Hallo Pilzfreunde,
meine Bestimmungsanfrage bezieht sich auf einen trichterförmigen Fruchtkörper 500 - 600 m ü. NN im Nadelwald aus dem Taunus, direkt unter einer Lärche (Fruchtkörper von Goldröhrlingen im Umkreis von 1 m), Fichten im näheren Umkreis ca- 3-5 m. Dort dann mit Funden von Maronenröhrlingen. Vermutlich eher saurer Nadelwaldboden.
- Hutdurchmesser 5 cm, die Hutoberseite mit ocker - sandorangen Tönen auf hellerem weißlichen Fleisch und markanten Wasserflecken, trocken und leicht silbrig schimmernd, Huthaut bis zur Mitte abziehbar. Der Hutrand ist noch etwas eingerollt.
- Lamellen: Am Stiel herabwachsend, am Fundort (Bilder mit Mooshintergrund) noch graustichig-weißlich, nicht reinweiß, später ebenfalls ocker-sandorange verfärbend, mit Zwischenlamellen vom Hutrand zwischen wachsend, relativ dicht stehend, gegabelte Lamellen konnte ich keine erkennen. Das Fleisch ist nicht milchend oder wässernd.
- Stiel: Länge 6 cm, Breite 1,5 cm, an der Stieloberfläche rötlich - ocker überhaucht, weißlicher Grundton, Fleisch wie im Hut graustichig-weißlich gefärbt, das Fleischinnere verfärbte sich nach dem Querschnitt innerhalb von 12 std. nicht. Im QS erkennt man die rötlichen Verfärbungen nur am Stielrand. Das Fleisch wirkt auch einigermaßen fest und hatte einen gewissen Widerstand beim Erstellen des Querschnitts, nicht brüchig, nicht faserig.
- Geruch für mein Empfinden intensiv angenehm pilzig-würzig, evtl. leicht pfeffrig. Der Duft ist auch nach einer Nacht im Kühlschrank noch intensiv wahrnehmbar.
- Sporenpulver auf weißem Kuchentuch nicht sichtbar, ggfs. weiß oder aber nur mit sehr geringer, nicht sichtbarer Sporenausbeute
Meine Recherche lässt mich in Richtung https://www.123pilzsuche.de/daten/details/…erleistling.htm tendieren, da hier u. A. auch Fruchtkörper gezeigt werden, die die markanten Wasserflecken auf der Hutoberseite zeigen. Aber als relevantes Merkmal zur Artabgrenzung wird es nicht beschrieben. Diese Flecken hatten mich zunächst an eine Art aus der Gattung der Milchlinge denken lassen, da dort solche Flecken/Grübchen häufiger vorkommen, allerdings tritt keine Flüssigkeit aus dem Fruchtkörper aus. Aber auch die beschriebene Seltenheit des Afterleistlings lässt mich zweifeln. Daher freue ich mich auf Einschätzungen aus der Community. Danke im Voraus.
Beste Grüße