geschmack oder der WIlle des Verzehrs, ich will die aber einfach sicher bestimmen können.


    Pilz 3: Ein weiterer grauer Wulstling meiner Ansicht nach. Kein Röten, Knolle ohne Söckchen, geriefter RIng.


    Pilz 4 ebenfalls ein grauer WUlstling, schön aufgeschirmt.


    Pilze 5 und 6 sind Perlpilze, entsprechendes Röten, Knollenform und Ring passen dazu.

    Farblich fand ich sie sehr unterschiedlich. Geht der Hut beim im Bild linken ins braune, ist der rechte gelb, fast Richtung gelber Knollenblätterpilz.

    Hallo, danke für die Antworten :)

    Schau doch mal hier Thiemo hat das vor kürzen erklärt.

    Hmm jetzt stehe ich auf dem Schlauch.

    Nach Konsultation der 123-Seite dachte ich eignetlich, es müsste der Edelreizker sein - denn die Kiefern passen, und die Milch blieb orangerot, kein Wechsel zu grün. Denn auf der Seite stand bei "Milch: orangerot, kaum veränderlich".


    Nun steht in dem erwähnten Thread:

    Hiernach würde der Edelreizker ja nach grün färben, der Lachsreizker jedoch nicht...

    Laut "Schwammerlsuche in Bayern" verfärbe der Lachsreizker seine Milch nach "weinbraun" - das würde ich so bei meinen Exemplaren nicht sehen. In "Grundkurs Pilzbestimmung" steht, der Lachsreizker habe "karottenrote Milch, die an der Luft dunkler rot wird", das hätte ich im Rahmen der leichten Antrocknung dann zu Hause durchaus so unterschreiben können.

    Die alten Exemplare hatten dann auch durchaus grünliche Anteile. Zusammen mit den Kiefern im Habitat wäre ich beim Edelreizker geblieben. Interessanterweise waren diese voll aufgeschirmt und etwas gammelig auch größer als 10cm, was in den Büchern so steht.

    Hallo,


    die Saison neigt sich ja langsam ihrem Ende entgegen. Heute war ich nochmal unterwegs und habe eine schöne Runde ziehen können. Und da bin ich doch tatsächlich über meine ersten Reizker gestolpert (sagen wir mal, seitdem ich versuche, auf andere PIlze als Röhrlinge zu achten ;) ). Ich habe eigentlich gedacht, es gibt sie gar nicht in meiner Region.

    3 schöne, knackige Exemplare habe ich gefunden. Wäre ich ein paar Tage früher gekommen, dann hätte ich ordentlich Beute machen können (es standen einige sehr alte Exemplare herum).

    Entsprechende Stielgrübchen waren vorhanden, aber eher spärlich und auf die Stielbasis begrenzt. Im gleichen Habitat wuchsen auch Butterpilze, in Zusammenhang mit den Kiefern sage ich dann, es handelte sich um den Edel-/Kiefernreizker. Oder wie grenzt ihr vom Lachsreizker ab?

    Anbei dann einige Bilder:





    Toller Korb.

    Mein absoluter Lieblingsspeisepilz. Ich habe dieses Jahr endlich mal ein Gebiet gefunden, in dem reichlich Flockies wachsen.

    Auch hier nimmt ihn keiner der anderen Pilzsucher mit - wunderbar. Sollen die Leute ruhig die paar Steinpilze sammeln und mir die Hexenröhrlinge stehenlassen. Ich freue mich drüber :)

    Also wenn du mit "Rasling" den Mehlrasling meinst, hast du da etwas anderes vor dir.

    Scheinbar hat diese Art hier doch dunkles Sporenpulver, welches am Stiel seine Spuren hinterlässt.

    Was du genau da hast - keine Ahnung, da wird bestimmt jemand versierteres eine Idee haben.

    Hallo allerseits.


