Viele schöne Funde im Kiefernwald

Es gibt 16 Antworten in diesem Thema, welches 1.668 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (18. Oktober 2025 um 12:42) ist von Steigerwaldpilzchen.

  • Ein Giftpilz auf den Fotos, wer findet ihn?

    Hallo Reike,

    du meinst wohl den Olivbraunen Milchling (Lactarius turpis) in der vierten Bildreihe ganz rechts. Ich wäre mir aber auch nicht sicher, ob beide Täublinge in der vorletzten Bildreihe (das Korbfoto im Anhang nicht mitgezählt) essbare Kandidaten sind.

    VG Sepp

    Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort

  • Ein Giftpilz auf den Fotos, wer findet ihn?

    Ich sehe da einen Grubigen Milchling. Bei der DGfM ist der aber nicht als Giftpilz geführt :confused:

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Also ich glaube, er meint eher den:

    Spoiler anzeigen

    Bluttäubling, in der vorletzten Bildreihe links.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Top Sepp ????????

    Der erste Täubling war mild, aber ich hatte keine Lust zum Testen. Der zweite lässt sich schon makroskopisch als Buckeltäubling ansprechen, also beide essbar.

  • Darauf, dass der erste Täubling scharf war, würde ich meinen A**** verwetten. Aber lass uns nicht streiten, selbstverständlich hast du recht, auch wenn du keine Lust zum Testen hattest.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Moin Stephan,

    Ja, ich wünschte ich könnte deutlich mehr Infos liefern, die uns den Täubling bestimmen lassen. An dem Tag war einfach zu viel los im Wald, was um meine Aufmerksamkeit gerungen hat (zB der hübsche Amiant-Körnchenschirmling, für mich ein Erstfund)).

    Nur so viel kann ich beitragen: Kauprobe mild, basischer Boden (direkt auf Schotterkalk), in einem Kiefernmischwald direkt neben einer Gruppe von kleinen Birken und einer alten Eiche, ca. 10cm-12cm Aufbauhöhe. Da kommen schon noch einige Arten in Frage. Ich habe leider weder die Huthaut abgezogen, noch den Geruch abgespeichert, noch einen Sporenabwurf gemacht. Den Bluttäubling hätte ich wegen Geschmack und Bodenverhältnisse für mich ausgeschlossen. Ich muss ihn unter unbestimmt für mich ablegen. Allerdings habe ich mir den Fundort gemerkt, weil da alles voller Edelreizker stand. Vielleicht schaffe ich es, dort in 2-3 Wochen nochmal hinzukommen. Sollte sich der Täubling dort dann ebenfalls zeigen, bemühe ich mich um erhellendere Infos ????

  • Darauf, dass der erste Täubling scharf war, würde ich meinen A**** verwetten....

    Hallo StephanW,

    meinen Hintern würde ich darauf nicht verwetten. Anhand des Fotos mit nur einer Seitenansicht könnte es sich z.B. auch um einen Harten Zinnobertäubling handeln und da würde der von Reike angegebene milde Geschmack passen. Ist aber auch nur eine Vermutung.

    VG Sepp

    Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort

  • Der erste Täubling war mild

    Hallo

    Auch wenn man vermutet, bei dem Aussehen müsste der "sauscharf" sein, kann es eine milde Art sein. Habe ich selbst schon im Kiefernwald gefunden.

    In dem Waldstück sind auch vereinzelt mal Birken und Eichen. Was da genau in der Nähe war, kann ich heute nicht mehr sagen. Das war noch aus der Zeit, wo ich hauptsächlich Speisepilze gesammelt hatte. Heute hätte ich den natürlich versucht, Artgenau zu bestimmen.

    Der zweite lässt sich schon makroskopisch als Buckeltäubling ansprechen, also beide essbar.

    Genau, der Buckeltäubling passt auch hervorragend zu dem Kiefernwald.

    Grüße von der Insel Rügen

  • Tja, dann hätte ich halt keinen A*** mehr. Was solls, ein Sitzkissen ist schon bestellt.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Ich würde gerne Mal mit Euch einen ausgibigen Russulaausflug machen, wäre bestimmt bereichernd, und auch sehr schön, sich Mal persönlich zu sehen. Wobei wir die Idee über die Jahre glaube ich jetzt auch öfters schon Mal hatten

  • So, ich war nochmal da am Wochende. Es standen noch frische Frucht-Körper da, allerdings war es sehr nass. Geruch habe ich nicht wahrgenommen. Da habe ich bei Regen oft Probleme.

    Geschmack war wie beim ersten Mal absolut mild, kein Anflug von Schärfe, auch nach 30 Sekunden nicht.

    Von 3 Fruchtkörpern hat nur einer gesport:

    Nach Marxmüller würde ich die Sporenfarbe auf IIa hell Creme einordnen.

    Chemie und Mikro kann ich leider nicht liefern.

    Beste Arbeitstitel sind für mich derzeit Russula paludosa (Äpfeltäubling) und Russula emeticicolor (Zinnoberroter Reiftäubling). Die Graustieltäublinge schließe ich aus.

    Ich versuche, die Wochen nochmal bei niederschlagsfreiem Wetter hinzukommen und hoffe insbesondere auf junge Exemplare. Gerade R. paludosa hat eine Recht eigenwillige Form, wenn er jung ist.

    Viele Grüße

    Reike

  • Nachtrag: es war spannend für mich zu sehen, wie Bordeaux Rot sich die Huthaut im Trocknungsprozess eingedunkelt hat, und wie sehr der Rotton am Stiel erhalten blieb

  • Hallo Reike,

    weder R. paludosa noch R. emeticicolor passen von der Hut- und von der Sporenpulverfarbe. Das sollte eher Russula amoena sein.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • He Stephan

    Mhh, das passt für mich noch nicht. R. paludosa wird die Sporenfarbe als hellocker bis hellgelblich beschrieben. Hellocker war der Abwurf definitiv nicht. Eher Creme. Ob das mit hellgelblich noch kompatibel ist, mhhh. Aber die Hutfarbe passt sehr gut ins Spektrum. Stilfarbe, Größe, Habitat auch.

    R. emeticocolor ebenfalls, da passt auch die Sporenfarbe besser.

    Was mir bei R. amoena noch missfällt: die Hutfarben haben eigentlich immer ein Lila im Spektrum, das fehlte meinen Funden komplett. Auch die Stilröte ist bei meinen Funden zur Stilbasis immer heller geworden und dann, teils abrupt ins weiß gewechselt, während bei R. amoena die Röte zur Basis zunimmt. Und es war kein Fischgeruch wahrnehmbar. Auch nicht nach einigen Stunden Antrocknen, so wie in der Literatur beschrieben.

    Ich komme hier ohne Mikroskopieren nicht weiter.

  • Hallo,


    Hier ein kleiner Crashkurs zum Thema Farbbestimmung des Sporenpulvers bei Russula:

    Den aus dem Abwurf gewonnenen Sporenstaub im trockenen Zustand mit einer Klinge (Rasierklinge, Messer, ...) zu einem Häufchen zusammenschieben . Das Häufchen mittig auf einem Objektträger bringen, mit einem zweiten Objektträger abdecken und mit transparenten Klebeband fixieren. Nur so bekommst du eine Schicht in der Dicke, dass die Farben stimmen. Nun kannst du im Tageslicht, ohne direkte Sonneneinstrahlung die Farbe mit deiner Skala vergleichen.

    Nach Marxmüller würde ich die Sporenfarbe auf IIa hell Creme einordnen.

    Ob das wirklich so ist, darf daher stark angezweifelt werden.

    VG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

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