Beiträge von ibex

    Hallo

    Für mich sieht das auch nach einem Dachpilz aus. Bei der Grösse und diesem Wachstum in Büscheln, könntest du dir mal den Braunschuppigen Dachpilz (Pluteus petasatus) anschauen.

    Schau dir z.B. mal dieses Video zu Pluteus petasatus an, das sieht schon sehr ähnlich zu deinem Fund aus:

    Plutée en Parasol (Pluteus Petasatus)
    Une espèce peu courante de la famille des plutées que l'on rencontrera sur les débris et sciure de feuillus (ici sous chêne pédonculé). Espèce considérée com...
    www.youtube.com

    LG
    Benjamin

    Hallo Reike

    Ohne mikroskopische Daten wird sich das leider nicht lösen lassen. Ich denke neben Coprinellus ellisii kommen da mindestens noch Coprinellus domesticus, Coprinellus xanthotrix und Coprinellus radians in Frage.

    Nach Winkler/Keller würden wegen dem Ozonium (dieser rostbraune Filz) Coprinellus xanthotrix und Coprinellus ellisii eigentlich ausscheiden, allerdings scheint dies im Schlüssel fehlerhaft zu sein. Ludwig gibt nämlich für alle Arten an, dass Ozonium möglich ist und auch im Fungi of Temperate Europe wird für Coprinellus xanthotrix Ozonium angegeben. Auch kann die Stielbasis bei allen genannten etwas knollig sein.

    Diese Gruppe ist leider schwer zu bestimmen und ohne mikroskopische Daten wird da kaum jemand etwas genaues dazu sagen können. Selbst mit mikroskopischen Daten scheint es oft knifflig zu sein.

    LG
    Benjamin

    Hallo Stephan

    bei dem angeblichen Schirmling hätte ich Bedenken, der Pilz hat nicht ansatzweise einen Stielring.

    Ich sehe das anders, da z.B. gerade Lepiota castanea eben keinen offensichtlichen Ring besitzt und Timm beschreibt sogar noch, dass sich am Stiel gegen unten Schuppen erkennen liessen, was für mich durchaus für eine flockige Ringzone (oder Gürtel) sprechen würde. Da Lepiota castanea eben gerade keinen deutlich erkennbaren Ring besitzt passt das für mich genau deshalb auch sehr gut. Ansonsten kann sich ja jeder mal verschiedene Foto davon im Internet oder Büchern anschauen. Ich bleibe daher auch bei meiner Einschätzung.

    Hier als Beispiel noch die Beschreibung zu Lepiota castanea aus Fungi of Temperate Europe, wo darauf hingewiesen wird, dass kein offensichtlicher Ring vorhanden ist:

    Zitat

    Lepiota castanea is a rather slender, ± red-brown, appressed-scaly Lepiota that lacks an evident ring, but has ± well developed red-brown
    girdles below the ring zone.

    Ansonsten stimme ich dir zu, dass eine Bestimmung mit solchen Fotos meistens kaum möglich ist.

    LG
    Benjamin

    Hallo Timm

    Spontane Gedanken:

    Nr. 1 dürfte ein Schirmling (Lepiota) sein und du könntest dir mal den Kastanienbraunen Schirmling (Lepiota castanea) anschauen.

    Nr. 4 könnte ich mir auch eine Telamonia, also etwas aus der Gattung Schleierlinge (Cortinarius) vorstellen.

    LG
    Benjamin

    Hi fungusmungus

    Ja, bei Lacktrichterlingen (Laccaria) habe ich das schon ziemlich oft gesehen. Das geht auch noch extremer, schau mal, z.B. hier:

    Norddeutsche
    15. Oktober 2017 um 14:10

    LG
    Benjamin

    Lieber Myzelio

    Ich sehe zwar deinen Punkt und natürlich akzeptiere ich eure Meinung, sehe es persönlich aber anders. Aber das ist ja auch gut so, wenn wir immer gleicher Meinung wären, wäre das Leben ja auch langweilig. :)

    Oft präsentiert jemand ja einige Pilze und fragt nebenbei, ob die Lesenden mitgehen mit den Bestimmungen. Dann sind die Daumen-hoch eben missverständlich und ich habe ich schon mehrfach gelesen, dass sich die Thread-Ersteller:innen dann öffentlich fragen, was die Daumen-hoch zu bedeuten haben.

    Wenn mir der Beitrag gut gefällt, dann gebe ich eben ein "gefällt mir" und schreibe in einem Beitrag, dass ich mit der Bestimmung zu Pilz soundso nicht einverstanden bin und dass es aus meiner Sicht die und die Art ist. Was bringt es dem Threadersteller, wenn jemand nur ein Reaktionsemoji vergibt, ohne dann auf die falsche Bestimmung einzugehen. Zudem weiss er dann auch nicht genau, ob die :thumbup: -Emojis Zustimmung zur Bestimmung oder nur "gefällt mir" signalisieren sollen, da dies voraussetzen würde, dass alle Emojis von allen so genutzt werden, wie hier beschrieben. Ein Daumen-hoch kann schliesslich beides signalisieren und man sieht ja zuerst mal nur :thumbup: .

