Funde aus meinem wohl letzten Waldbesuch für dieses Jahr

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 392 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Oktober 2025 um 20:43) ist von StephanW.

  • Liebe Pilzfreunde,

    heute war ich wohl zum letzten Mal für dieses Jahr auf Pilzsuche (nach diesem Beitrag lasse ich Euch dann bis zur nächsten Saison in Ruhe...), und habe einen tollen neuen Wald entdeckt, mit so vielen verschiedenen Pilzen, wie ich es noch nie gesehen habe. Von winzig bis riesig, alle Formen, alle Farben...:love: (Mitgenommen habe ich Fichtenreizker und Steinpilze - und nichts davon mit Maden befallen. Aber um die geht es hier gar nicht.)

    Ich möchte Euch nicht zu sehr beanspruchen, und habe hier nur ein paar der Exemplare, die ich interressant fand und die ich entweder abgleichen möchte, oder bei denen ich gar keine Idee habe, was es sein könnte. Es geht nur um's Interesse, ich habe keinen der nachfolgenden Pilze mitgenommen, würde mich aber doch über die ein oder andere Idee freuen. Es geht nur um die grobe Richtung, macht Euch nicht zu viel Mühe bitte, nur wer Lust hat.

    Alle Funde stammen aus einem Mischwald, in dem allerdings Fichten dominieren.

    Bilder 1 & 2 halte ich für Erdsterne ?

    Bild 3 könnte vielleicht eine Schwindlingsart sein - aber werden die so groß?

    Bilder 4, 5, 6: Diese violetten Pilze gab es in Masse, ich könnte mir vorstellen, daß es Violette Schleierlinge sind - vielleicht auch etwas anderes. Ich glaube jedenfalls, es gibt keine guten Speisepilze, die diesem hier ähnlich sehen, oder würde es sich in der Hoffnung auf gute Speisepilze lohnen, den nochmal genauer zu untersuchen?

    Bilder 7, 8, 9, 10: Vielleicht hat jemand eine Idee, was das sein könnte?

    Bild 11: Sah interessant aus - und ich habe keinen blassen Schimmer, was das wohl grob ist?

    Bilder 12 & 13 - könnten das zwei Krause Glucken sein oder gibt es hier ausser der Breitblättrigen Glucke weitere Möglichkeiten? Die Farbe war ein sattes Orange, nicht fahl oder ausgebleicht, sie wuchsen mit ca. 1m Abstand voneinander.

    Bilder 14, 15, 16 & 17 halte ich für den Sparrigen Schüppling? Jedenfalls nicht für Hallimasch.

    Bilder 18 &19 ist ein Täubling - meiner Meinung nach. Ich bin ein Neuling bei den Täublingen, aber ich habe nach Prüfung der Fleisch-/Lamellenbeschaffung, die wir an anderer Stelle bereits besprochen haben, hier die Täublingsprobe gewagt, und mir fiel auf, daß er zwar leicht scharf war, aber viel dominanter als die leichte Schärfe war der allgemein unangenehme Geschmack, nach.. hmm.. Seifig? Leicht bitter? Schwer zu beschreiben, ich habe es auch nicht lange analysiert, sodern das ganze nach ca. 3 Sekunden ausgespuckt... Mir ist klar, dass die Art nicht bestimmbar sein wird, aber ich war bis heute der Meinung, es gäbe nur "scharf vs. nicht-scharf", aber nicht weitere "Geschmacksrichtungen" ... oder es war am Ende doch kein Täubling? =O

    Vielen Dank schonmal wie immer an alle, die hier einen Tipp abgeben möchten.

    Christiane

    Hiatamandl

    Ich hab da mal ein wenig Ordnung in die Bilder gebracht

  • Hallo Christiane,

    ich hoffe, es sind keine persönlichen Gründe, die dich von weiteren Waldbegehungen abhalten. Denn an der Pilzsaison kann es nicht liegen, die ist erst kurz über der Halbzeit, da kommt noch viel nach. Mit den Sommer- und Frühherbstpilzen ist es zwar vorbei, dafür tauchen immer mehr Pilze des Vollherbstes auf. Dies geht so lange, bis es nachts gefriert.

    Den Sparrigen Schüppling kann ich dir bestätigen, aber die Krause Glucke ist keine, sondern wohl eine Koralle der Gattung Ramaria. Das andere ist mir etwas zu unübersichtlich. Vielleicht packst du nicht so dermaßen viele Pilze in eine Anfrage, ich bin mir auch nicht sicher, ob du dir die Fülle von Pilznamen, die auf dich einprasseln wird, langfristig merken kannst. Ich war damals schon froh, wenn ich pro Saison 6 bis 8 neue Pilzarten kannte (die dann freilich richtig, ohne Wieder-Vergessen).

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Christiane,

    ich hoffe, es sind keine persönlichen Gründe, die dich von weiteren Waldbegehungen abhalten. Denn an der Pilzsaison kann es nicht liegen, die ist erst kurz über der Halbzeit. Mit den Sommer- und Frühherbstpilzen ist es zwar vorbei, dafür tauchen immer mehr Pilze des Vollherbstes auf. Dies geht so lange, bis es nachts gefriert.

    FG

    StephanW

    Hallo Stephan, es sind persönliche, aber angenehme Gründe: eine längere Reise, ich werde erst Mitte November zurück aus Mexico sein. Mal schauen, was für Pilze es dort im Regenwald so gibt ;-).

  • Hallo Christiane,

    wenig Mykorrhizapilze, aber eine Menge Holz- und Streuzersetzer. Die Bäume im Regenwald bilden meistens keine Mykorrhiza, sie haben eine ganz andere Lebensweise als die Bäume in Mitteleuropa.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Christiane,

    wenig Mykorrhizapilze, aber eine Menge Holz- und Streuzersetzer. Die Bäume im Regenwald bilden meistens keine Mykorrhiza, sie haben eine ganz andere Lebensweise als die Bäume in Mitteleuropa.

    FG

    StephanW

    Du kennst Dich also nicht nur in unseren Gebieten hervorragend aus :-).

  • Nein, alles nur angelesen. Hier konkret aus dem Buch "Pilze - Arten aus aller Welt". In einem Regenwald war ich zum Pilzesuchen noch nie.

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

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