Weitere Funde aus dem Nadelwald - nur ganz grob, falls möglich

Es gibt 15 Antworten in diesem Thema, welches 862 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. Oktober 2025 um 17:25) ist von Christiane17.

  • Liebe Pilzkenner,

    hier noch fünf weitere Pilzarten aus dem Nadelwald (vor allem Fichten), die mir unbekannt sind, aber aus dem ein oder anderen Grund interessant für mich sind.

    Ich will sie nicht essen, und bis auf B habe ich sie auch nicht mit nach Hause genommen - aber falls jemand so ungefähr weiss, was es sein könnte fände ich das sehr freundlich :-).

    Aber bitte verschwendet nicht zuviel Zeit darauf!

    Und falls das mit diesen Fotos sowieso unmöglich ist, auch nur grob etwas zu sagen - bitte einfach ignorieren.

    B fand ich interessant, weil er das mit Abstand festeste Fleisch hatte, das ich je bei irgendeinem Hutpilz erlebt habe.


    Danke an alle, die Lust haben zu antworten :-).


    Christiane

  • Liebe Christiane

    A dürften Lactarius/Milchlinge sein. Ich sehe Buchenblätter und es könnten L. subdulcis sein, aber nur eine Spekulation, da es diverse braune Milchlinge gibt und weitere Angaben dienlich wären.

    B dürfte ein Täubling sein. Welcher kann ich aufgrund des Kunstlichts und den vorhandenen Aufnahmen nicht sagen, vielleicht R. paludosa.

    Es empfiehlt sich auch immer, von den FK Bilder von Ober- und Unterseite zu zeigen.

    Beste Grüsse
    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo

    Ja, und Erdwarzen sehe ich auch noch und die kleinen, mit dem genatterten Stiel, gehören die zu den Schwefelköpfen?

    Grüße von der Insel Rügen

  • Hallo

    C ist ein cooler Fund -> Natternstieliger Schwefelkopf, Hypholoma marginatum

    D ist eine Erdwarze

    E sieht man zu wenig


    LG Andy

  • A dürften Lactarius/Milchlinge sein. Ich sehe Buchenblätter und es könnten L. subdulcis sein, aber nur eine Spekulation, da es diverse braune Milchlinge gibt und weitere Angaben dienlich wären.

    B dürfte ein Täubling sein. Welcher kann ich aufgrund des Kunstlichts und den vorhandenen Aufnahmen nicht sagen, vielleicht R. paludosa.

    Es empfiehlt sich auch immer, von den FK Bilder von Ober- und Unterseite zu zeigen.

    Liebe Corinne, vielen Dank! Die Milchlinge, also A, milchen gar nicht, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Ich hoffe immer, Reizker zu finden, daher prüfe ich die Milchfarbe - und die hier, da kam einfach gar nichts... auch bei anderen ähnlich nach Milchlingen aussehenden hatte ich das heute - keiner hat auch nur einen Tropfen abgegeben.... Aber vielleicht ist das ja manchmal so.

    B - Dein Vorschlag passt gut! Ich werde ihn aber nicht essen, aber ich werde mal in Zukunft die Augen offen halten!

    Erdwarzen

    Cooler Pilz, cooler Name! Danke!


    C ist ein cooler Fund -> Natternstieliger Schwefelkopf, Hypholoma marginatum

    D ist eine Erdwarze

    Danke!! Der ist es, wenn ich vergleiche. Das passt, für mich zumindest, absolut !! Da waren einige, für meinen sehr kleinen Erfahrungsschatz, Schwefelkopf-untypische Eigenschaften zu sehen, vor allem das "unbüschelige" Wachstum und dieser nicht-glatte Stiel - und jetzt ist es doch einer, und sogar ein besonders hübscher :-). Merci vielmals! :)

  • Hallo Christiane

    Das erste (A) sind schon Milchlinge und mit dem helleren Hutrand finde ich den Vorschlag von Corinne Süsslicher Buchenmilchling (Lactarius subdulcis) sehr gut. Aber wie Corinne schon sagte gibt es viele braune Milchlinge. Milchlinge können manchmal ziemlich austrocknen und dann haben sie scheinbar keine Milch.

    Der zweite (B) sieht für mich nach dem Orangeroten Graustieltäubling (Russula decolorans) aus. Soweit ich sehe, sieht man am Stiel (an den verletzten Stellen) auch schon graue Stellen. Vielleicht kannst du das ja nochmal prüfen.

    Den Rest sehe ich wie Andy.

    LG
    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Der zweite (B) sieht für mich nach dem Orangeroten Graustieltäubling (Russula decolorans) aus. Soweit ich sehe, sieht man am Stiel (an den verletzten Stellen) auch schon graue Stellen. Vielleicht kannst du das ja nochmal prüfen.