    Und was mache ich für den Fall, dass ich mit der Bestimmung einverstanden bin und mir die Art und Weise der Anfrage gefällt? Dafür bräuchte ich dann ja im Prinzip nochmal ein zusätzliches Reaktionsemoji, das gefällt mir und Zustimmung signalisiert. Oder wenn mir die Art und Weise des Beitrags gefällt, ich aber mit der Bestimmung nicht einverstanden bin. Dann bräuchte ich noch ein zusätzliches Reaktionemoji "gefällt mir, Bestimmung falsch" oder in der Art, da mein Gegenüber in diesem Fall mit dem :thumbup: sonst auch nichts anfangen kann. Das wird dann doch alles zu kompliziert und man bleibt lieber bei möglichst wenigen Reaktionsemojis.

    Persönlich sehe ich aus diesen Gründen keinen Nutzen darin und in den seltenen Fällen, wo ein :thumbup: nicht genau passt, schreibt man einfach noch kurz einen Beitrag, da es sonst dem TE aus meiner Sicht auch nicht viel bringt.

    LG
    Benjamin

    Hi Uwe

    Das sehe ich ganz anders! Wenn jemand einen Pilz bestimmt und ich bin der gleichen Ansicht, dann den "sehe ich auch so"!

    Wenn jemand mal seine Funde zeigt oder andere Erkenntnisse teilt, dann "gefällt mir"!

    Und was spricht dagegen einfach in beiden Fällen das Gefällt-mir-Emoji zu verwenden, wie wir es seit Jahren in diesem und auch im eu-Forum machen? Ich sehe darin keinen Mehrwert, da beide Fälle mit einem Gefällt-mir-Emoji, wie es immer war, abgedeckt sind. Stellt jemand schöne Pilze ein, gebe ich ein "gefällt mir", gibt jemand einen Bestimmungsvorschlag und ich bin gleicher Meinung, gebe ich auch ein "gefällt mir", wo ist da das Problem?

    LG
    Benjamin

    PS: Danke Frank ( Hiatamandl ) , dass du das Gefällt mir-Emoji wieder ganz links platziert hast. :thumbup:

    Hallo zusammen

    Also ich sehe das ähnlich wie Stephan. Das Sehe-ich-auch-so-Emoji ist aus meiner Sicht ziemlich überflüssig, da ich das genauso gut wie früher mit dem Gefällt-mir-Emoji ausdrücken kann. Das würde ich also wieder entfernen. Die anderen könnte man aus meiner Sicht lassen, aber das Gefällt-mir sollte aus Gewohnheit am besten ganz links in der Liste platziert sein.

    • Das Teufelchen-Emoji :littledevil: z. B. hat als Alternativ-Text "horny", was auf deutsch "geil" im Sinne von "sexuell erregt" bedeutet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die wenigsten Autoren eines Beitrags in einem Pilzforum bei der Verwendung des Teufelchen-Emojis auf ihre aktuelle sexuelle Erregung verweisen wollen. (Anm.: Absichtlich kein Smiley-Emoji gesetzt)

    Ich dachte das war für die Gattungen Phallus und Volvariella bestimmt gewesen. ^^

    LG
    Benjamin

    Hallo Anika

    Der Braune Büschelrasling (Lyophyllum decastes) gehört zu einen Artenaggregat, das mindestens fünf Arten beinhaltet, die teilweise nur durch Sequenzierung sicher getrennt werden können.

    Ein gutes Merkmal für das Braune Büschelrasling Agg. ist die elastisch-knorperlige Konsisenz. Als Verwechslungsmöglichkeit käme mir spontan z.B. der Weissstielige Rötling (Entoloma lividoalbum) in den Sinn.

    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    Vielleicht noch als Ergänzung: Es gibt zwei dieser Ölbaumtrichterlinge, nämlich den Orangefarbenen Ölbaumtrichterling (Omphalotus illudens) und den Dunklen Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius). In Mitteleuropa kommt hauptsächlich der Orangefarbene Ölbaumtrichterling (Omphalotus illudens) vor. Ludwig schreibt sogar, dass der Dunkle Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius) nur in Südosteuropa und im Mittelmeergebiet vorkommt. Im Winkler/Keller steht, dass er in der Schweiz (Stand 2019) noch nicht nachgewiesen worden sein. Allerdings sind im Verbreitungsatlas von Swissfungi beide Arten O. illudens (häufiger) und O. olearius (nur zwei Funde) bereits kartiert. Einer der zwei Funde von O. olearius wurde von Markus Wilhelm, einem ausgesprochenen Pilzkenner 2017 in Basel kartiert. Im Buch Gminder/Karasch steht, dass O. olearius in Deutschland noch nicht sicher nachgewiesen worden sei.

    Die beiden können übrigens über die Ammoniakreaktion auseinandergehalten werden: O. illudens reagiert im Fleisch intensiv grünlich-schwärzlich, während O. olearius nur eine schwache grünliche Reaktion zeigt. Zudem gibt Ludwig noch an, dass sich O. olearius von O. illudens auch durch stark inkrustiertes Pigment und fehlende Oleiferen (Hyphen mit ölhaltigem Inhalt) im Hutfleisch unterscheidet.

    Ich denke das oben könnte gut der Dunkle Ölbaumtrichterling (O. olearius) sein, was auch gut zum Standort Mallorca passen würde. Um sicher zu gehen müsste man aber wohl die genannten Unterschiede anschauen, ausser vielleicht jemand kennt beide Arten makroskopisch so gut, dass er das so sagen kann. Persönlich habe ich bis jetzt erst zweimal O. illudens gesehen und die waren anders gefärbt, als die Pilze oben, aber ich kenne auch nicht die ganze mögliche Farbpalette der Art.

