Flockenstieliger Hexenröhrling auf Holz

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 1.330 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Januar 2026 um 22:17) ist von Mykololologe.

  • Hallo miteinander, zu den Merkwürdigkeiten 2026 gehörte u.a. ein falscher Pfifferling der aus einer Buchecker wuchs, die auf einem Stubben lag (Bild 1). Dies wurde hier schon vorgestellt.

    Bild 1

    In einem zweiten Fund aus dem Fläming im Osten Sachsen-Anhalts, zeigte sich ein Flockenstieliger Hexenröhrling, der auf Holz gewachsen war.

    Bild 2

    Normalerweise sollte er das nicht tun, sondern aus bevorzugt sauren Böden „sprießen“. Vielleicht passiert das aber häufiger, als man denkt. Weiß das vielleicht jemand?

    Mit Dank im Voraus Henry

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    Meine Fotos sind alle gemeinfrei und dürfen für persönliche Zwecke verwendet werden. Es gelten die üblichen Zitierregeln. Bei Weiterreichung bzw. Verwendung für kommerzielle und nichtkommerzielle Publikationen bedarf es einer persönlichen Abstimmung.

  • Hallo Henry

    Dein Flocki sieht ja hübsch aus!

    Meine Erklärung wäre: Das bereits ziemlich morsche Holzstück lag sicher auf dem Boden. Wenn der Boden relativ trocken ist, bilden (auch Mykorrhiza-)Pilze ihre Fruchtkörper gerne dort, wo es am feuchtesten ist. Das ist dann zuweilen auf einem moderigen Baumstrunk, der eben viel Feuchtigkeit speichert. Zudem ist Moderholz vom Zustand her nicht mehr weit von Erde entfernt. Durch Holzschnitzel wird der Boden lokal bekanntlich sauer. Dein Holzstück ist zwar sehr klein, aber alles in allem passt das dann eben für diesen einzelnen Flockifruchtkörper. Das Myzel war sicher hauptsächlich darunter im Boden.

    Bezogen auf z.B. Maronenröhrlinge, welche regelmässig aus moderigen Baumstrünken wachsen, gibt es auch die Hypothese, dass dieser Pilz möglicherweise nicht ausschliesslich Mykorrhiza kann, sondern auch mal etwas saprobiontisch tätig sein könnte. Ob da was dran ist, weiss ich nicht. Ich glaube auch da eher an meine obige Erklärung.

    LG Myzelio

  • Hallo und vielen Dank für die Antwort. Es hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe gesucht und noch ein Bild in der Kamera gefunden, das nicht, auf den Rechner übertragen worden war. (Bild 3). Man sieht das Exemplar hier von der anderen Seite mit abgesplittertem Holz.

    Bild 3

    Es sieht so aus, als ob der Pilz zu großen Teilen mit dem Holz verbunden ist. Er wird nicht nennenswert vorbeigewachsen sein. Es ergab sich einfach so. Es scheint so zu sein, dass die Myzelien relativ kurz kurzwüchsig an der Stielbasis sitzen, was vielleicht das Einwachsen in die unmittelbare Umgebung erleichtert. Der Flockenstielige in Bild 4 scheint das zu bestätigen (ohne Hintergrund dargestellt zwecks besserer Sichtbarmachung).

    Bild 4

    Es sind aber nur Vermutungen. Hier find ich leider nicht annähernd so viele Flockenstielige Hexenröhrlinge, wie sie im Fläming anzutreffen sind und von wo meine Pilzfreunde sie mitbringen.

    Beste Grüße Henry

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