    Hallo Benjamin! In der Tat hatte ich ein Ergrauen bemerkt! Heute Morgen sieht der Pilz nun so aus:

  • B fand ich interessant, weil er das mit Abstand festeste Fleisch hatte, das ich je bei irgendeinem Hutpilz erlebt habe.

    Hallo,

    das harte, nicht faserige Fleisch ohne Milch ist das wesentliche Merkmal aller Täublinge, neben den (meist) splitternden Lamellen. Der Stiel bricht wie ein Apfel ...
    Wenn ein Täubling zweifelsfrei (!) als solcher erkannt ist, ist für die weitere Bestimmung eine Geschmacksprobe hilfreich (mild, scharf, bitter ....)

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Liebe Christiane

    Ja das grauen bei deinem Fund ist sehr typisch für Graustiltäublinge.
    R. Paludosa/ Apfeltäubling und Verwechslungspartner zu R. Decolorans graut nicht. Somit hast du diesen wohl im Moorgebiet oder Moorand bei Tannen und Fichten gefunden.
    Wie Marcus schreibt, darf man bei Täublingen, wenn sicher erkannt, eine Geschmacksprobe machen, diese und noch wichtiger der Fundort und Begleitbäume sind für die Bestimmung der Täublinge sehr hilfreich.

    Beste Grüsse
    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Das nicht faserige Fleisch ohne Milch ist das wesentliche Merkmal aller Täublinge, neben den (meist) splitternden Lamellen. Der Stiel bricht wie ein Apfel ...
    Wenn ein Täubling zweifelsfrei (!) als solcher erkannt ist, ist für die weitere Bestimmung eine Geschmacksprobe hilfreich (mild, scharf, bitter ....)

    Das war bei mir quasi ein Doppel-Blind Versuch, da ich mich noch nie mit Täublingen beschäftigt hatte (was sich ab sofort geändert hat! :-)). Und das Fleisch fällt schon sehr auf, diese Konsistenz war bislang für mich einmalig.

    bei Tannen und Fichten gefunden.

    Genau da, Fichten über Fichten - allerdings kein Wasser in Sicht.

    Dieses Fundstück, die Infos von Euch allen hier, und alles was ich daraufhin über Täublinge gelesen habe, haben mich so neugierig gemacht, daß ich gestern zu einem PSV gefahren bin, der den R. decolorans (und bei der Gelegenheit auch die anderen im Forum von mir zuletzt gezeigten Pilze) bestätigt hat und mir die Merkmale am Objekt auch super demonstriert hat und alle meine Fragen geduldig beantwortet hat :-). Auch die Geschmacksprobe haben wir gemacht, so dass ich eine erste Vorstellung davon habe, wie sowas schmecken sollte. Der Pilz ist auch bereits verspeist und ich danke Allen hier für die Antworten, die mich dazu bewegt haben, mich mit einer für mich neuen Gattung anzufreunden!

  • Genau da, Fichten über Fichten - allerdings kein Wasser in Sicht.

    Dieses Fundstück, die Infos von Euch allen hier, und alles was ich daraufhin über Täublinge gelesen habe, haben mich so neugierig gemacht, daß ich gestern zu einem PSV gefahren bin, der den R. decolorans (und bei der Gelegenheit auch die anderen im Forum von mir zuletzt gezeigten Pilze) bestätigt hat und mir die Merkmale am Objekt auch super demonstriert hat und alle meine Fragen geduldig beantwortet hat :-). Auch die Geschmacksprobe haben wir gemacht, so dass ich eine erste Vorstellung davon habe, wie sowas schmecken sollte. Der Pilz ist auch bereits verspeist und ich danke Allen hier für die Antworten, die mich dazu bewegt haben, mich mit einer für mich neuen Gattung anzufreunden!

    Liebe Christiane
    Das freut mich sehr, dass du Freude und Interesse an neuen Gattungen gefunden hast :)
    Beste Grüsse
    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Schwefelkopf-untypische Eigenschaften zu sehen, vor allem das "unbüschelige" Wachstum

    Hallo

    Das Unbüschelige ist bei Schwefelköpfen durchaus nicht ungewöhnlich. Der mit dem genatterten Stiel nennt sich auch Geselliger Schwefelkopf. Gesellig bedeutet, er wächst nicht allein, aber auch nicht büschelig. https://ruegenpilze.de/Geselliger%20S…marginatum).pdf

    Grüße von der Insel Rügen

  • Danke Uwe für die PDFs!! :)

    So, ich war sammeln, und habe glaube ich Täublinge gefunden... die werde ich gleich mal in einem neuen Thread einstellen...

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