Bitte um Bestimmung

Es gibt 44 Antworten in diesem Thema, welches 3.449 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. Oktober 2025 um 16:36) ist von Ralph.

  • Heute gefunden an Totholz zusammen mit Hallimasch.
    Verumschüppchen abwischbar.
    sporenabddruck noch in Bearbeitung…

    Geruch konnte ich nicht einordnen

  • Mit Google Lens lande ich beim Shiitake :distrustful:

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Bin gespannt, was die Experten dazu sagen.

    Habe die Wulstlinge durchgeschaut und zuerst an Pantherpilz gedacht wegen der Flecken auf dem Hut. Wage dazu leider keine konkrete Vermutung. Es bleibt spannend.

    Kauzige Grüße Waldkauz

  • Die sehen echt schön aus und müssten doch in den Pilzbüchern definitiv abgebildet sein. Sind mir aber dort noch nie aufgefallen.

    Ich hätte ihn auch hier im Forum gezeigt mit einem großen ?
    Sie sehen aus wie eine Kreuzung aus Spechttintling und Hallimasch.
    Ich hab auch mal an Schüpplinge gedacht ... aber der Stiel passt auch nicht.

    Bin auch gespannt.
    Vll. weiß ein Hallimasch-Experte was dazu...

  • Vergleiche doch einmal mit den Shiitake, so weit hergeholt ist das nicht.

  • Stimmt, es gibt ähnliche Fotos zum Shitake.

    Bei den Fotos die ich gesehen habe, ist der Rest am Stiel jedoch nicht so weit oben unter dem Hut. Sonst kenne ich die allerdings auch nur als Zuchtpilz.

    Weiterhin gespannter Waldkauz

  • Vergleiche doch einmal mit den Shiitake, so weit hergeholt ist das nicht.

    Ja, da ist einiges möglich. Es "fliehen" immer mehr Pilzarten aus Zuchtanlagen. Manchmal sehen die auch anders als das "Original" aus.

    Grüße von der Insel Rügen

  • ich habe ChatGPT gefragt:
    ist bekannt, ob der Shiitake bei uns in freier Natur gefunden wurde? Man kennt das ja von ausgebrochenen Wildtieren wie z.B. dem Waschbär.


    Antwort:
    Sehr gute, differenzierte Frage — und tatsächlich ein Thema, das Mykologen in Europa seit Jahren interessiert.

    Kurz gesagt:
    ???? Ja, es gibt vereinzelte Funde von Shiitake (Lentinula edodes) in Mitteleuropa, aber bisher keine etablierten Wildpopulationen.

    Hier sind die wichtigsten Fakten:


    ???? 1. Herkunft und Kultur

    • Lentinula edodes stammt ursprünglich aus Ost- und Südostasien (China, Japan, Korea).
    • Er wird weltweit auf Hartholzstämmen oder Substratblöcken kultiviert, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
    • Sporen können theoretisch aus Kulturhäusern oder Gartenanbau entweichen.

    ???? 2. Freilandfunde in Europa

    • Es gibt vereinzelt Nachweise von Shiitake-Fruchtkörpern an alten Kulturstämmen im Freien, vor allem in milden Regionen (z. B. Süddeutschland, Schweiz, Frankreich).
    • Diese Fruchtkörper stammen aber nicht aus dauerhaft selbstständigen Populationen.
    • Nach dem Abbau des Substrats verschwindet das Myzel meist wieder.
    • Natürliche, sich reproduzierende Populationen sind bislang nicht dokumentiert (Stand 2025).

    Einige mykologische Berichte sprechen von „verwilderten Einzelpilzen“, z. B.:

    • an abgelegten Shiitake-Stämmen im Wald,
    • in botanischen Gärten oder Kleingartenanlagen.
      Aber keine stabile Etablierung in Waldökosystemen.

    ???? 3. Warum er sich kaum etabliert

    • Der Shiitake braucht bestimmte klimatische Bedingungen (warm-feucht, frostarm).
    • Seine Konkurrenzfähigkeit gegenüber heimischen Weißfäulepilzen (z. B. Hallimasch, Schüpplinge, Seitlinge) ist gering.
    • Außerdem fehlen ihm hier wahrscheinlich angepasste ökologische Nischen und Partnerorganismen.

    ???? 4. Vergleich mit Neozoen / Neomyceten

    • Wie du sagst: Bei Tieren wie Waschbär oder Marderhund gelang die Etablierung gut.
    • Bei Pilzen passiert das selten, aber es gibt Beispiele:
      • Amanita phalloides (Knollenblätterpilz) in Nordamerika → eingeschleppt und etabliert.
      • Lycoperdon perlatum und Schizophyllum commune sind weltweit verschleppt.
      • Austernseitling (Pleurotus ostreatus) ist heute kosmopolitisch.

    Der Shiitake ist aber noch kein „Neomycet“ im ökologischen Sinne, also keine eingewanderte Art mit selbstständigen Beständen.


