Gelbstieliger Trompetenpfifferling?

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema, welches 974 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (10. Oktober 2025 um 19:34) ist von Günter Hey.

  • Liebe Pilzkenner,

    ich meine, Gelbstielige Trompetenpfifferlinge (CANTHARELLUS TUBAEFORMIS VAR. LUTESCENS) gefunden zu haben.

    Sie wuchsen in großer Menge in einem Nadelwald im Moos zwischen den Bäumen. Ich war mir nicht ganz sicher, zuletzt habe ich sie vor vieeelen Jahren gesammelt, daher habe ich erstmal nur ein paar zur Bestimmung mitgebracht.

    Was meint Ihr?

    Danke für Eure Unterstützung!

    Christiane

  • Ja, Trompetenpfifferlinge. Auf dem letzten Bild sieht man wunderbar die "Trompete"!

    Unbedingt! Bemerkenswert ist aus meiner Sicht der Fundzeitpunkt. Die sind hier in der Region Nürnberg durchaus häufig, in den letzten Jahren fand ich sie allerdings erst ab Ende Oktober ...

    Mein Eindruck vom Wochenende ist, dass nach der langen Flaute hier nun alles explodiert, und auch Arten zusammen erscheinen, die sonst durchaus zeitlich getrennt waren.

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Wir hatten hier im Bayerischen Wald die Ersten Trompetenpfifferlinge schon vor rund 4 Wochen. Noch spärlich, aber doch da, aktuell kann man schon Körbe voll machen.

    Stimme dem Marcus aber zu, die kommen normalerweise doch deutlich später.

  • Ja, Trompetenpfifferlinge. Auf dem letzten Bild sieht man wunderbar die "Trompete"!

    Unbedingt! Bemerkenswert ist aus meiner Sicht der Fundzeitpunkt. Die sind hier in der Region Nürnberg durchaus häufig, in den letzten Jahren fand ich sie allerdings erst ab Ende Oktober ...

    Mein Eindruck vom Wochenende ist, dass nach der langen Flaute hier nun alles explodiert, und auch Arten zusammen erscheinen, die sonst durchaus zeitlich getrennt waren.

    Das ist interessant! Und auch motivierend :-)! Da muss ich kommendes WE gleich nochmal mein Glück versuchen!

  • Wir hatten hier im Bayerischen Wald die Ersten Trompetenpfifferlinge schon vor rund 4 Wochen. Noch spärlich, aber doch da, aktuell kann man schon Körbe voll machen.

    Stimme dem Marcus aber zu, die kommen normalerweise doch deutlich später.

    Naja, auch die Heizung mach ich sonst deutlich später an... :-). Aber da hab ich ja dann wirklich Glück gehabt, so viel verschiedenes mit einem Suchgang zu erwischen - und dank Euch allen bestimmen zu können!

  • Liebe Pilzexperten,

    ich habe im gleichen Waldstück heute noch einmal mein Glück versucht, und wurde fündig. Das sind meiner Meinung nach wieder Gelbstielige Trompetenpfifferlinge.

    Es scheint so zu sein, daß der einzig wirklich gefährliche Verwechslungspartner das Gallertkäppchen zu sein scheint? Und dieses würde ich daran erkennen, daß es keine Leisten hat und schwabbelig ist - ist das richtig?

    Wie macht ihr das, wenn ihr so viele kleine Pilze findet? Auch wenn sie fast alle in Gruppen gewachsen sind, habe ich durchaus vor, jeden einzelnen nochmal zu kontrollieren, bevor er verarbeitet wird. Auf welche weiteren Merkmale außer auf die typische Färbung, die Leisten und Schwabbeligkeit würdet ihr bei dieser Art achten? Würdet ihr jeden Pilz einmal längs aufschneiden um die "Trompete" erkennen zu können, was aber bei ganz jungen Exemplaren vielleicht nicht so einfach ist?

    Ganz herzlichen Dank für's Teilen Eurer Erfahrungen und Tipps!

    Christiane

  • Hallo Christiane,


    Was du alles findest, da muss ich Uwe von deinem Hohlfuß Beitrag zustimmen...,

    Ich werde da schon ein wenig neidisch :P.


    Zu einer weiteren Verwechslung möchte ich dir einen Beitrag von mir verlinken:

    AustriaMyko
    22. September 2025 um 08:07


    LG

    Austria

  • Es scheint so zu sein, daß der einzig wirklich gefährliche Verwechslungspartner das Gallertkäppchen zu sein scheint? Und dieses würde ich daran erkennen, daß es keine Leisten hat und schwabbelig ist - ist das richtig?

    Hallo Christiane

    Ja, so könnte man das beschreiben!

    Grüße von der Insel Rügen

  • :) DAANKE! Sowas hilft sehr! :-)! Ja, ich hab heute scheinbar Glück gehabt... und das alles in einem Radius von knapp 100 Metern ums Auto herum :S Die Rörlinge waren abgeerntet, aber die Trompis wollte wohl keiner haben ausser mir :)

  • Es scheint so zu sein, daß der einzig wirklich gefährliche Verwechslungspartner das Gallertkäppchen zu sein scheint? Und dieses würde ich daran erkennen, daß es keine Leisten hat und schwabbelig ist - ist das richtig?

    Hallo Christiane

    Ja, so könnte man das beschreiben!

