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Sklerotienporling oder ???

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 760 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. Mai 2026 um 22:57) ist von Mykololologe.

  • Guten Tag miteinander,

    es regnet endlich seit zwei Tagen und die Hoffnung auf Pilze steigt wieder. Vor ein paar Tagen hatten wir schon an einem toten, vermuteten Buchenstamm einen schönen Fund. Der Einzelpilz war am Stammende seitlich angewachsen. Die maximale Hutausdehnung betrug 13 cm. Er roch einfach phantastisch pilzig, auch später in der Pfanne und beim Verkosten. Die Oberfläche wies auf etwas Schuppiges hin mit der Vermutung Wabenporling, Schuppiger Porling, Sklerotienporling.

    Bild 1

    Bild 2

    Bei den beiden erstgenannten findet man pilzspezifisch andere Gerüche, eine schwärzende Stielbasis (Schuppiger Porling, Zähigkeit beim Zubereiten (Schuppiger Porling), kleinere (Wabenporling) oder größere Dimensionen (Schuppiger Porling), büscheliges Auftreten (Schuppiger Porling) und eine gelbe Sporenfarbe (Wabenporling). Hier war die Sporenfarbe Weiß. Deutlich erkennbar war beim Fundpilz die erhöhte Porengröße bis 1,5 mm pro Pore. Irritierend (so häufig finde ich den nicht) wirkte die abweichende Anwachsform, die gewöhnlich mit zentralem Stiel und nichtseitlichem Stiel dargestellt wird.

    Bild 3

    Bild 4

    Allerdings konnte ich hier im Forum eine entsprechende Diskussion zu einem Fund von Reike finden (27.9.22). Die Anwuchsform des als Sklerotienporling bestimmten Pilzes war ebenfalls seitlich und so fiel unsere Entscheidung auch zu Gunsten dieser Art aus.

    Die abschließende Zubereitung erfolgte ohne Stiel bratend mit Butter und mit minimalem Anteil von Zwiebel. Der Geschmack wurde als sehr gut empfunden und unserer Gourmetspezialistin wünschte sich Nachschub:).

    Gibt es vielleicht doch Gegenargumente gegen die Bestimmung?

    Viel Glück beim Suchen nach dem aktuellen Regen. Henry

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    Meine Fotos sind alle gemeinfrei und dürfen für persönliche Zwecke verwendet werden. Es gelten die üblichen Zitierregeln. Bei Weiterreichung bzw. Verwendung für kommerzielle und nichtkommerzielle Publikationen bedarf es einer persönlichen Abstimmung.

  • Danke Timm für die Rückmeldung. Inzwischen sind auch andere Bilder aufgetaucht, die das zeigen. LG Henry

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  • Habe mir zur Unterscheidung von Schuppiger Porling vs. Sklerotienporling in meinen Aufzeichnungen folgendes notiert:
    *Oft sehr groß vs. höchstens mittelgroß (bis 12 cm Hutdurchmesser)
    *Stiel seitlich bis stark exzentrisch vs. zentral bis leicht exzentrisch
    *Hutrand nicht bewimpert vs jung leicht bewimpert/gefranst
    *Stiel älter schwarz vs. Stiel nie schwarz
    *Geruch gurkig/fruchtig/honigartig/nach Melone vs. würzig/pilzig
    *Geschmack mild bis nussig vs. leicht bitterlich
    *Vorkommen oft am Stamm/Stumpf, verschiedene Laubhölzer vs. oft an Ästen, sehr gern Buche

    Für mich persönlich ist der würzig-angenehme Geruch des Sklerotienporlings eindeutig kennzeichnend.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo Henry

    Ich glaube bei dir auch eher an den Sklerotienporling.

    Aber was hab ich ich denn da gefunden? Sieht für mich gleich aus wie deiner - ist aber riesengross, sicher 15cm breit. Da ist kaum ein Stiel. Nach meiner Erfahrung sind die Schuppen des Riesenporlings viel deutlicher strukturiert.

    Mein Fund war heute im Auwald an einer toten Esche, die nicht direkt auf dem Boden lag, sondern in der Luft hing.

    LG Myzelio

  • Hallo zusammen,

    einfach mal dran riechen. Über den unterschiedlichen Geruch bekommt man die beiden Arten gut auseinander.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo zusammen,

    einfach mal dran riechen. Über den unterschiedlichen Geruch bekommt man die beiden Arten gut auseinander.

    FG

    StephanW

    Genau, das hab ich mittlerweile auch recherchiert. Der Schuppige riecht nach Mehl/Gurke, der Sklerotienporling einfach "pilzig". Zukünftig werd ich das testen!

  • Guten Tag und vielen herzlichen Dank für Eure Beiträge. Der herrliche Geruch war von Anfang an für mich ein wichtiges Argument bei der Bestimmung. Offenbar wächst der Sklerotienporling weitaus häufiger ohne zentralen Stiel wie es die meisten Darstellungen zeigen. Auch Myzelios Bilder zeugen davon. Leider finde ich ihn relativ selten, was sehr schade ist, denn er schmeckt famos und viel besser als viele andere, die oft überbewertet werden. Beste Grüße aus Mittelelbien Henry

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  • Hallo miteinander,

    es geht jetzt los nach dem Regen. Heute vier Sklerotienpilze gefunden und schon genußvoll zu zweit verspeist. Daneben gab es noch Unmengen an Weitlöcherigen Stielporlingen und Braunen Borstentrameten, Maipilze, zwei Dachpilze, viele Braunsamtige Schichtpilze, Waldfreund-Rüblinge und einen duftenden Wald voller Maiglöckchen. Ich freue mich schon auf Berichte hier im Forum. Gruß Henry

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