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Hexenring im Garten, Gefahr für Hund?

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 251 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. Oktober 2025 um 14:58) ist von AustriaMyko.

  • Servus liebe Pilzfreunde,

    Wir haben seit kurzem eine große Anzahl niedlicher kleiner Pilze im Garten, wovon ich nur sagen kann: Schwindlinge, wie zuerst vermutet sind es nicht. Der Stiel ist hohl und brüchig, die Lamellen dunkelbraun, Geruch eher keiner (v.a. nicht nach Gewürznelken).

    Herkunftvermutung: uns ist die rosablühende Roßkastanie völlig eingegangen. Als noch Blätter dran waren und wir gesehen haben, dass sie massiv leidet haben wir zuerst kräftig zurückgeschnitten und weiterhin einen „Mykorrhiza-Dünger“ im Wurzeleinzugsbereich ausgebracht. Die anderen beiden Exemplare (noch „gesund“, gleich alt) haben keine Pilze in ihrer Umgebung, obwohl wir dort auch den Mykorrhiza-Dünger ausgebracht haben. Vielleicht für die saprophytischen Pilze ein gefundenes Fressen: die toten Wurzeln der Kastanie?

    Die genaue Artbestimmung unseres neuen Gartenbewohners ist für uns nicht primär wichtig, sondern lediglich die Frage: kann es sein, dass unser Hund bei Fressen davon vergiftet wird?

    Wenn jemand aus der Community eine Idee hätte, wäre ich sehr dankbar für eine klärende Antwort.

    Viele Grüße,
    Sabine

  • Liebe Sabine, das sind Tintlinge (vermutlich Glimmertintlinge (nur mit Mikroskop sicher bestimmbar) und somit keine Gefahr für den Hund (ausser er hat Alkohol zu sich genommen, was ich nicht annehme). Die meisten Tintlinge enthalten nämlich Coprin, welches nur gefährlich ist, wenn man Alkohol getrunken hat, da es die Entgiftung blockiert. Er gilt somit sogar als bedingt essbar.

    Lg Martin

  • Lieber Martin,

    Danke für den Beitrag, sehr wertvoll!

    Wir verspeisen selber gerne Tintlinge (Schopftintlinge, die nach der Ernte massenhaft auf den Feldern auftauchen). Der heißt Coprinus, hat also vermutlich auch Coprin; gehe davon aus, dass das in den ganz jungen Exemplaren, deren Hut noch nicht auf ist und deren Sporenschicht noch ganz weiß ist nicht in den Konzentrationen vorkommt, die man in der herablaufenden „Tinte“ finden würde. Für unsere „Schwammerlsuppe“ kommen nur ganz junge Exemplare in den Topf.

    Viele Grüße,
    Sabine

  • Liebe Sabine, keine Ursache!

    der Schopftintling bildet hier aber eine Ausnahme. Er sollte kein Coprin enthalten. Es ist auch sowieso der einzige Tintling der bei mir in der Pfanne landet. Ich trinke selber keinen Alkohol, daher mache ich mir hierzu auch keine Gedanken.

    Lg Martin

  • Hallo zusammen,


    Also Alkohol und Schopftintling (Coprinus comatus) miteinander sind unbedenklich. Das gleiche gilt zB für den Netzstieligrn Hexenröhrling (Suillellus luridus).


    LG

    Austria

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