Beiträge von Steigerwaldpilzchen

    Hallo,

    ohne mehr Input zum Täubling wird dieser unbestimmt bleiben.

    Sporenpulverfarbe wäre zunächst sehr wichtig.

    Wer Chemikalien hat, könnte ja verdachtsweise ein paar davon verwenden, wie Eisen(II), verd. Phenol-Lösung am Stiel oder konz. Ammoniak-Lösung auf den Lamellen. Vielleicht gibt's hier schon einen Treffer, dass man ohne Sporenpulver weiter kommt. :wink:

    Ich hätte mir schon ein paar Fotos im Habitat gewünscht und nicht daheim bei Kunstlicht.

    Übrigens würde ich nach ersten Nachtfrösten auch nicht viel auf die Färbung es Reizkers geben. L.quieticolor ist möglich aber nicht sicher.

    VG Thiemo

    Hallo,


    Sofern man Täublinge als solche sicher erkennt, kommt man durch Kauprobe (mild oder scharf) und Ermittlung der Sporenpulverfarbe schon ziemlich weit.


    Dann folgen Merkmale wie Ökologie, Geruch, Fleischvergärbungen (bis zum nächsten Tag beobachten) und einfache chemische Farbreaktionen.

    Mit etwas Erfahrung lassen sich auch einige einfache Arten direkt ansprechen.


    Zu 1 und 3 kann ich ohne mehr Infos und bessere Fotos nichts weiter sagen.

    2 ist tatsächlich der leicht erkennbare Ockertäubling.

    VG Thiemo

    Hallo,


    Vielleicht magst du in Zukunft noch ein paar Informationen liefern:

    Hiatamandl
    26. November 2018 um 10:00


    Insbesondere der Geruch ist hier wichtig. :lightbulb:

    So würde man den giftigen Nebelgrauen Trichterling ansprechen können und künftig leicht wiedererkennen.

    VG Thiemo

    Hallo,

    Wir helfen dir gerne bei Bestimmversuchen, jedoch gibt es keine endgültige Sicherheit nur per Foto. Bitte zeige die Pilze einem PSV vor Ort. Denn so etwas

    Naja das sie essbar sind ist zum einen Bauchgefühl, und zum andern riechen sie ganz angenehm ..

    ist höchst gefährlich. Wusstest du, dass gerade die stark giftigen Pilzarten nicht gerade schlecht riechen und schmecken?

    Lass doch deine Pilze etwas wachsen und mach dann neue Bilder direkt am Fundort bei Tageslicht.


    VG

    Hallo Lukas,

    Zudem einen Pilzberater vor Ort aufsuchen.

    Du machst euch beiden eine Freude, wenn du die Pilze vorsichtig sammelst und dabei nicht den ganzen Stiel anfasst. Dann bleiben die Schüppchen und der dünne Ring auch erhalten und du kannst vor Ort grünes Licht bekommen. Nur unzweifelhafte Stockschwämmchen dürfen, aus den weiter oben angesprochenen Verwechslungsgründen, freigegeben werden. Und dafür braucht es intakte Stiele, an jedem einzelnen Fruchtkörper.

    VG Thiemo

    Hallo,


    Hier ein kleiner Crashkurs zum Thema Farbbestimmung des Sporenpulvers bei Russula:

    Den aus dem Abwurf gewonnenen Sporenstaub im trockenen Zustand mit einer Klinge (Rasierklinge, Messer, ...) zu einem Häufchen zusammenschieben . Das Häufchen mittig auf einem Objektträger bringen, mit einem zweiten Objektträger abdecken und mit transparenten Klebeband fixieren. Nur so bekommst du eine Schicht in der Dicke, dass die Farben stimmen. Nun kannst du im Tageslicht, ohne direkte Sonneneinstrahlung die Farbe mit deiner Skala vergleichen.

    Nach Marxmüller würde ich die Sporenfarbe auf IIa hell Creme einordnen.

    Ob das wirklich so ist, darf daher stark angezweifelt werden.