    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    Ich habe mir das getestete Modell von ChatGPT (GPT-4o) jetzt nochmal genau angeschaut und habe wohl leider einen Fehler gemacht. GPT-4 konnte in der Free/consumer Version keine Online-Recherche betreiben, aber es wurde ja GPT-4o getestet und dieses Modell konnte wohl schon Online-Recherche. In der Studie steht auch geschrieben, dass KIs benutzt wurden, die Online-Recherche bieten.

    Ich möchte mich für meinen Fehler entschuldigen (besonders auch bei CH-Andy und Rooki ) und werde meinen Beitrag oben noch anpassen. Ich habe mir die Studie jetzt nicht im Detail angeschaut, aber ein paar Sachen kurz getestet und soweit ich gesehen habe, hat GPT-5 schon wieder grosse Fortschritte (gerade auch beim richtigen Nutzen der Online-Recherche) gemacht. In der nächsten Studie wird man sehen, ob sich diese auch im Resultat der Studie widerspiegelt.

    Mir persönlich nimmt ChatGPT jedenfalls viel Arbeit ab und es macht meine Arbeit viel effizienter, aber wie schon gesagt, bin ich auch der Meinung, dass man gerade bei unbekannten Themen oder auch sonst im Zweifel die Quellen anfordern sollte und diese prüfen sollte, da die ChatGPT natürlich noch lange nicht perfekt ist.

    LG
    Benjamin

    Hallo

    Mein Beitrag ergibt jetzt nicht mehr so viel Sinn, da ich mich bei den Modellen vertan habe und fälschlicherweise davon ausgegangen bin, dass bei GPT-4o noch keine Online-Recherche möglich war, wie es bei GPT-4 der Fall war. Von mir aus kann der Beitrag daher gelöscht werden oder auch stehen gelassen werden, das kann ja Frank Hiatamandlentscheiden. Der Transparenz halber habe ich die falschen Stellen nur durchgestrichen. Ich bitte um Entschuldigung.

    Edit: Ich habe gerade gesehen, dass ich in meinem Beitrag auch etwas durcheinander gebracht habe, weil du ein Zitat, das von StephanW stammt, als jenes von Albus in deinem Beitrag darstellst. Daher habe ich meinen Beitrag jetzt nochmal angepasst.

    als Quelle dieser Zahlen hatte ich in meinem Beitrag weiter oben schon auf die Studie der Europäischen Rundfunkunion, an der aus Deutschland ARD und ZDF mitwirkten, sowie einen Beitrag dazu auf dem Computer-Fachmagazin ct verwiesen. Im Appendix der Studie wird übrigens die Methodologie der Studie ausführlich beschrieben.

    Für mich ist neben der hohen Fehlerquote der KI-Antworten besonders bedenklich, dass die untersuchten KI-Systeme (ChatGPT, Copilot, Gemini und Perplexity) zu unbelegten Behauptungen tendieren, da sie bei der Quellennachverfolgung Fehler begehen, veraltete Informationen verwenden und sogar Links auf ihre Behauptungen stützende Quellen schlichtweg erfinden.

    Wie gesagt habe ich mich zu dieser Studie nicht im Speziellen geäussert, da ich sie gar nicht genau angeschaut habe. Wie ich oben geschrieben habe, habe ich nur kurz den Tagesschau-Artikel gelesen und kurz den Test mit dem Papst und einem aktuellen Ereignis gemacht.

    Ich habe aber gesehen, dass sich die 81% anscheinend auf diese Studie beziehen und daher habe ich sie mir jetzt doch kurz angesehen. Mir ist aufgefallen, dass die an die KIs gestellten Fragen vermutlich absichtlich ziemlich viele aktuelle Themen beinhalteten. Zudem wurde in der Studie die Free/consumer Version von GPT-4o verwendet, die in der verwendeten Free/consumer Version mit den Standardeinstellungen noch keine Online-Recherche zuliess und mit einem Wissensstand vom Juni 2024 gearbeitet hat. Wie soll dieses Modell dann auch aktuelle Fragen der Studie vom Mai/Juni 2025 richtig beantworten können? So war eigentlich von Anfang an klar, dass die KI bei aktuellen Fragen Fehler machen würde. Die Studie ist zwar noch nicht so lange erschienen, aber schon wieder veraltet und es müsste eine mit GPT-5 gemacht werden, das bei aktuellen Themen kurz eine Internet-Recherche macht und auch eine deutlich geringere Halluzinationsrate aufweist.

    Aus den genannten Gründen ist die Studie für mich leider nicht viel Wert. Wenn ich eine Studie mache und weiss, dass unter anderem ChatGPT mit dem Modell GPT-4o, welches ich teste, Wissen bis zum Juni 2024 zur Verfügung hat und durch die Free/consumer Verison keine Internet-Recherche der KI möglich ist, ist ein schlechtes Abschneiden ja wohl vorprogrammiert und man hätte sich den Test sparen können (zumindest mit Fragen zu aktuellen Ereignissen, die nach Juni 2024 stattfanden), ausser man wollte die KI bewusst schlecht aussehen lassen. Das ist ja dann wie wenn die KI versuchen müsste, die Zukunft vorherzusagen. Spannend wäre daher nur ein aktueller Test mit ChatGPT Modell GPT-5 mit instant Online-Recherche.

    Dass GPT-4o in der Free/consumer Version mit den Standardeinstellungen, wie es in der Studie verwendet wurde, nur Wissen bis Juni 2024 enthält, hätte man den Release-Notes von OpenAI einfach entnehmen können (https://help.openai.com/en/articles/96…l-release-notes ).