    Danke Dir :-)!! Da hab ich jetzt ja eine Beschäftigung für morgen Vormittag :)

  • Liebe Christiane

    Leider gibt es neben den Gallertkäppchen auch zum Teil sehr giftige kleine Rau- und Hautköpfe, welche inmitten von den Trompetenpfifferlingen wachsen können , ich habe selber schon welche gesehen und es empfiehlt sich jeden FK gut zu kontrollieren.

    Beste Grüsse
    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Liebe Christiane

    Leider gibt es neben den Gallertkäppchen auch zum Teil sehr giftige kleine Rau- und Hautköpfe, welche inmitten von den Trompetenpfifferlingen wachsen können , ich habe selber schon welche gesehen und es empfiehlt sich jeden FK gut zu kontrollieren.

    Beste Grüsse
    Corinne

    Danke für den Hinweis - die werde ich mir nochmal genau ansehen, um sie erkennen zu können!

  • ich habe selber schon welche gesehen und es empfiehlt sich jeden FK gut zu kontrollieren.

    Hallo Corinne

    Das ist natürlich richtig, das soll aber auch bei anderen Pilzarten so sein! Mit der "Sense mähen" geht bei Pilzen nicht. Es kann sich immer und überall ein "Falscher" einschleichen.

    Grüße von der Insel Rügen

  • In der Trompete vestecken sich auch immer mal wieder kleine Krabbeltiere, auch deshalb ist es sinnvoll, jeden Fruchtkörper aufzuschneiden. Glückwunsch zu Deinen Funden!

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Danke Markus!

    ...und die Schecken haben auch noch genau die gleiche Farbe wie der Hut ;-). Ansonsten sind es sehr saubere Pilze - trotz der Größe gut zu putzen, weil sie so schön glatt und trocken sind.

    Einen schönen Sonntag!

  • Schnecken sind nicht das Problem eher Krabbeltierchen.
    Wenn sie eh getrocknet werden sollen gleich bei der Ernte auseinander reißen und durchbürsten.
    Konsistenz ist King, Geruch muss auch angenehm sein.
    Bald kommen die Nachtfröste, das ändert die Hutfarbe, aber ist tatsächlich bei denen nicht gleich der Exitus, wenn sie fest und wohlriechend sind.

  • Ich finde sie geschmacklich übrigens gar nicht so herausragend gut.

    Was bei mir für viele essbare Pilze gilt.

    In Schweden werden sie angeblich gerocknet und dann wie Chipps, gewürzt und gefuttert, was bedeuten täte dass sie nicht erhitzt / gekocht werden müssen.

    Vielleicht kann dazu ja noch jemand was schreiben.

    Beim trocknen verbreiten sie meiner Meinung nach einen sehr angenehmen Geruch im Raum.


    Gruß G.

  • Schnecken sind nicht das Problem eher Krabbeltierchen.
    Wenn sie eh getrocknet werden sollen gleich bei der Ernte auseinander reißen und durchbürsten.
    Konsistenz ist King, Geruch muss auch angenehm sein.
    Bald kommen die Nachtfröste, das ändert die Hutfarbe, aber ist tatsächlich bei denen nicht gleich der Exitus, wenn sie fest und wohlriechend sind.

    Hi Rooki, das finde ich sehr spannend, weil wir ja in benachbarten Gebieten unterwegs zu sein scheinen - bei mir war es genau andersrum, wenn überhaupt. Nur zwei Mini-Nacktschneckchen auf den Hüten, und im ganzen Korb sonst nur ein Mini-Spinnchen. In den Trompeten war allenfalls mal eine Kiefernnadel oder ab und an ein Krümelchen Erde, das war's. Und jetzt klopf ich ganz schnell auf Holz, denn vermutlich wird mir das nie wieder so passieren :-).

    Das mit der Hutfarbe ist ein guter Hinweis, danke, ich werde darauf achten!

    Beim trocknen verbreiten sie meiner Meinung nach einen sehr angenehmen Geruch im Raum.

    Der Geruch war sehr intensiv beim Putzen und Dörren - so ein wenig pfifferlingartig, aber nicht so fruchtig (Pfifferlinge riechen meiner Meinung nach besser). Falls jemand mehr über das Thema "wie Chips essen" weiss, würde mich das auch interessieren!

  • Soweit ich weiß muss man die Dinger so wie fast alle Pilze garen, also wenn Chips, dann bitte frittiert und nicht etwa getrocknet! Hab leider diesbezüglich keine Erfahrungen.


    Komme aus Mittelfranken (50km südlich von Nbg), endlose Kiefernplantagen auf Sand, nur vereinzelt mal ein paar Laubbäume.

    Was die Trompeten angeht und andere Cantherellus wachsen die je nach Umständen mit extrem unterschiedlichem Tempo, aber meist so 1-2 Wochen. Sind wenig anfällig für Schimmel aber durch die Form hausen gern Insekten oder Würmer darin.

    Als Trockenpilz find ich die bissl schwierig, weil sehr niedrige Hitze erforderlich ist um eine gute Qualität zu bekommen und ich hab keinen Dörrautomat. Auch zum rehydrieren nicht wirklich geeignet, also Pilzpulver oder frisch.
    Pfifferlinge im allgemeinen sind gern mit Stoppelpilzen und Kartoffeln liiert, dazu Majoran. Die Kartoffeln am Besten als Sticks in der Pfanne entwässern, dann mit etwas Öl bräunen frittieren und in extra Pfanne/Topf die Pilze zB als Mehlschwitze zubereiten, zum Schluss Petersilie. Ein Gedicht!

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!