Beiträge von Sepp

    fehlerhafter Trocknung

    Was kann man bei der Trocknung denn falsch machen? Kann es an einer zu hohen Trockentemperatur liegen? Verlieren die Morcheln dann vielleicht an Geschmack?

    Hallo Mister X,

    beim Trocknen kann man eigentlich nichts falsch machen, ich trockne bei etwa 40 - 50° C. Die Pilze bzw. Pilzteile müssen völlig trocken sein und dürfen nicht mehr elastisch/biegsam sein, dürfen also keine Restfeuchtigkeit mehr enthalten, sonst kann es bei der Aufbewahrung zu Schimmelbildung kommen.

    LG Sepp

    Hallo MisterX,

    ich habe mit dem Trocknen von Speisemorcheln keine guten Erfahrungen gemacht.

    Spitzmorcheln Ja, aber Morchelbecherlinge, Speisemorcheln, Verpeln und Käppchenmorcheln haben einfach nicht so besonders viel Geschmack.

    Das bisschen das sie haben, geht beim Trocknen auch noch verloren.

    Ich würde sie an deiner Stelle also gleich vernaschen, wenn sie schön geputzt und nur halbiert sind, halten sie im Kühlschrank auch gut 2 Tage.

    Hallo,

    die schlechten Erfahrungen mit getrockneten Speisemorcheln kann ich nicht nachvollziehen bzw. möchte diesbezüglich widersprechen. Ich entdeckte dieser Tage bei mir zuhause im hintersten Winkel eines Küchenschrankes ein Glas mit getrockneten, halbierten Speisemorcheln, welches ich jahrelang übersehen hatte. Das angeschriebene Sammeljahr 2016 (!) verhieß zunächst nichts Gutes, wenngleich sie optisch einwandfrei aussahen. Daher machte ich die Probe aufs Exempel und weichte einige Morcheln in kaltes Leitungswasser ein und ließ sie eine zeitlang aufquellen.

    Danach röstete ich sie mit ein wenig Öl und unter Zugabe der Einweichflüssigkeit sowie etwas Salz in einer Pfanne. Vom Geschmack war ich sehr positiv überrascht, die Speisemorcheln schmeckten beinahe so, als ob sie am Tag der Zubereitung frisch gesammelt worden wären bzw. konnte ich keinen Geschmacksverlust feststellen.

    Wenn jemand meint, getrocknete Speisemorcheln würden keinen Geschmack mehr haben, dann kann das meiner Meinung nach eher nur an fehlerhafter Trocknung/Aufbewahrung und/oder falscher Zubereitung gelegen sein.

    Wichtig beim Anlegen von Trockenpilzvorräten in Schraubgläsern: Saubere Gläser sowie Pilze müssen absolut trocken sein, Pilze nach dem Trockenvorgang bzw. vor der Befüllung auskühlen lassen und die Gläser in einem Raum mit normaler Zimmertemperatur aufbewahren.

    Gruß Sepp

    Hallo Porli,

    den Bildern nach liegst du mit dem Brätling richtig. Er zählt zu meinen absoluten Lieblingspilzen. Zu dem erwähnten Griller kann ich jedoch nichts sagen.

    Ich brate die Brätlinge immer in einer Pfanne mit wenig Öl und Salz. In früheren Zeiten, als es in den meisten Haushalten noch sogenannte Tischherde gab, wurden die Brätlings-Hüte einfach auf die heiße Herdplatte gelegt, 1 - 2 x umgedreht, gesalzen und verzehrt.

    Im Gegensatz zur Zubereitung anderer Pilze sollte man den Brätling nicht länger max. als 2 - 3 Minuten braten, sonst brät man ihn quasi "zu Tode", d.h. bei zu langer Bratdauer werden die Hüte lederig und zäh.

    Außerdem empfiehlt es sich, die Brätlinge im Wald möglichst vollständig und unverletzt zu sammeln und erst zuhause kurz vor der Zubereitung die Stiele abzuschneiden, damit möglichst wenig Milchsaft verloren geht. Brätlinge sollten am besten noch am Tag des Sammelns zubereitet werden. Je länger man sie aufbewahrt, umso mehr trocknet der kostbare Milchsaft ein.

    LG Sepp

    Hallo,

    makroskopisch von oben betrachtet scheidet für mich ein Pantherpilz oder Grauer Wulstling aus. Am Wahrscheinlichsten dürfte es sich bei diesem Fund, wie schon von manchen Vorschreibern erwähnt, um einen der Scheidenstreiflinge handeln bzw. halte ich den von Benjamin (Bihlerben) erwähnten Riesenscheidenstreifling für eine gute Option.

    Ohne Ansicht der Hutunterseite incl. Stielbasis lässt sich der Fund aber nicht mit Sicherheit bestimmen.

    VG Sepp

    Hallo Zeph,

    abgesehen von dem total unscharfen Bild mit dem nicht zu erkennenden Pilz zwischen den Fingern handelt es sich bei allen Pilzen, die du in deinen bisherigen Beiträgen zeigst, um Riesenschirmlinge (Macrolepiota spec.). Auf den meisten Bildern meine ich Sternschuppige Riesenschirmlinge (Macrolepiota rhodosperma) zu erkennen.