    VG Thiemo

    Hallo,

    Kenn ihr den Fingerabdruck-Test? ;)


    Neben dieser puderartigen Hutoberfläche sind der meist nicht zentral sitzende Stiel und die deutlich herablaufenden Lamellen neben dem starken ranzigen Mehl/Gurken-Geruch wichtige Merkmale. Das mykologen-rosa Sporenpulver ist auch ein hartes Merkmal, aber allein darauf darf man sich nicht verlassen. Es gibt neben dem Riesen-Rötling auch noch allerlei andere Rötlinge. Übrigens sporen manche Trichterlinge auch blass(!) rosa ab.

    In der Pilzberatung würde ich keine Mehlräslinge freigeben, da hohen Verwechslungsgefahr besteht und sich der Ratsuchende im schlimmsten Fall das nächste mal vermeintlich sicher wähnt und einen Gift-Trichterling erwischt. Außerdem erachte ich zudem den Speisewert (mehliger Geschmack) für zu gering.

    VG Thiemo

    Hallo Steffen,

    am besten ist es sich vor Augen zu führen, dass Pfifferlinge keine Lamellen sondern Leisten haben.

    Leisten = unbewegliche Adern
    Lamellen = bewegliche Blätter oder wie eine Klinge

    Hier sind es dickliche, entfernt stehende und herablaufende Lamellen was zu der Fam. der Wachsblättler (Hygrophoraceae) führt.

    VG Thiemo

    Hallo,


    Ich sehe wie Benjamin #1 Lactarius helvus und #2 Lactarius aurantiacus.


    Lactarius rufus hätte, neben sehr scharf schmeckenden Milch und der mehr rotbraunen Farbe, eine anders beschaffene Hutoberfläche und einen zur Spitze und Basis heller gefärbten Stiel.


    VG Thiemo

    Hallo,

    Die deutliche Weinrote Verfärbung an verletzten Stellen schließt Edelreizker aus. Wahrscheinlich sind Lachsreizker, da müsste es aber Tannen im Wald geben.


    Wie Sepp bereits bemerkt hatte, sind einige Fruchtkörper bereits überaltert und generell dienen die Vorschläge hier nicht um Unsicherheiten vom Verzehr abzubauen.


    Zeige deine Pilze einem PSV vor Ort, der dir dazu noch mehr erklären und sie ggf. auch zum Verzahr freigeben kann.


    VG Thiemo

    Hi,


    Na dann hoffe ich nie am Violetten Mehlschirmling riechen zu müssen - Einen noch wiederlicheren Geruch wie den vom Schwefelritterling brauche ich echt nicht.


    Unvorstellbar für mich, den nicht wahrzunehmen.


    VG Thiemo

    Hallo MisterX,

    Mit welcher Begründung nimmt man denn in Schweden Penicillin statt Doxycyclin?

    Kann ich Dir nicht beantworten. Penicillin-Antibiotika (wie das Aminopenicillin Amoxicillin) sind bei einer möglichen Borrelien Infektion ebenfalls geeignet, werden aber in D weniger häufig verordnet. Vorteile von Amoxicillin: Darf auch bei Kindern verwendet werden und ist grundsätzlich mit weniger unerwünschten Arzneimittelwirkungen verbunden.

    Soweit ich weiß, können sich Borrelien nicht IN der Zelle verstecken. In die Zelle können nur Viren eindringen

    Viren müssen in die Zelle eindringen, da sie sich ohne deren Hilfe nicht vermehren können. Bakterien haben ihren eigenen Stoffwechsel und verstecken sich nur in Zellen um der Immunantwort zu entgehen. Das können nur wenige Bakterien, wie Clamydien, Tuberkulosebakterien aber auch Spirochäten wie Borrelien.

    Und selbst, wenn sie es könnten, würde ein Antibiotikum sue nicht erreichen, da dieses auch nicht IN die Zelle eindringt

    Das hängt vom Wirkstoff ab, Doxycyclin ist membrangängig.

