Beiträge von pilzscout

    Hallo Ulla und alle erfahrene Pilzbestimmer,

    im Versickerungsbereich einer kleinen Hangquelle sah ich viele kleine weiße Pilzfladen mit Größen von bis zu 1 cm. Diese wuchsen auf Erde oder auf Detritus von Buchenlaub. Ich nahm zwei davon mit und mikroskopierte. Eigentlich nahm ich an, dass beide gleich wären, aber dem war nicht so. Es könnten entweder zwei verschiedene Formen oder nur unterschiedliche Reifezustände sein.

    Nr. 1 zeigte keine Sporen/Konidien sondern gabelförmige Endhyphen wie bei den Dacrymycetales.

    Nr. 2 zeigte viele kugelige Sporen/Konidien mit kurzen Stielchen an nicht gegabelten Endhyphen, wie ich es ähnlich vom Geweihförmigen Schleimpilz (Ceratiomyxa fruticulosa) kenne. Allerdings waren die Sporen mit 3-5 µm (Stiele 1 x 1,5) kleiner als dort.

    Darf ich um Eure Meinung bitten, ob Ihr auch zu C. fruticulosa tendiert oder zu alternativem Schleimpilz Oder kommt hier ein Hyphomycet der Art Myriodontium infrage.

    VG, Tonio

    Nr. 1

    Nr. 2

    Hallo Pilzfreunde,

    ich weiß nicht so recht, entweder bin ich nach einem Jahr Karenzzeit aus der Übung oder es ist doch etwas nicht alltägliches. Irgendwie in Richtung Rötlingsartige.

    Gewachsen in einer Miste auf Pferdemist. Gesamtgröße 9 cm; Hutdurchmesser 3 cm; Stiel visuell glatt, mit Lupe leicht rau, an Spitze leicht gerieft; Hut glatt, aber am Rand im grauen Bereich leicht gerieft; Sporen 10-13 x 7-9 µm; Cheilozystiden 50 -80 x 10-20. Basidien sah ich nicht. SPP rot; Lamellen frei, glatt, eng, anfangs ockerlich-hellbraun.

    Leider sah ich nicht, ob ob eine Volva vorhanden ist, da ich nicht so in den Mist langen wollte. Ich werde wohl besser in meine Tasche Gummihandschuhe einlagern.Kann den jemand bestimmen?

    HG, Tonio

    Hallo Pilzfreunde,

    auf einer alten Königskerze zeigten sich sehr kleine schwarze Pustel. Diese enthielten Massen von gelben Sporen/Konidien von ca. 8-10 x 5 µm. Diese können lose oder in Strängen auftreten. Allerdings sehe ich diese nicht zum ersten Mal. Die kommen eigentlich in jeder Klebeprobe von Pflanzen, Ästen, Nüssen etc. vor. Aufgrund der Häufigkeit könnte die jemand kennen. Ich bin gespannt auf einen Bestimmungshinweis.

    VG, Tonio

    Hallo Hyphomycetenfreunde,

    obwohl dieser Schimmelpilz sehr charakteristische Merkmale aufweist, konnte ich ihn nicht bestimmen. Die schwarzen Konidien erinnern an Wardomycospis. Kann mir jemand wenigstens die Gattung nennen?

    HG, Tonio

    P.S. Kennt jemand ein Standardwerk für Zgomyceten?

    Hallo

    Judasohren haben keinen Eigengeschmack. Also muss man nachhelfen. Frische oder besser getrocknete Exemplare einige Stunden in Saucen legen bevor man sie in der Pfanne mit Butter erhitzt. Ich bevorzuge chillisauce sehr scharf, mit etwas Wasser verdünnt. Zum Nudelgericht geeignet.

    Hg, Toni

    Hallo Markus,

    Wenn man einen Pilz findet, der einem interessiert oder weil man ihn bestimmen möchte, kann man ihn bedenkenlos aufnehmen. Nur wenn er sehr selten ist oder auf der Roten Liste steht, sollte man davon absehen. Wenn man ihn dann nicht mitnehmen will, sollte man ihn in ein bis zwei Metern in den Baum hängen, dann kann er sehr breit aussporen. Das ist sogar für die windgetragene Verbreitung der Sporen dienlich. Das großflächigen Abernten von Speisepilzen sehe ich kritischer.

    Grüße, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    diesen vorgestern auf Laubholz gefundenen Rindenpilz mit blauen Flecken kann ich nicht einordnen. Kann der Pilz blauen oder ist das eine Fremdinfektion; oder hat da ein Vogel Blau- oder Efeubeeren gefuttert?

    Sollte man evtl. generell von weißen Rindenpilzen besser die Finger lassen, da sie meistens nicht bestimmbar sind. Jahreszeitlich bedingt sind idR nicht alle Merkmale ausgeprägt wie Sporen, Basidien, Zystiden .... Vermutlich gelingt die Bestimmung häufig nicht einmal mit Sequenzanalyse, da es hierfür keine Typstämme gibt, und wo Sequenzen vorliegen, kann das Objekt makro- und mikromorphologisch falsch bestimmt worden sein. Ich nehme auch normalerweise keine weißen Rindenpilze mit, aber dieser hat mich interessiert.