    VG Sepp

    Hallo Ingo,

    ich bin zwar auch kein Cortinarien-Experte, möchte mich hier aber trotzdem noch kurz zum Thema Cortinarius varius anhängen. Ich kenne C. varius gut und habe ihn auch schon mehrmals verzehrt. Jedoch habe ich noch nie darauf geachtet, ob nach dem Wegbrechen bzw. Entfernen des Hutes ein violetter Stielring oder-streifen im Bereich der Stielspitze ersichtlich ist.

    Für mich ist der makroskopische Gesamteindruck des Pilzes, wie von Corinne weiter oben beschrieben, entscheidend und ausreichend. Wobei die Hutfarbe nicht immer semmelgelb, sondern insbesondere bei jüngeren Exemplaren auch mehr "semmelbräunlich", also wie eine etwas zu lange gebackene, bräunlicher gefärbte Semmel sein kann.

    VG Sepp

    Hallo,

    bei den angefragten Pilzen sehe ich weder einen Schwarzfaserigen Ritterling noch einen Rötling. Beim ersten Ritterling könnte es sich, wie von MisterX angedeutet, um einen der Erdritterlinge handeln, dem Aussehen nach und beim Vorkommen im Laubwald (Bild 1 und vorletztes Bild) könnte auch noch Tricholoma sciodes (Schärflicher Ritterling) in Frage kommen.

    Die zweiten, weißlichen Pilze bei Birken halte ich ebenfalls für Ritterlinge. Die würde ich zunächst einmal mit Tricholoma stiparophyllum (Gerippter Gasritterling), welcher auch schon von MisterX erwähnt wurde, vergleichen.

    Auf manchen Fotos ist bei beiden Arten anhand der aufsteigend ausgebuchtet am Stiel angewachsenen Lamellen der für Ritterlinge typische Burggraben gut zu sehen.

    VG Sepp

    Hallo Helmut,

    diese Milchlinge sind Mykorrhizapilze und brauchen daher einen pflanzlichen Symbiosepartner in Form eines Baumes oder Strauches. Um den Fund eventuell näher eingrenzen zu können, müsstest du mal angeben, welche Bäume/Sträucher da außer dem Nussbaum noch in der Nähe bzw. im Umkreis von bis zu ca. 25 m um die Pilze herum stehen.

    Der Walnußbaum scheidet als Symbiosepartner meines Erachtens aus, aber da muss es in der Nähe der Milchlinge noch andere relevante Bäume und/oder Sträucher geben, nachdem du u.a. ja auch das Vorkommen von Hexenröhrlingen erwähnst.

    VG Sepp

    Hallo Pilzfresser,

    ja, das sind Hallimasch (Armillaria spec.). Was die Art betrifft, würde ich vom Aussehen her am ehesten zum Gemeinen Hallimasch (Armillaria solidipes) tendieren.

    VG Sepp

    Hallo Vera,

    ich stimme dir anhand deiner Fotos mit Lepista panaeolus (Horngrauer Rötelritterling) zu. Diese Pilzart erscheint auch bei mir zuhause jedes Jahr regelmäßig im Oktober auf der Hauswiese. Deine Fotos spiegeln das Erscheinungsbild auf meiner Wiese exakt wieder. Ich beobachte sie da schon mindestens 20 Jahre lang, sie erscheinen jedes Jahr und sind absolut standorttreu. Erst vor wenigen Tagen habe ich bei einer Nachschau an ihrem Stammplatz wieder eine ganze Kolonie entdeckt. Je nach Alter und Witterung kann die Hutfarbe von dunkelgrau bzw. graubräunlich über hellgrau bis schmutzig weiß variieren. Die Wasserflecken auf dem Hut können mal mehr oder weniger vorhanden sein oder bei manchen Exemplaren auch fehlen.

    LG Sepp

    Hallo Perlhuhnbarbel,

    Pilz Nr.1 ist wie schon mehrfach angeklungen ein Hallimasch (Armillaria spec.) und

    Pilz Nr. 2 ist meiner Ansicht nach ein Milchling (wurde auch von Corinne schon angedeutet) und vergleiche diesen kleinen Orangen einmal mit dem Milden Milchling (Lactarius aurantiacus).

    LG Sepp

    Hallo,

    der im Supermarkt erhältlichen Maggi-Würze kommt meines Erachtens das Gewürzkraut "Liebstöckel" am nächsten, welches auch "Maggikraut" genannt wird, weil das Aroma dieses Krautes stark an die berühmte Würzsauce erinnert. Die Blätter ähneln optisch jenen der Petersilie. Wenn man die Maggi-Würze nicht kennt, dann ist meiner Meinung nach das Liebstöckel/Maggikraut der beste Geruchsvergleich zum Maggipilz (Lactarius helvus).

    VG Sepp