    Genau das ist ja der Grund, warum Antibiotika bei Viruserkrankungen nicht helfen


    Eben nicht. Die Wirkung hängt vom Stoffwechsel (s.o.) bzw. Target ab. Doxycyclin bindet an die bakteriellen Ribosomen. Viren nutzen die menschlichen Ribosomen. Würden wir die mit einem Wirkstoff blockieren gingen in kürzester Zeit die Lebenslichter aus. Daher ist es ziemlich schwierig gut verträgliche Wirkstoffe gegen Viren zu entwickeln. Und für den Aufwand verlangt man unverschämterweise als forschendes Pharmaunternehmen auch noch Geld...:rolleyes:

    Und ja - in Dtl. MÜSSEN die Ärzte Doxy verschreiben, weil das laut Leitlinien so gefordert wird. Machen sie es anders, drohen rechtliche Konsequenzen.

    WIe erwähnt sind auch Penicilline für die Therapie von Borrelien zugelassen. Desweiteren müssen Ärzte keiner Leitlinie folgen. Haftbar zu machen sind Sie eher bei off-label Therapien (außerhalb der Zulassung eines Arzneimittels) - aber dazu befrage einen Anwalt für Medizinrecht.


    Ich würde mir einen Faktencheck wünschen, bevor Halbwissen verbreitet wird.

    VG

    Hallo Corinne,

    Meine Funde in unseren sauren Wäldern waren fast ausnahmslos in der Nähe von geschotterten Wegen.

    Nach Jurkeit (Band 2 S.135) zeichnet sich die Art durch Kalkstandort, stachelige Sporen, zugespitzte Epikutishyphen und inkrustierte Dermatozystiden aus. Funde an anderen Standorten hält er für andere Arten wie beispielsweise R.campestris und benennt auch mikroskopische Abweichungen.


    R.integra s.str. ist eine ganz schwierige Art. Tatsächlich schwirren diverse Arten und Formen um den Typus herum. Ich traue mir nicht zu die immer sicher von diesen anderen unterscheiden zu können und begnüge mich meist mit s.l. bzw. agg.


    Die schwachen Inkrustationen zu präparieren und auch die spärlichen iPh zu finden ist schon sehr fortschrittliche Pilzmikroskopie. Die Beurteilung dessen ist auch nicht leicht. Ich stelle die wenigen Funden, die ich nicht am Schotterweg machte, nur mit Zweifel zu R.integra und berufe mich auf die eigene Unzulänglichkeit. ^^


    VG Thiemo

    Hallo,


    Untergattung Polychomidia - weiter würde ich mich beim ersten Täubling nicht festlegen wollen.

    Zuerst dachte ich eher an den Heimtückischen/Zedernholz-Täubling Russula badia agg. aber bei der völlig richtig ausgeführten Kauprobe wäre dir die Schärfe sicher aufgefallen.


    Zum Braunen Ledertäubling Russula integra passt das saure Habitat eher nicht. Der Pilz braucht für gewöhnlich neutrale bis kalkhaltige Standorte. Ohne zu mikroskopieren und ohne Sporenpulver, kann man da nichts weiter sagen.


    VG Thiemo

    Hallo,


    Um deine Frage zu beantworten: Es zählt wie so oft das Gesamtbild. Lungenseitlinge sind nicht nur sehr hell gefärbt sondern auch etwas dünnfleischiger und neigen zum gilben. Insbesondere an der verkehrt löffelförmigen Wuchsform ganz junger Fruchtkörper, lässt sich dieser erkennen.

    VG Thiemo

    Hallo,

    Jetzt da das Kind in den Brunnen gefallen ist…
    Hat das nicht scharf geschmeckt? Nr. 1 sieht nach einer unverträglich und scharf schmeckenden „Säufernase“ wie dem Roten Stachelbeertäubling aus.


    VG Thiemo


    PS. Ein Denkanstoß: Einen Unbekannte Wulstling sollte man vielleicht nicht einfach essen, sonst kannst du schnell mal unter der Erde enden oder lebenslang mit transplantierten Organen und den benötigten Medikamenten leben.