    Edit: Das Grundwissen ist zwar nur bis Juni 2024, es war aber mit GPT-4o (im Gegensatz zu GPT-4) bereits Online-Recherche möglich (auch in der Free/consumer Version), was ich fälschlicherweise nicht wusste. Ich bitte um Entschuldigung. Hier steht es: https://help.openai.com/en/articles/92…t-free-tier-faq

    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    Also mich würde das Script echt interessieren.
    Packst es am besten in einen Spoiler und dort in einen Code-Block, dann wird es nicht verändert beim posten.

    Gerne, hier ist es. Spoiler scheint gar nicht nötig zu sein, da es im Code-Block automatisch verkürzt bzw. ausklappbar dargestellt wird:

    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    hier ein Bericht über eine europaweite Studie zu falschen KI-Anworten:

    Also den Tagesschau-Artikel habe ich mal kurz gelesen und konnte irgendwie nicht glauben, dass ChatGPT sagt. dass Papst Franziskus noch lebt, wie es im Artikel behauptet wird, da mittlerweile bei solchen Ereignissen (Modelle mit älteren Daten eigentlich zusätzlich aktuelle Online-Daten miteinbezogen werden sollten). Also habe ich getestet und die gleiche Frage gestellt:

    Da der verlinkte Artikel erst vor wenigen Tagen erschienen ist (27.10.25), hätte ich von der Tagesschau schon erwartet, dass sie das selbst nochmal kurz testen (eine Arbeit von 1 Minute), bevor sie es so in den Artikel schreiben.

    Schliesslich sollte bei aktuellen Ereignissen mittlerweile normalerweise eine Onlinerecherche betrieben werden, wie man auch hier sieht:


    heute war in unserer Zeitung auch ein Bericht über die aktuelle Leistungsfähigkeit von ChatGPT. Darin hieß es, dass die Antworten zu 81 % fehlerhaft seien, dass aber die wenigsten Nutzer dies auch erkennen könnten, da die Fehler mit einer gewissen Überzeugungskraft präsentiert und unkommentiert im Raum stehenbleiben würden.

    Wurde diese Angabe denn auch mit einer Quelle oder mit einer genauen Beschreibung des Testablaufs belegt? Von einer seriösen Zeitung würde ich das nämlich erwarten, ansonsten ist das für mich nämlich erst mal eine leere Behauptung, die in den Raum gestellt wird. Also eigentlich das, was man der KI gleichzeitig vorwirft. :) Wenn es ein fairer und ausgewogener Test war, glaube ich die Zahl von 81% einfach nicht und ich möchte den Testablauf sehen und nachvollziehen können, denn Papier ist eben auch oft geduldig.

    Zum Beispiel hätten kürzlich AfD-Parlamentsabgeordnete mithilfe von KI Falsch-Videos von Politikerkollegen ins Bild gerückt und dies als zulässige politische Meinungsäußerung verteidigt. Das Wahlvolk hätte zunächst diese Desinformation geglaubt.

    Die Gefahr, dass KI auch mal missbräuchlich eingesetzt wird, besteht allgemein. Zur AfD: Anscheinend sind die Leute mit der gemachten Politik im Land schon länger nicht mehr zufrieden und daher sind wohl auch die anderen Parteien (vermutlich durch schlechte Politik) schuld, dass die AfD immer mehr Zulauf erhält. Deutsche Gäste beklagen bei uns jedenfalls seit einigen Jahren deutlich häufiger Ihre schlechte Regierung und es wurden die letzten Jahre immer mehr, die sagten, dass es ihnen reicht und sie beim nächsten Mal die AfD wählen würden. Daher überrascht mich diese Entwicklung auch ganz und gar nicht. Mit KI hat das Ganze aber wirklich absolut gar nichts zu tun. Ich gehe aber auf solche Diskussionen von Gästen nie ein, denn mein Grossvater hatte früher schon gesagt es gibt zwei Sachen, über die man mit seinen Gästen nicht diskutiert, da es so häufig zu Streitereien kommt und das sind Politik und Religion. Ich finde er hatte absolut recht, daher finde ich es falsch, dass du hier, wie auch im anderen Forum versuchst eine Diskussion zu einer politisch gefärbten Diskussion werden zu lassen. Soweit ich weiss hat die AfD laut Umfragen mittlerweile einen Anteil von etwa 25% in Deutschland. Wenn jeder 4. also vor hat die AfD zu wählen, heisst das für mich, dass es hier und auch im anderen Forum mit Sicherheit User gibt, welche auch AfD-Wähler sind und daher kann so ein Thread schnell in einer Streitigkeit ausarten, was ich sehr schade finden würde und in einem Pilzforum aus meiner Sicht nichts verloren hat. Zudem hat das Ganze eigentlich auch nichts mit dem eigentlichen Thema KI zu tun.

    Ich war mal in einem anderen Fach-Forum aktiv. Dort fing ein Teil leider auch mit der Zeit an über Politik zu diskutieren und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, zu welchen Streitereien dies geführt hat (auch zwischen Usern, die vorher super miteinander klar kamen).

    Natürlich könnt ihr es machen, wie ihr wollt, persönlich werde ich mich aber bei politischen Diskussionen lieber heraushalten, da ich weiss, wo das enden kann.

