Beiträge von Sepp

    Hallo Udo,

    Riesenchampignon (Agaricus augustus) passt. Champignon bzw. Egerling ist die selbe Gattung, Egerling ist der deutsche Name.

    Schade, dass dein Geruchsinn nicht funktioniert und du den für diese Art typischen, bittermandelartigen Geruch nich wahrnehmen kannst.

    Gruß Sepp

    Hallo Temma,

    bei diesen Pilzen handelt es sich um bereits etwas ältere Exemplare einer Pilzart aus der Gruppe der Filzröhrlinge, von denen es mehrere ähnlich aussehende Arten gibt. Die teilweise netzartig anmutende Struktur an der Hutoberseite kommt von daher, weil die normalerweise kompakte, braune Huthaut entweder infolge Trockenheit oder artspezifisch felderig-rissig aufgesprungen ist. Dadurch kommt bei den Rissen das weiße Hutfleisch zum Vorschein und das ergibt dann diesen felderig-rissigen Charakter der Hutoberseite.

    Eine Netzzeichnung oder Netzstruktur am Stiel mancher Röhrlinge ist ein ganz anderes Merkmal und hat mit einem Trockenschaden auf dem Hut von Röhrlingen nichts zu tun.

    LG Sepp

    Hallo finest.fire,

    bei makroskopischer Betrachtung der Hutoberseite anhand des nachträglich eingestellten Fotos würde ich da schon auch den Fleischroten Speisetäubling (Russula vesca) in Betracht ziehen, den du ja in deinem ersten Beitrag bereits erwähnt hast, und das rechte Exemplar erscheint mir besonders typisch.

    Typisch für R.vesca ist, dass die Hutoberseite matt und nicht glänzend/fettig erscheint, manche Exemplare können wie von dir beschrieben einen +/- graurosa Farbton haben und typisch sind oft auch gelbliche Flecken oder Stellen zur Hutmitte hin. In der Regel ist auch die Huthaut immer etwas zu kurz, d.h. sie kann den Hutrand nicht vollständig erreichen, wodurch am Hutrand das weisse Hutfleisch ein wenig hervorschaut.

    Die brüchigen, im Jungzustand weißen Lamellen bekommen im Alter rostbraune Flecken.

    R. vesca zählt seit einiger Zeit zu meinen Lieblingsspeisepilzen, den ich manch anderen Speisepilzen vorziehe.

    Beste Grüße

    Sepp

    Hallo Christian,

    den Dornigen Stachelbart hast du richtig erkannt/bestimmt. Mit dem Frauentäubling dürftest du den Fotos nach auch richtig liegen. Bei dem ist es aber bestimmungstechnisch nicht wichtig, ob sich der Stiel beim drücken elastisch/weich anfühlt, weil innen von Maden zerfressen, sondern ob sich die Lamellen ein wenig wachsig/klebrig anfühlen und elastisch biegsam sind, wenn man mit dem Finger drüber steicht.

    Elastische Lamellen sind eines der Hauptmerkmale des Frauentäublings, während sie bei anderen Täublingen meist sehr spröde und brüchig sind.

    Gruß Sepp

    Hallo Magnus,

    mit deiner Vermutung eines Schwefelporlings liegst du absolut richtig. Für einen Verzehr eignen sich diese Exemplare meiner Meinung nach aber nicht mehr und schon gar nicht erst in einer Woche, da sie jetzt schon etwas zu alt erscheinen. In diesem Zustand und mit fortschreitendem Alter werden die Fruchtkörper immer zäher (korkig) bzw. härter und sie können auch eine bittere Geschmacksnote haben.

    LG Sepp

    Hallo Grünspanträuschling,

    der Querschnitt zeigt, dass es sich um eine Morchel (Morchella sp.) handelt. Der untere Hutrand ist am Stiel angewachsen, bei der Verpel wäre er frei.