    Neben einem schönen Korb Steinpilze, Maronen und Flockis habe ich auch wieder ein bisschen "Wulstlinge geschaut".


    Anbei Pilz 1:

    Zu meiner Bestimmung als Perlpilz:

    1. Blickdiagnose ist schonmal Wulstling

    2. Nasses Wetter, viele Flocken abgewaschen

    3. Keine Volva, dafür eine Knolle, die sanft zum Stiel übergeht, keine Söckchen

    4. Geriefter Ring, nicht glatt

    5. sofort ins Auge stechend: der Rötende Aspekt

    Es kann nur ein Perlpilz sein, Pantherpilz ausgeschlossen.



    Nun zu Pilz Nummer 2:

    1. Blickdiagnose ist schonmal Wulstling

    2. Nasses Wetter, viele Flocken abgewaschen

    3. Keine Volva, dafür eine Knolle, die sanft zum Stiel übergeht, keine Söckchen

    4. Geriefter Ring, nicht glatt

    3+4 schließen den Pantherpilz aus

    5. Kein rötender Aspekt, graue bis leicht bräunlich verfärbte Hutfarbe.


    Ich halte es sicher für den grauen Wulstling


    Ich habe moch einen kleinen, sehr frischen und innerlich perfekten Perlpilz gefunden und haben diesen nach Demonstration an die PSV dann auch verspeist. Ich war allerdings etwas enttäuscht. Also tolles, weißes und festes Fleisch. Aber für mich schmeckt er irgendwie nur wie ein Zuchtchampignon...

    Über die paar Totentrompeten habe ich mich gefreut, schade, dass sie alleine standen (zufällig mit im Bild).


    Schönen Oktober noch! :)

    Ich bin unsicher ob ich hier wirklich einen Frauentaubling liegen habe. Die Lamellen brechen nicht. Der Geschmack ist mild pilzig. Gefunden im Laubwald.


    Wie kamst du denn ursprünglich zu deiner Einschätzung als Täubling? Ich meine, du hast diese ja anhand bestimmter Eigenschaften für dich so gefällt.

    Hallo Pilznomade,

    ich sehe hier auch einen Rötelritterling.

    Aber: Nicht nur Feiglinge sondern vor allem verantwortungsvolle und vernünftige Menschen sichern sich bei einer solchen Fragestellung ab. Ich würde dringend empfehlen einen Pilzsachverständigen zu fragen und sich nicht auf die Antwort im Netz von einem Menschen zu verlassen, der persönlich unbekannt ist.

    Danke für deinen Input.

    EIn PSV ist für mich recht schwer erreichbar.

    Fürs erste begnüge ich mich jedoch ohnehin erstmal mit dem "Kennenlernen" der Art, habe trotz schöner Exemplare keinen Verzehr geplant.

    Bevor ich das irgendwann mache, werde ich aber nochmal einen PSV bemühen. 8)


    Hallo

    Deinen Geruchssinn musst du einfach trainieren, So ein junger und knackiger Rötelritterling sollte auch wunderbar riechen. Und den Geruch musst du dir einprägen. Alles was anders riecht ist auch etwas anderes oder vergammelt.

    Schleierreste sehen anders aus und wären sicherlich auch am Hutrand vorhanden.

    Hallo,

    das musst du aber - oder du lässt die Finger ganz von dem Pilz. Du solltest dir geruchsmäßig mehr zutrauen bzw. auch diesen Sinn bewusst trainieren. Eine gute Nase hilft in vielen Lebenslagen.


    Also ich schwöre, ich werde meine Nase immer dran halten ;)

    Allerdings habe ich ein bisschen Geruchssinn über covid damals eingebüßt, auch wenn er großteils wieder da ist. Daher bin ich da zurückhaltend und will vorallem die "Stinker" auch mal gerochen haben um zu checken, ob ich die heutzutage dann ebenso unangenehm wahrnehme oder ob da ein paar Geruchsfasern kaputt geblieben sind.