    Hier noch ein kurzes Beispiel, was die KI eben auch leisten kann und wo man extrem viel Arbeit einsparen kann. Obwohl die Erklärung von mir nicht gerade so einfach zu verstehen ist, konnte mir die KI ein vollständig funktionierendes Python-Skript schreiben, das mir viel Arbeit erspart. Hier ist nur meine Aufgabenstellung, das Skript wäre weiter unten, aber ich denke das muss ich nicht auch noch hinzufügen, ausser jemand möchte es noch sehen:


    Übrigens lasst doch mal eine Pilzbeschreibung aus einem Fachbuch in Fremdsprache (Französisch, Italienisch, Spanisch, Englisch) auf Deutsch übersetzen. Ich war erstaunt über die detaillierten und guten Übersetzungen. Da steht DeepL im Gegensatz dazu wirklich schlecht da.

    Natürlich soll man immer kritisch bleiben und im Zweifel Quellen von ChatGPT verlangen und diese anschauen. Aber KI erspart mir in vielen Bereichen enorm viel Arbeit und ich denke es geht auch anderen so. Zudem investieren die grössten Firmen der Welt Unsummen in die Erweiterung von KI und ich glaube nicht, dass die alle blöd sind. Der Schaufelverkäufer von KI Nvidia ist mittlerweile übrigens das wertvollste Unternehmen der Welt und hat mittlerweile einen Börsenwert von über 5 Billionen Dollar ($ 5'000'000'000'000).

    LG
    Benjamin

    Hallo Stephan

    Ich habe da eine ganz andere, liberale Sicht auf Dinge.

    Was hat man damals große Erwartungen und Hoffnungen in die Sozialen Medien gesetzt, als sie implementiert wurden? Mittlerweile haben sie sich so entwickelt, dass sie eigentlich verboten gehörten, wenn unsere Gesellschaft sozialverträglich fortexistieren will. Wie sich zeigt, denkt aber niemand daran, sie zu verbieten, und so geht dann alles munter weiter seinen Gang und mit der Menschheit geht es immer weiter bergab (man hat das Gefühl, je mehr Aufwand reingesteckt wird, damit für uns alles immer besser und besser wird, wird es tatsächlich für uns immer schlimmer).

    Sicher ist da nicht alles Gold was glänzt und man sollte Ihre Funktionsweise und den Umgang damit verstehen. Aber warum sollten sie deshalb gleich verboten werden? Ich bei ein grosser Gegner von Verboten, weil sie in den meisten Fällen kontraproduktiv sind und die Freiheit einschränken. Und nur weil einige mit sozialen Medien nicht zurecht kommen, soll man sie gleich für alle verbieten? Hätte man dann den Hammer damals, nachdem er erfunden wurde, auch verbieten sollen, weil sich einige damit auf die Finger gehauen und sich verletzt haben?

    Sollen wir wirklich von unserer freiheitlichen Gesellschaft (die jetzt leider schon immer mehr eingeschränkt wird) abkommen und einen ähnlichen Weg wie China mit vielen Verboten und extrem grosser Kontrolle gehen? Zudem sind Verbote ohnehin dazu da umgangen zu werden, gerade wenn viele diese nicht akzeptieren. Obwohl in China sehr viele soziale Medien (ausser ihre eigenen), Google und viele anderen Websites gesperrt sind, wissen viele Jugendlichen dort schon lange, wie sie diese Sperren umgehen können.

    Aus meiner Sicht ist das grösste Problem die Bildung. Und das betrifft soziale Medien gleichermassen wie die Nutzung von KI. Die Kinder müssten in der Schule dringend besser im Umgang damit geschult werden. Es müssen Ihnen die Gefahren, aber auch die Möglichkeit aufgezeigt werden. Ein Problem ist dort aber vermutlich, dass sich viele Lehrer damit einfach selbst zu wenig auskennen. Wenn ein Lehrer selbst noch nie soziale Medien oder eine KI genutzt hat, wie soll er dann seine Schüler im Umgang damit erfolgreich unterrichten? Das funktioniert eben leider nicht und da sehe ich persönlich ein grosses Problem. Verbote sind aus meiner Sicht absolut keine Lösung und bringen nichts, ausser dass die Gesellschaft immer mehr in ihren Rechten und Möglichkeiten eingeschränkt wird.

    Und zu den Fähigkeiten von KI: es ist wirklich toll, was KI schon alles kann. Nur Pilzbestimmung gehört nachweislich nicht dazu.


    Da stimme ich eben gerade überhaupt nicht zu und das beste Beispiel dafür hat Panikpilz weiter oben in folgendem Abschnitt genannt:

    Grundsätzlich muss man bei KI-Systemen unterscheiden, für welchen Zweck sie eingesetzt werden und welche Trainingsmodelle dahinterstecken. In Bereichen wie z. B. Mustererkennung, Expertensystemen oder in eng definierten medizinischen Diagnosefeldern sind KI-Systeme schon sehr gut und erzielen teilweise sogar deutlich bessere und schnellere Ergebnisse als natürliche Intelligenzen.


