Um welchen Pilz könnte es sich handeln?

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema, welches 427 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. Januar 2026 um 18:10) ist von StephanW.

  • Im September habe ich auf einer kleinen Wiese, umgeben von Mischwald mehrere Plize gefunden, die Stoppelpilzen ähneln, aber in der Mitte des runden, fleischfarbenen Huts Stacheln haben. Ich konnte ihn bisher nicht identifizieren. Anbei zwei Fotos.123pilzforum.de/index.php?attachment/151654/123pilzforum.de/index.php?attachment/151654/

  • Hallo Gisela,

    interessanter Pilz. Die Unterseite ist leider nicht zu sehen, ich vermute Poren. Was es für ein Pilz ist, kann ich von den Fotos her leider nicht sagen.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Ergänzung: Die Unterseite des Pilzes sind die weißen Stoppeln. Der Pilz hat faktisch keinen Stiel, sondern entwickelt sich trichterförmig aus dem Boden. Ähnlich wie bei einem Semmelstoppelpilz.

  • Hallo Gisela,

    bist du sicher, dass es Stoppeln waren auf der Unterseite?

    Wie Weisheit schon sagte, ist ohne Foto der Unterseite keine Bestimmung möglich.

    Ein Ratespiel allenfalls.

    Ich habe bei den Fotos an junge Braune Borstentrameten gedacht. Die waren hier kürzlich schon einmal Thema. Ist und bleibt aber geraten...

    Kauzige Grüße Waldkauz

  • Hallo Gisela,

    vergleiche mal mit dem Rötenden Saftwirrling (Abortiporus biennis). Auf den Fotos sind Eicheln zu sehen, und Abortiporus ist ein Pilz an Eichenholz. Einen seltenen Pilz nur aufgrund eines einzelnen, dazu noch nicht voll ausgewachsenen Exemplares zu beurteilen, ist nicht eben einfach. Falls du daher noch Fotos anderer dabeistehender Exemplare hättest: immer her damit.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Ich habe noch einmal ein deutlicheres Foto mit der Unterseite und meinem Daumen eingefügt. An der Stelle standen ca. 10 Pilze eng beieinander. Der Hutdurchmesser betrug 6 bis 8 cm, Höhe ca. 5 bis 6 cm. Leider habe ich nur den einen Pilz fotografiert, aber aus der Erde gehoben. Von der Unterseite her ist rötender Saftwirrling ein möglicher Tip. Aber die Ausbuchtungen auf der Hutseite? Wir wohnen seit 16 Jahren hier und an der Stelle sind nie Pilze gewachsen (Siebengebirge). Aber in diesem Jahr war ja wegen des Regens vieles anders bzw. sehr üppig.

    Leider komme ich mit der Technik auf der Seite noch nicht so kar. Sorry, dass die Fotos mehrfach da sind. Es gelingt mir momentan nicht, diese zu löschen.

  • Wir wohnen seit 16 Jahren hier und an der Stelle sind nie Pilze gewachsen (Siebengebirge).

    Das ist bei Pilzen ganz normal. Ich würde versuchen, den Pilz weiter zu beobachten. Wenn Stefan seine Vermutung stimmt, hast du einen regional sehr seltenen Pilz gefunden. Ich habe den zufällig erst einmal gefunden, und das war in Mailand, in einem Park an Eiche.

    Grüße von der Insel Rügen

  • Hallo allerseits

    Würdet ihr einen der Korkstachelinge oder der Habichtspilze völlig ausschliessen? Wenn das Ding wirklich Stacheln hatte und nicht einfach etwas ausgefranste Poren, dann könnte ich mir sowas vorstellen.


    LG Myzelio

  • Würdet ihr einen der Korkstachelinge oder der Habichtspilze völlig ausschliessen?

    Ja, das würde ich ausschließen. Wenn man das letzte Foto vergrößert, sieht man keine Stacheln.

    Grüße von der Insel Rügen

  • Würdet ihr einen der Korkstachelinge oder der Habichtspilze völlig ausschliessen?

    Ja, das würde ich ausschließen. Wenn man das letzte Foto vergrößert, sieht man keine Stacheln.

    Ja, da hast du wohl recht, Uwe. Sieht schon schwer nach ausgefransten Poren aus.

  • Ich bin im Internet auf einer NABU-Seite fündig geworden. Dort gibt es ein Foto, das zu meinem (Draufsicht) fast identisch ist und als Rötender Saftwirrling identifiziert wurde. Ist als Foto auch auf flickriver.com zu finden. In NRW gilt der Pilz als zerstreut verbreitet. Ganz sicher bin ich mir natürlich nicht.

    Ich werde jedenfalls im nächsten Herbst danach Ausschau halten und dann genau dokumentieren. Danke für Eure Unterstützung!

  • Also in unserer Gegend ist Abortiporus biennis nicht selten, und in Parkanlagen mit alten Eichen sogar ziemlich verbreitet. Der Unterschied zu Stachelingen und Stoppelpilzen liegt tatsächlich in der Hutunterseite (Form des Hymenophors). Von oben gesehen ist in der Tat eine gewisse Ähnlichkeit zu Korkstachelingen da. Außerdem wächst Abortiporus direkt an Holz, was Stachelinge und Stoppelpilze nicht tun, diese wachsen auf der Erde.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

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