    So,

    letztens einige Maronen und einen tollen Steinpilz gefunden.

    Doch ich fand auch die ersten Nebelkappen - jetzt befürchte ich das baldige Saisonende, nachdem sie hier gerade erst angefangen hat.

    Im Grenzbereich eines Nadelwaldes fand ich dann auch die ersten Rötelritterlinge des Jahres, sofern ich da richtig liege. Habe mich erst November '23 erstmalig mit diesem Pilz befasst.

    Ich habe noch nie bewusst einen Bocksdickfuß gefunden - das würde es mir etwas leichter machen, meiner Bestimmung zu vertrauen.

    Geruchlich meinte ich direkt nach dem Anschneiden, die Zitrusnote gerochen zu haben, nach ein paar Stunden jedoch nicht mehr.

    Hier irritiert mich die bräunliche Verfärbung am Stiel, allerdings führte ich dies auf Verunreinigung/Beschädigung durch Nadeln und Erde zurück.


    Hier noch ein weiteres Exemplar:


    Gibt es für Feiglinge eine kurze Checkliste mit wenigen Eigenschaften, die man abhaken kann zur Abgrenzung zu den Schleierlingen? Also etwas mehr als nur die Abwesenheit von geringen, braunen Sporenspuren.
    Auf meinen Geruchssinn verlasse ich mich nicht so gern - und mir fehlt wie gesagt einfach der Fund eines verwechselbaren Schleierlings.

    Die sehen wirklich nicht mehr so ganz taufrisch aus...kann dir da vom Verzehr echt abraten.

    Vor 5 Jahren oder so war ich auch noch so, dass ich wirklich sehr sehr gammelige Pilze mitgenommen habe. Das kannte ich auch von Eltern und Großeltern noch so, das bekannte Motto "Zum trocknen sind sie doch noch gut genug" (auch, wenn sie oft genug noch ganz normal in die Pfanne kamen). Der Transport macht solche Pilzzombies dann auch nochmal nicht gerade besser...

    Ich selber habe auch nie Probleme bekommen - allerdings hat auch nicht jeder "Mitesser" zwingend dieselbe Toleranz, wenn die des eigenen Verdauungstraktes hoch ist.

    Habe mir das seit ein paar Jahren abgewöhnt und würde auch dir empfehlen, lieber nur frische und qualitativ hochwertige Pilze mitzunehmen und da keine Kompromisse einzugehen :)

    Glaube Kauen möchte ich nicht mehr :D

    Außerdem war das eine Stelle direkt am Wegrand an einem Pfosten, würde da immer zu sehr an Hundepipi denken.

    Habe das aber zum Anlass genommen, mir mal Reagenzien zu bestellen.


    Lag ich mit meinem Perlpilz und meinen Stockschwämmchen denn richtig und hat jemand eine Idee, was Nummer 8 ist?

    Hallo Pilznomade,

    die "Frucht" bei 6) ist ein Gallapfel, verursach möglicherweise durch die Eichengallwespe: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Eichengallwespe.

    Viele Grüße,

    Benjamin

    Danke, da fiel der Groschen :D


    Hallo Pilznomade

    Nr. 3 könntest du mal mit dem Fuchsigen Röteltrichterling - Paralepista flaccida vergleichen. Vielleicht noch wichtig zu erwähnen ist, dass sich hier mit Paralepistopsis amoenolens eine giftige ähnliche Art ausbreitet.

    Hast du Nr. 4 noch? Falls ja, hat der nicht mittlerweile bräunliche Flecken am Stiel und einen heringsartigen Geruch? Ich frage, weil ich hier an den Heringstäubling - Russula xerampelina dachte.

    LG
    Benjamin

    Nr. 4 ist relativ trocken mittlerweile. Kann aber keine braunen Stellen entdecken, nehme eigentlich gar keinen Geruch mehr an dem Pilz wahr.