    Eine KI, die ausschliesslich makroskopisch Pilze erkennen muss, benötigt eigentlich nur eine ausgefeilte Mustererkennung und berechnet dann die Wahrscheinlichkeiten. Dafür reicht eine diskriminative KI mit einer möglichst fehlerfreien und grossen Datenbasis mit möglichst vielen Arten völlig aus. Auch ein erfahrener Pilzkenner arbeitet bei der makroskopischen Bestimmung im Prinzip gleich. Er erkennt Muster und benennt dann die wahrscheinlichste Art. Wenn er vor Ort ist, hat er natürlich den Vorteil, dass er noch zusätzliche Informationen, wie z.B. Geruch oder Haptik zur Verfügung hat. Die KI hat aber je nachdem eine riesige Menge an Bildern einer Art in allen möglichen Zuständen von jung bis alt und von allen möglichen Blickwinkeln in ihrer Datenbank. Da Speicher heute so günstig ist, kann man ihr fast unbegrenzt weitere Arten und Fotos hinzufügen. Ein gutes Beispiel liefert z.B. die Tumorerkennung: Dort ist die KI bei der reinen visuellen Mustererkennung (also einen Tumor auf einem Bild) erkennen in den meisten Fällen deutlich schneller und zuverlässiger als der Mensch. Warum sollte das bei der makroskopischen Pilzerkennung, die ebenfalls im Kern auf Mustererkennung beruht, anders sein?

    Einige dieser Erkennungs-Apps haben die letzten Jahre wirklich grosse Fortschritte gemacht. Eine, die ich vor einer Weile mal getestet habe und die mich wirklich erstaunt hat, war die bereits genannte App Picture mushroom. Im Idealfall macht man dort drei Fotos (Seite, oben, unten) und die App gibt die wahrscheinlichsten Arten aus. Ich war teilweise wirklich überrascht, was da alles erkannt wurde.

    Es ist auch nicht so, dass nur jemand, der mitten in der KI-Entwicklung oder Nutzung steckt, mitreden kann. Man muss auch kein Ei legen können, um sich eins zu braten.


    Dein Satz widerspricht sich aber aus meiner Sicht. Ich stimme zwar zu, dass man kein KI-Entwickler sein muss, um über KI mitreden zu können, was ja auch unrealistisch wäre. Aber ohne eigene Erfahrung mit KI kann man sich schlicht und ergreifend kein fundiertes Urteil dazu bilden. Das wäre wie wenn ich ein Hotel bewerten würde, in dem ich noch gar nie übernachtet habe.
    Dein Beispiel mit dem Ei stimmt für mich übrigens nicht: Denn wenn du ein Ei brätst, dann nutzt du es ja bereits. Man muss also kein KI-Entwickler sein (das Ei legen können), aber man muss die KI genutzt haben (das Ei braten), um darüber richtig urteilen zu können.

    LG
    Benjamin

    Hallo Panikpilz

    Sobald es aber um generative Modelle geht, werden die Grenzen und Gefahren der KI sehr deutlich.

    Aber eben auch deren Möglichkeiten. Erst durch generative Modelle nahmen die Leute KI überhaupt richtig wahr. Es sind die Modelle, mit denen man sich unterhalten kann, die etwas erklären können, die Texte in erstaunlicher Qualität übersetzen können, die dir ein Bild, Video oder Logo erstellen können, die dir auf Wunsch innert kürzester Zeit ein massgeschneidertes Skript zur Automatisierung von Aufgaben oder eine komplizierte Excelformel schreiben können und vieles mehr. Ein grosser Teil Programmcode, auch bei den grossen Firmen, ist mittlerweile KI-generiert.

    Eine diskriminative KI erkennt grob gesagt nur Muster und berechnet Wahrscheinlichkeiten, um Daten richtig einzuordnen, während eine generative KI eben Inhalte generieren kann. Das ist ja genau das, was die Leute an einem generativen Modell fasziniert. Natürlich birgt das auch Gefahren, da die KI durch Halluzinationen auch mal etwas behaupten kann, was nicht stimmt und daher habe ich oben auch geschrieben, dass man sich deshalb idealerweise in einem Gebiet schon etwas auskennen sollte oder sonst zumindest immer Quellennachweise von der KI verlangen soll und diese überprüfen. So mache ich es, wenn ich mich in ein neues Thema einarbeiten möchte und überprüfen möchte, ob die Infos, die mir die KI liefert auch richtig sind. Gefährlicher sind aber vermutlich ohnehin KI-generierte Fotos und Videos, die sich schon jetzt kaum noch von der Realität unterscheiden lassen können. Es kann dann mit der Zeit fast unmöglich werden zu erkennen, was real und was generiert ist (z.B. Fake-Videos).

    Ansonsten denke ich macht es hier keinen grossen Sinn, sich weiter über KI zu unterhalten. Wenn man KI verteufelt wird meistens gejubelt, wenn man deren Möglichkeiten erläutert, sehen diese viele anscheinend nicht, oder sie möchten sie nicht sehen. Ich denke, dass viele die schlecht über KI reden, selbst noch gar nie eine genutzt haben und das ist aus meiner Sicht dann einfach nicht fair. Natürlich sehe ich auch grosse Gefahren, die man sehr ernst nehmen muss, aber eben auch sehr grosse Möglichkeiten.

    Ich finde das Zitat von Stephan Hawking gut und treffend:
    "Success in creating AI could be the biggest event in the history of our civilisation. But it could also be the last – unless we learn how to avoid the risks."
    Auf Deutsch etwa:
    "Die Erschaffung einer echten künstlichen Intelligenz könnte das grösste Ereignis in der Geschichte der Menschheit werden –
    oder unser letztes, wenn wir nicht lernen, die Risiken zu beherrschen."