    Gruß Sepp

    fehlerhafter Trocknung

    Was kann man bei der Trocknung denn falsch machen? Kann es an einer zu hohen Trockentemperatur liegen? Verlieren die Morcheln dann vielleicht an Geschmack?

    Hallo Mister X,

    beim Trocknen kann man eigentlich nichts falsch machen, ich trockne bei etwa 40 - 50° C. Die Pilze bzw. Pilzteile müssen völlig trocken sein und dürfen nicht mehr elastisch/biegsam sein, dürfen also keine Restfeuchtigkeit mehr enthalten, sonst kann es bei der Aufbewahrung zu Schimmelbildung kommen.

    LG Sepp

    Hallo MisterX,

    ich habe mit dem Trocknen von Speisemorcheln keine guten Erfahrungen gemacht.

    Spitzmorcheln Ja, aber Morchelbecherlinge, Speisemorcheln, Verpeln und Käppchenmorcheln haben einfach nicht so besonders viel Geschmack.

    Das bisschen das sie haben, geht beim Trocknen auch noch verloren.

    Ich würde sie an deiner Stelle also gleich vernaschen, wenn sie schön geputzt und nur halbiert sind, halten sie im Kühlschrank auch gut 2 Tage.

    Hallo,

    die schlechten Erfahrungen mit getrockneten Speisemorcheln kann ich nicht nachvollziehen bzw. möchte diesbezüglich widersprechen. Ich entdeckte dieser Tage bei mir zuhause im hintersten Winkel eines Küchenschrankes ein Glas mit getrockneten, halbierten Speisemorcheln, welches ich jahrelang übersehen hatte. Das angeschriebene Sammeljahr 2016 (!) verhieß zunächst nichts Gutes, wenngleich sie optisch einwandfrei aussahen. Daher machte ich die Probe aufs Exempel und weichte einige Morcheln in kaltes Leitungswasser ein und ließ sie eine zeitlang aufquellen.

    Danach röstete ich sie mit ein wenig Öl und unter Zugabe der Einweichflüssigkeit sowie etwas Salz in einer Pfanne. Vom Geschmack war ich sehr positiv überrascht, die Speisemorcheln schmeckten beinahe so, als ob sie am Tag der Zubereitung frisch gesammelt worden wären bzw. konnte ich keinen Geschmacksverlust feststellen.

    Wenn jemand meint, getrocknete Speisemorcheln würden keinen Geschmack mehr haben, dann kann das meiner Meinung nach eher nur an fehlerhafter Trocknung/Aufbewahrung und/oder falscher Zubereitung gelegen sein.

    Wichtig beim Anlegen von Trockenpilzvorräten in Schraubgläsern: Saubere Gläser sowie Pilze müssen absolut trocken sein, Pilze nach dem Trockenvorgang bzw. vor der Befüllung auskühlen lassen und die Gläser in einem Raum mit normaler Zimmertemperatur aufbewahren.

    Gruß Sepp

    Hallo Porli,

    den Bildern nach liegst du mit dem Brätling richtig. Er zählt zu meinen absoluten Lieblingspilzen. Zu dem erwähnten Griller kann ich jedoch nichts sagen.

    Ich brate die Brätlinge immer in einer Pfanne mit wenig Öl und Salz. In früheren Zeiten, als es in den meisten Haushalten noch sogenannte Tischherde gab, wurden die Brätlings-Hüte einfach auf die heiße Herdplatte gelegt, 1 - 2 x umgedreht, gesalzen und verzehrt.

    Im Gegensatz zur Zubereitung anderer Pilze sollte man den Brätling nicht länger max. als 2 - 3 Minuten braten, sonst brät man ihn quasi "zu Tode", d.h. bei zu langer Bratdauer werden die Hüte lederig und zäh.

