Cladonia-Art auf Findling

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 294 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. August 2026 um 17:51) ist von Bemoeh.

  • KaMaMa

    Hallo Martin,

    nun eine deiner lieblings;) Flechten, auch von dem Granit-Findling an einer bemoosten Stelle (Foto). Der Thallus stark schuppig, Schuppen gerundet eingekerbt, graugrün, Unterseite weiß gefasert. Schüppchen Oberseite und Rand teils körnige, flockige Auswüchse (Foto). Podetien graugrün, sorediert, hohl, sehr klein ca. 3,5 bis 6mm, gleich in Becher übergehend. Becherrand mit dunklen Pyknidien. Keine Apothecien. Farbtest: P+ rot, K+ gelb schmutzig, KC- negativ, C- negativ (Foto). Meine Vermutung: Bei allen Vergleichen, es spricht für Cladonia humilis!? Ich hoffe meine Beschreibung ist ganz brauchbar.

    Aber Martin, wie ist deine Meinung zur Flechte?

    LG und Danke

    Bernd

    0-Granitfindling teils bemoost

    1

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    5-Probe

    6-Probe

    7-Probe

    8-Podetie

    9-Podetien-Kelch

    10-Winzige Podetie mit Schüppchen

    11-Podetien-Basis

    12-Podetie innen hohl

    13-Podetien gemessen

    14-Thallus schuppig

    14-Schüppchen-Oberseite

    16-Schüppchen-Unterseite weiß

    17-Farbtest K+ gelb schmutzig

    18-Farbtest KC- negativ

    19-Farbtest P+ rot

    20-Farbtest C- negativ

  • Hallo Bernd,

    ich habe die Art zwar noch nicht gefunden, bzw. als solche erkannt, aber ich meine, du könntest da schon Recht haben und eine C. humilis gefunden haben! Es spricht eigentlich alles dafür.

    LG, Martin

  • Hallo Martin,

    ich war noch mal bei den Findlingen um eine schwierige (für mich) interessante Krustenflechte genauer anzuschauen und vor Ort zu testen. Bin bisher noch nicht schlüssig wohin es geht. Die abgekratzten Proben sind auch schwierig zu testen.

    Stelle einen neuen Beitrag dafür ein wenn ich etwas zur Flechte herrausfinde.

    Gruß Bernd

  • Hallo Bernd,

    wenn es um den Tüofeltest mit Probenkrümeln geht, würde ich (auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen) je nach der Größe unterscheiden und folgendes vorschlagen:

    Wenn du

    a) kleine Stückchen mit der Rasierklinge abschneidest oder abbrichst, oder kleine Krümel in Döschen herumliegen hast, kannst du sie auf einem Objektträger mit einem kleinen Tröpfchen Reagenz (mit einer Nadel vom Spatel abgestriffen und appliziert) zusammenbringen und unter den Stereomikroskop die Reaktion dokumentieren.

    b) sind die Proben größer, kannst du die Reagenz direkt mit der Nadel aufbringen (u.U. mit einer zweiten Nadel festhalten) und beobachten.


    Wichtig ist bei kleineren Proben, wenig Reagenz zu verwenden (Nadel) und zu vermeiden, das die erste Probe alles überschwemmt (Teilstücke auf Objektträger).

    Variante a ist etwas aufwendiger. aber durch das Portionieren und räumliche Trennen auf dem Objektträger kann kaum etwas schiefgehen. zudem schont man die Probe und hat Material für viele potentielle Versuche. Durch das Schneiden/Brechen hat man zudem die Möglichkeit, die Reaktion von Cortex und Medulla gleichzeitig zu beobachten, wenn beide Strukturen angeschnitten sind.

    Viel Erfolg und liebe Grüße,

    Martin

  • Hallo Martin,

    super Hilfe, Danke, das habe ich mir erstmal ausgedruckt und nehme es nun in Angriff. Habe mir meine Krümel mal angesehen und festgestellt das vieles mit kristalligen Segmenten vom Findling verwachsen ist. Werde dir meine Erfolge/Misserfolge mitteilen.

    Los geht es, Gruß

    Bernd

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