    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    Zuerst mal eins vorweg, ich bin in vielen Bereichen ein grosser Fan von KI und erachte sie als unglaubliche Unterstützung, wenn man sich in einem Bereich schon relativ gut auskennt. Durch KI konnte ich in einigen Bereichen meine Lerngeschwindigkeit deutlich erhöhen, gerade auch bei Fachbegriffen und in der Welt der Mikroskopie, da ich mir das zu einem grossen Teil selbst beibringen musste. Warum schreibe ich, dass man sich im Bereich schon etwas auskennen sollte? Das hat den Grund, dass es bei KI-Systemen hin und wieder zu Halluzinationen kommt und sie etwas erzählt, das nicht stimmt. Diese Halluzinationen sind aber mittlerweile schon deutlich besser geworden.

    Ingo123 Dieser Fall ist typisch für die KI, da sie bei Pilzen oft sehr viel Mühe mit den deutschen Namen hat. Wenn ich ChatGPT zu Pilzthemen etwas frage, benutze ich daher schon seit eh und je immer nur die wissenschaftlichen Namen. Das funktioniert wirklich viel besser. Daher mein Tipp an dich und auch an die anderen, wenn sie z.B. ChatGPT benutzen und eine pilzbezogene Frage stellen: Verwendet immer die wissenschaftlichen Namen der Pilze und entnehmt den Antworten auch immer die wissenschaftlichen Pilznamen, da die deutschen eben oft fehlerhaft sind.

    Die ganze Misere der KI-Aktivitäten im mykologischen Bereich wird momentan in einem Parallelthread deutlich. Da versucht jemand, die Database, auf der das KI-Instrument basiert, mit den Daten eines mutmaßlich falsch bestimmten Pilzes zu füttern. Dieser Mensch zeigt sich komplett davon unbeeindruckt, dass die anderen User von mutmaßlicher Fehlbestimmung sprechen und von einem Datenupload abraten. Stattdessen beharrt er darauf, dass er bei der Bestimmung richtig liege und die Daten der Database zur Verfügung stellen werde.

    Wenn die Database mit solchen Falschdaten unterfüttert wird, und zudem von Leuten, die ihre Daten nicht einmal der kritischen Revision unterziehen, und die erkennbar nicht genügend fachkundliches Wissen haben, um Pilze richtig zu bestimmen, wundert es mich nicht, wenn die KI solch absurde Resultate generiert. Dann ist vielleicht nicht die Software das Problem, sondern es ist die große Menge an Falschdaten, die ungeprüft upgeloaded werden. Damit eine Pilzerkennungs-KI richtig arbeitet, braucht es jedenfalls nicht nur Programmierungskenntnis (an der hapert es meistens nicht), sondern in erster Linie mykologische Fachkenntnis (an der scheint es dagegen schwer zu hapern). Und es braucht Datenqualitätskontrolle.

    Entschuldige, aber hier muss ich kurz einhaken, Stephan. Von welchem KI-Instrument bzw. App reden wir hier eigentlich und warum weisst du, dass diese ungeprüft Bilder von Wikimedia als Datengrundlage verwendet? Warum wird so oft von der KI, die absurde Resultate liefert geredet, obwohl es dutzende verschiedene KI-Systeme gibt? Wie ich schon öfters gesagt habe gibt es schlechte und gute. Ich bin ziemlich sicher, die besten Systeme würden mittlerweile schon viele erfahrene User im Erkennen möglichst vieler verschiedener Arten nur nach Bildern in die Tasche stecken und das wird in Zukunft noch extremer werden auch wenn das vielleicht einigen nicht gefällt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es viele Leute gibt, die über KI-Systeme schimpfen, obwohl sie sich noch gar nie intensiver damit beschäftigt haben und vielleicht noch gar nie getestet haben.

    Wo ich dir allerdings recht gebe ist die Wichtigkeit der Datenqualitätskontrolle. Das ist eigentlich das Wichtigste. Die Datengrundlage sollte möglichst viele Bilder möglichst vieler Arten enthalten und diese sollte möglichst wenig Fehler enthalten. Wenn das gegeben ist, dann kann so eine KI in der Bilderkennung wirklich unglaublich gut sein.

    Was natürlich klar ist: Eine KI die nur mit Bildern arbeitet kann auch nur das beurteilen, was sichtbar ist. Wenn sich also eine Art nur mikroskopisch bestimmen lässt, kann sie ohne weitere Infos auch nicht die richtige Art bestimmen.

    Bei vielen Pilzgattungen bzw. Arten ist die KI aber völlig überfordert wie z.B. bei Egerlingen, Täublingen, Korallen, kleinen Weißen, Braunen usw. Je mehr charakteristische Eigenschaften ein Pilz hat und je besser man diese mit einer App im Foto erfasst, desto höher kann die Trefferquote sein, ohne aber Varietäten zu unterscheiden.

    Aber das ist ja eigentlich auch logisch, oder? Selbst der beste Mykologe der Welt kann einen Pilz rein makroskopisch nur bestimmen, wenn dieser eben auch makroskopisch zu bestimmen ist. Wie soll eine KI oder auch eine Person etwas makroskopisch bestimmen, wenn sie z.B. für die richtige Bestimmung wissen muss, ob Schnallen vorhanden sind oder nicht. Egerlinge können teilweise nicht einmal mikroskopisch oder makrochemisch bestimmt werden, sondern nur durch eine Sequenzierung.