    ???? Fazit

    • ✅ Vereinzelte Funde im Freien: Ja.
    • ⚠️ Dauerhafte, sich fortpflanzende Bestände: Nein (bisher nicht belegt).
    • ???? Ökologisch: harmlos, nicht invasiv.

    Möchtest du, dass ich dir eine Karte oder Übersicht zeige, wo Shiitake in Deutschland oder Europa nachgewiesen wurde (nach mykologischen Datenbanken wie GBIF oder Pilze-Deutschland.de)?

  • gibt es Informationen zum Sporenpulver?
    Der Habitus des Pilz ist dem des Hallimasch sehr ähnlich! Auch der Schnitt zeigt die für Hallimasch typische "Brotkruste" (außen dunkel, innen hell).
    Es scheint so, als ob das Velum universale außergewöhnlich stark entwickelt ist und sich auch auf den Stiel gelegt hat. Mysteriös.

  • Sollte man vielleicht kartographieren.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Ich bin neu hier im Forum, daher die Frage:
    Kommt das öfter vor, dass so große markante Pilze erst mal unbestimmbar sind und wie eine exotische neue Art auftauchen? Oder ist das hier eine Ausnahme?
    Die Fotos zeigen auch einen Schleier (Cortina), der aber nicht zum Hutrand läuft sondern eher zum Zentrum unter dem Hut.

  • Hallo zusammen,


    Shiitake halte ich persönlich für unmöglich, dass das sind.


    Tippe eher auf Hallimasch der von etwas befallen ist!


    LG

    Austria

  • Kommt das öfter vor, dass so große markante Pilze erst mal unbestimmbar sind und wie eine exotische neue Art auftauchen? Oder ist das hier eine Ausnahme?

    Das ist hier ziemlich selten selten...und deshalb so spannend ;)

    Kleine braune Pilze, die unbestimmbar sind, kommen immer wieder, aber ein so großer mit so markanten Merkmalen, das ist schon was besonderes.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Beim Shiitake heißt es er riecht rettichartig (so riecht er für mich) bis nach faulem Kohl. Könnte der nicht einordenbare Geruch in die Richtung gehen?

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • gibt es Informationen zum Sporenpulver?
    Der Habitus des Pilz ist dem des Hallimasch sehr ähnlich! Auch der Schnitt zeigt die für Hallimasch typische "Brotkruste" (außen dunkel, innen hell).
    Es scheint so, als ob das Velum universale außergewöhnlich stark entwickelt ist und sich auch auf den Stiel gelegt hat. Mysteriös.

    Sporenpulver weiß oder durchsichtig. Hatte ein weißes Blatt. Auf der Küche die schwarz ist halber dann nicht mehr ausgesport

  • Hi.


    Ich würde Shiitake und Rotbrauner Riesenträuschling hier definitiv ausschließen. Hallimasch mit Befall wäre vorstellbar. Mit weißen Sporen grenzt sich die Auswahl der Verdächtigen auch ziemlich ein - habe aber solche Exemplare auch online noch nie gesehen.


    LG.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Hallo

    Das ist wirklich interessant und bitte unbedingt ein Exsikat erstellen. Das würde sich lohnen mal genauer anzuschauen und zu untersuchen.

    Für mich ist das auch etwas aus der Gattung Armillaria spec. so eine Regelmässigkeit für ein Pilzbefall ist aussergewöhnlich, aber ich kann mir im Moment auch nichts anderes vorstellen.

    auf dem 4 Bild sieht man noch jüngere FK aus der Gattung Armillaria.

    LG Andy

  • Würde ich bei Wer Wird Millionär eine Antwort einloggen müssen wäre es für mich eine genmodifizierte Art von Hallimasch ^^. Hallimasch spec. Lg Martin

  • Hallo

    Das ist wirklich interessant und bitte unbedingt ein Exsikat erstellen. Das würde sich lohnen mal genauer anzuschauen und zu untersuchen.

    Für mich ist das auch etwas aus der Gattung Armillaria spec. so eine Regelmässigkeit für ein Pilzbefall ist aussergewöhnlich, aber ich kann mir im Moment auch nichts anderes vorstellen.

    auf dem 4 Bild sieht man noch jüngere FK aus der Gattung Armillaria.

    LG Andy

    Wie mache ich ein Exsikat?

  • Wie mache ich ein Exsikat?

    Einfach trocknen und in ein Plastikbeutel, luftdicht verschliessen. Anschliessend noch einige Daten dazu notieren;

    Fund XY

    Datum, Ort, Habitat, Angaben zum Holz wenn möglich. Bilder

    Anschliessend könnte das jemand mit einem Mikroskop untersuchen. Ich vermute du wohnst in Deutschland, evt. Kennst du jemand dort mit einem Mikroskop, der/die auch in der Lage ist zu untersuchen.

    LG Andy

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