    Außerdem empfiehlt es sich, die Brätlinge im Wald möglichst vollständig und unverletzt zu sammeln und erst zuhause kurz vor der Zubereitung die Stiele abzuschneiden, damit möglichst wenig Milchsaft verloren geht. Brätlinge sollten am besten noch am Tag des Sammelns zubereitet werden. Je länger man sie aufbewahrt, umso mehr trocknet der kostbare Milchsaft ein.

    LG Sepp

    Hallo,

    makroskopisch von oben betrachtet scheidet für mich ein Pantherpilz oder Grauer Wulstling aus. Am Wahrscheinlichsten dürfte es sich bei diesem Fund, wie schon von manchen Vorschreibern erwähnt, um einen der Scheidenstreiflinge handeln bzw. halte ich den von Benjamin (Bihlerben) erwähnten Riesenscheidenstreifling für eine gute Option.

    Ohne Ansicht der Hutunterseite incl. Stielbasis lässt sich der Fund aber nicht mit Sicherheit bestimmen.

    VG Sepp

    Hallo Zeph,

    abgesehen von dem total unscharfen Bild mit dem nicht zu erkennenden Pilz zwischen den Fingern handelt es sich bei allen Pilzen, die du in deinen bisherigen Beiträgen zeigst, um Riesenschirmlinge (Macrolepiota spec.). Auf den meisten Bildern meine ich Sternschuppige Riesenschirmlinge (Macrolepiota rhodosperma) zu erkennen.

    VG Sepp

    Hallo Ingo,

    ich bin zwar auch kein Cortinarien-Experte, möchte mich hier aber trotzdem noch kurz zum Thema Cortinarius varius anhängen. Ich kenne C. varius gut und habe ihn auch schon mehrmals verzehrt. Jedoch habe ich noch nie darauf geachtet, ob nach dem Wegbrechen bzw. Entfernen des Hutes ein violetter Stielring oder-streifen im Bereich der Stielspitze ersichtlich ist.

    Für mich ist der makroskopische Gesamteindruck des Pilzes, wie von Corinne weiter oben beschrieben, entscheidend und ausreichend. Wobei die Hutfarbe nicht immer semmelgelb, sondern insbesondere bei jüngeren Exemplaren auch mehr "semmelbräunlich", also wie eine etwas zu lange gebackene, bräunlicher gefärbte Semmel sein kann.

    VG Sepp

    Hallo,

    bei den angefragten Pilzen sehe ich weder einen Schwarzfaserigen Ritterling noch einen Rötling. Beim ersten Ritterling könnte es sich, wie von MisterX angedeutet, um einen der Erdritterlinge handeln, dem Aussehen nach und beim Vorkommen im Laubwald (Bild 1 und vorletztes Bild) könnte auch noch Tricholoma sciodes (Schärflicher Ritterling) in Frage kommen.

    Die zweiten, weißlichen Pilze bei Birken halte ich ebenfalls für Ritterlinge. Die würde ich zunächst einmal mit Tricholoma stiparophyllum (Gerippter Gasritterling), welcher auch schon von MisterX erwähnt wurde, vergleichen.

    Auf manchen Fotos ist bei beiden Arten anhand der aufsteigend ausgebuchtet am Stiel angewachsenen Lamellen der für Ritterlinge typische Burggraben gut zu sehen.

    VG Sepp

    Hallo Helmut,

    diese Milchlinge sind Mykorrhizapilze und brauchen daher einen pflanzlichen Symbiosepartner in Form eines Baumes oder Strauches. Um den Fund eventuell näher eingrenzen zu können, müsstest du mal angeben, welche Bäume/Sträucher da außer dem Nussbaum noch in der Nähe bzw. im Umkreis von bis zu ca. 25 m um die Pilze herum stehen.

    Der Walnußbaum scheidet als Symbiosepartner meines Erachtens aus, aber da muss es in der Nähe der Milchlinge noch andere relevante Bäume und/oder Sträucher geben, nachdem du u.a. ja auch das Vorkommen von Hexenröhrlingen erwähnst.

    VG Sepp