    Die Zukunft wird aus meiner Sicht so aussehen: Man gibt ein kleines Pilzstück in ein Gerät. Dieses extrahiert dann die DNA, sequenziert sie und wertet sie aus. Auf dem Display steht dann z.B. Cortinarius traganus - 99.8%. Ich denke mit dieser schnellen Entwicklung wird das gar nicht mehr so lange dauern.

    LG
    Benjamin

    Hallo MisterX

    Boletales heißt es allerdings auch im Screenshot von AustriaMyko, dementsprechend könnte man dann auch nicht sagen, Schmierlinge gehören zu den Röhrlingen. Aber ich verstehe, was du meinst :thumbup:

    Ja, Boletales ist aber die Ordnung und diese heisst übersetzt Röhrlingsartige und nicht Röhrenpilze, das ist ein Fehler in diesem Text (Screenshot von Austria). Und nein, man kann nicht sagen Schmierlinge gehören zu den Röhrlingen, aber man kann sagen Schmierlinge gehören zu den Röhrlingsverwandten.

    Also für das Kuhmaul: Ordnung Boletales (Röhrlingsartige) -> Familie Gomphidiaceae (Schmierlingsverwandte) -> Gattung Gomphidius (Schmierlinge)

    Die Verwandtschaftsgrade zeigen sich sehr gut in der Genetik der Pilze, auch mikroskopisch sieht man sie oft gut.

    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    Pilz Nummer 1 ist das Kuhmaul, der gehört zu den Schmierröhrlingen.

    Der erste Teil deines Satzes stimmt, der zweite aber nicht. Das Kuhmaul (Gomphidius glutinosus) gehört nicht zu den Schmierröhrlingen (Suillus), sondern zu den Schmierlingen (Gomphidius).

    Jafungi die Info dass das Kuhmaul (Gomphidius glutinosus) zu den Schmierröhrlingen (Suillus) gehört stimmt also nicht.

    Lustigerweise gehören auch Kartoffelboviste zu den Röhrlingen ^^

    Auch das stimmt nicht. Kartoffelboviste gehören nicht zu den Röhrlingen, sondern nur in die Ordnung der Röhrlingsartigen (Boletales).

    LG
    Benjamin

    Ich denke es handelt sich hier schon um lepista nuda (wegen den starken violetten Blätter) oder neu ,collybia nuda', da er jetzt scheinbar zu den Zwergrüblingen gehört (gemäss 123 Pilze und Wiki). wie ein Zwergrübling sieht er für mich zwar nicht aus :smilec:.

    Leider sind die Farben auf den Fotos oben nicht einheitlich und man kann sie so nicht genau beurteilen. Für Lepista nuda wären sie mir aber zu blass, der Hut ist ja schon fast weiss, wie es bei L. glaucocana öfters vorkommt und die Lamellen oben sind aus meiner Sicht nicht stark violett, sondern blass violett. Soweit ich weiss, ist bezüglich Collybia das letzte Wort noch nicht gesprochen, daher bleibe ich vorerst bei Lepista (siehe auch den folgenden Link):

    Für Lepista viel zu früh - oder? Was ist das? - Pilzforum.eu
    Moin zusammen, die Bilder hat mein Nachbar gemacht und mir gezeigt. Ala "Du kennst Dich doch aus..." Er hat die Pilze im Laub(wald) gefunden und beschrieb…
    www.pilzforum.eu

    Edit: Schmecken in der Pfanne tut er aber noch immer supergut. Konnte am Sonntag einige Hexenringe ernten. Von Oben sehen sie von Weitem wie Nebenkappen aus, die im Moment auch zahlreich in Hexenringen erscheinen.

    Das ist Geschmackssache. :) Mir schmeckt z.B. L. nuda nur als Pilzbutter, sonst nicht, ich mag die Konsistenz irgendwie nicht. L. glaucocana habe ich deshalb gar nicht probiert. Er soll ja schlechter schmecken und ist übrigens weder auf der Empfehlungsliste der VAPKO in der Schweiz, noch auf der Positivliste der DGfM in Deutschland.

    LG
    Benjamin

    Hallo

    Hallo, eine gewisse Ähnlichkeit besteht schon, allerdings fehlt bei allen von mir gefundenen Exemplaren der lappige Stielring.

    Nein, das häutige Teilvelum fehlt nicht, sondern ist oben auf mehreren Fotos deutlich zu sehen: Mal hängt es am Hutrand, mal verdeckt es noch die Lamellen der jungen Fruchtkörper. Man muss eben mal lernen, dass Pilze nicht immer wie auf dem schönen Pilzfoto (-zeichnung) im Pilzbuch oder Internet aussehen, wo meistens ein Fruchtkörper im Idealzustand gezeigt wird.

    Der Spitzschuppige Stachelschirmling besitzt einen unangenehmen Geruch, der an Schwefel erinnert, dieser PÜilz riecht nicht unangenehm, eher süßlich

    Wo steht, dass er an Schwefel erinnert? Der Geruch ist speziell, ich würde ihn als aufdringlich, irgendwie chemisch-süsslich beschreiben. Für manche stinkt er, für andere riecht er nicht schlecht. Ich glaube Martin tinup mag den Geruch sogar, wenn ich es noch richtig im Kopf habe.

    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    Ich schliesse mich hier Uwe mit dem Lavendelfarbenen Rötelritterling (Lepista glaucocana) an. Habe ich kürzlich auch erst gerade gefunden. Der Geruch ähnelt dem von Lepista nuda, ist aber nach meinem Empfinden oft etwas unangenehmer mit spermatischer Komponente.

    LG
    Benjamin