    Hat jemand eine Idee, was die Ursache für das Blauen sein könnte, und in welcher Richtung ein Artname zu suchen wäre?

    LG, Toni

    1) Im Wald: glasig, glatt, höckerig, blaue Stellen

    2) Zu Hause nach 2 Tagen: gefeldert, schrumpelig, faserig, filzig; sehr leicht abnehmbar; immer noch mit den gleichen blauen Stellen; auf Druck nicht blauend; Sporenabwurf negativ

    3) Ich habe gelesen, dass manche R-pilze Algen "verzehren". Könnten die Kugeln [(7) 9 x 9 (13) µm] alte/tote Algen sein; oder
    doch Sporen; oder sonstwas? Die Hyphen von den blauen Stellen sind bläulich, die Kugeln nicht.

    Hallo Andy,

    Mein Exemplar wuchs in einem Bruchwald an einem liegenden morschen Stamm unterseits. Dort wuchsen Weiden, Erlen, Eichen. Keine Birken. Das wäre für den Polsterförmigen eher ungewöhnlich. Zudem hat der entpr. der von Dir zitierten Seite keine Setae.

    Ich tendiere eher zum Muschelförmigen, Phellinopsis conchata. Der hat weißes SPP und runde Sporen. Was meist Du?

    HG, Toni

    Hallo Piolzfreunde,

    ich bin etwas verwirrt. Ich war mir sicher, dass es sich hierbei an Laubholz um einen Schmalporigen Feuerschwamm (Fuscoporia ferrea) handeln würde: passendes Erscheinungsbild; Poren 4-6 / mm; auch die speziellen dickwandigen Setae sind vorhanden. Aber hier ist die Sporengröße 5,5-6 x 4,8-5,4 µm, also fast rund. In der Lit. steht 6-8 x 2,5-3,5 (123pilzsuche), also - wie auch überall steht - "zylindrisch". Zudem steht dort "Sporenpulver bräunlich"; hier war es weiß. Was könnte das sonst sein?

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    diese Gruppen fand ich gestern bei 11 °C in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander im Gras/Laub bei Laubbäumen. Ich dachte zunächst an Frostrasling oder Schneeritterling. Aber da passt einiges nicht. Offenbar sind etliche durch Frost oder Licht ausgebleicht, aber sie gaben noch Sporen ab. FK kompakt/fest; Spp. weiß; Sp. 4,5-5,5 x 3,5 µm; Hut bis zu 4-5 cm. Schnallen oder Zystiden konnte ich weder bei der HH noch bei den Schneiden sehen. Hat jemand eine Idee trotz Schädigung/Alter?

    HG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    dieser angefragte Röhrling ähnelt dem Rotfußröhrling. Die ersten drei Bilder zeigen ihn links im Vergleich zum Rotfußröhrling: Hut heller, hellbraun mit leicht rötlichen Hauch; evtl. kleinere Poren; außen nur die Stielspitze rötlich; innen die Stielbasis rötlich; kein Blauen oder Schwärzen im Schnitt.

    Danke für eine Info!

    HG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    für diesen weißen bis braunen Porling finde ich keinen passenden Namen. Die Sporen sind allantoid und extrem dünn: 3-4 x 0,5-1 µm. FK leicht reflex (Hutfarbe wie Hymenium).

    Er ist weder gräulich (Bjerkandera) noch orange-rötlich (Fuscoporia, Phellinus). Das dritte Foto ist zu rostrot ausgefallen..

    HG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    ich weiß, man soll alte und frostgeschädigte Pilze nicht bestimmen, aber da man gerade in einer pilzarmen Zeit ist und die FK recht auffällig waren, hätte mich doch die Art interessieren. Sicherlich sind das für euch keine Unbekannte!

    Porling; auf Laubholz gewachsen; Hüte bis 4 cm; ca. 4 Poren pro mm und unregelmäßig; FK sehr weich, wässrig; Porenschicht leicht rosa; Hut oben braun; FK beim Aufbrechen rot; mit 5% KOH grün; Holz wird rot verfärbt; Sporen reichlich, allantoid, ca. 4,5 – 5,5 x 0,8 – 1,2 µm.

    HG, Toni

    Hallo Emil,

    ich kenne einen Artikel über "Blaue Milch". Dort war es eine Kontamination mit Gram-negativen Bakterien aus dem Taxon Pseudomonadaeae. Wenn das hier auch so wäre, müssten die Keime massiv vorhanden sein. Bei einer 1000fachen Vergrößerung wären diese gut sichtbar. Also kann man die Hypothesen von Isarschwammerl mit Jochpilzen, Algen, Tulasnella, Morteriella ... auch ausschließen. Es sei denn, die dort gezeigten Hyphen wären die Kontamination. Man müsste mal etwas von der blauen Masse auf diverse Agarmedien übertragen. Ein eigens produzierter Farbstoff zur Temperaturerhöhung erscheint mit auch unlogisch. Nachdem dieses Phänomen offenbar bei alten, wassergesättigten - evtl. nach Frosteinwirkung - Pilzen auftritt, könnte man auch die Theorie einer Farbveränderung durch autolytisch produzierte Abbauprodukte und Mitwirkung von Sauerstoff etc. in den Ring werfen.

    LG, Toni