Ich mag keine Laubwälder

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 175 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. Oktober 2026 um 17:34) ist von Heuler22.

  • Bestes Habitat für Pilze? 6

    1. Nadelwald (0) 0%
    2. Laubwald (0) 0%
    3. Mischwald (5) 83%
    4. Andere (Wiesen, Garten, Parks, usw.) (1) 17%

    Guten Tag zusammen,


    da ich mich jetzt seid etwa 2 Jahren mit dem Pilze sammeln beschäftige, ist mir nach einer heutigen Laubwaldtour (Buchendominiert) etwas aufgefallen:


    Ich mag keine Laubwälder.


    Warum?


    Das sind mehrere Punkte auf einmal. Aber allen voran:


    Ich finde dort keine Pilze. (heute lediglich alte, madige Parasol am Waldrand)


    Also schon, man findet Pilze, aber kaum Speisepilze in nennenswertem Maß. Klar, man findet auch mal coole Pilze wie einen dornigen Stachelbart, aber die "großen Funde" bleiben einfach aus. Es gibt so viele coole Pilze, die z.B. in kalkreichen Buchenwäldern wachsen sollen.

    Sommersteinpilz? Ne. Totentrompeten? Fehlanzeige. Schnecklinge? Nö. (ich hab in fast 2 Jahren noch nie einen Schneckling gefunden...)


    Im Nadelwald finde ich IMMER irgendwas, zumindest in der Zeit zwischen Mai und Oktober. Diverse Röhrlinge, Täublinge, Scheidenstreiflinge, Perlpilze, sogar Austerseitlinge und Maipilze, wenn man die Stellen kennt.

    Mischwälder gibts fast nicht bei mir, wenn dann 90% Nadelwald mit ein paar Laubbäumen eingestreut.

    Was ist da los? Liegt das an meinem Standort? (Bayern, Oberfranken) Oder habe ich einfach nicht die richtigen Wälder angefahren?


    Außerdem gibt es bei mir in direkter Nähe keinen Laubwald, ok. Dann fahre ich eben 30-50km. Ist in Ordnung.


    Das Durchlaufen ist viel komplizierter als durch Nadelwälder. Man kommt viel schlechter durch. Es gibt deutlich mehr fliegende Insekten die einen den Spaß vermiesen, das ist furchtbar nervig (beim nächsten mal DEET mitnehmen). Pilze sind im Laub deutlich schwerer erkennbar. Es ist rutschig und gefühlt sind Buchenwälder, zumindest in meiner Gegend, immer ziemlich steil.
    Das Alles macht Laubwälder für mich wirklich sehr unattraktiv.


    Das wäre alles ok, wenn ich nur wenigstens irgendwas finden würde. Ich kenne fast kein Nadelwaldstück bei mir, bei dem ich wirklich GAR NICHTS finden würde, wenn ich gehen würde.


    Kennt jemand einen guten Wald im Raum Oberfranken, oder kann mir wenigstens jemand sagen, ob ich eventuell fehler mache?
    Ist es die Saison? Sind Laubwälder im Sommer stärker?

    Sogar auf verdammten Wiesen finde ich mehr. Riesenbovisten, Flaschenstäublinge, Champignons...


    Ich bitte um Mithilfe, da ich gerne auch mal andere Pilze finden möchte. Vor allem, weil ich gerne irgendwann noch den PSV machen möchte, da sollte das Pilzspektrum vielleicht ein bisschen breiter sein...

  • Hallo,

    mein Input zu deinen Fragen:

    - Allgemein war es dieses Jahr auch bei mir so, daß im Laubwald wenig bis gar nichts los war. Das ist wahrscheinlich überall so in den teilen Deutschlands in denen es zu wenig und zu selten geregnet hat. vielleicht auch bei Dir. Sommersteinpilze gab es dieses Jahr bei mir praktisch nicht (2 Stück)

    - Aber grundsätzlich mag ich persönlich Laubwälder lieber als Nadelwälder. Ich meine gute Laubwälder mit großem Pilzrarten- Reichtum. Das sind nicht alle, die guten Stellen muß man sich geduldig nach und nach selbst erwandern.

    Im einem guten Laubwald und in einem guten Jahr (mit gutem Wetter für Pilze), kann man von Mai bis November fündig werden.

    - Falls da jetzt in Laubwäldern wo du unterwegs warst auch letztes Jahr nichts war, einfach andere aufsuchen. Es kann auch jetzt noch in dieser Pilzsaison trotzdem noch zu Pilzwachstum auch im Laubwald kommen. Ich mag Mischlaubwälder wo neben Buchen auch Eichen, Birken, andere Bäume vorkommen.

    Ich habe auch diese Seite verwendet um mich mal zu informieren welche Baumarten wo dominant sind: der Waldmonitor. Und dann mit Google Maps abgeglichen, weil in vielen Wäldern die im Waldmonitor stehen von der Forstwirtschaft eingegriffen wurde.

    Und wegen getarnter Pilze im Laub, ich nehm mir immer einen Holzstock aus dem Wald als Hilfe mit, damit kann man schneller im vorbeigehen auf verdächtige Laubhügel drüberstreifen, und muß nicht jedesmal stehenbleiben und sich bücken, um zu schauen ob da was ist.

    Schöne Grüße,

  • Hallo,


    ich finde es gibt keinen großen Unterschied zwischen Nadel- und Laubwäldern aber es müssen die richtigen sein. Wälder mit Eichen, Rotbuchen und eingestreuten Birken sind top, nur nicht in diesem Jahr;(. Außer an den Wegrändern finde ich gar nichts. In Laubwäldern ist es viel schwieriger Steinpilz, Pfifferling & Co zu entdecken. Es braucht schon ein wenig Übung die Teile unterm Altlaub zu erkennen. Ich selbst gehe lieber in Parkanlagen. Dort habe ich beides und finde auch genügend. Man muss natürlich erst einmal welche in seiner Gegend haben.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

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