Gallenröhrling oder Steinpilz?

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 579 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. August 2025 um 20:42) ist von Sepp.

  • Hallo,

    den Pilz habe ich gestern einsam gefunden, bei Eichen stehen, am Wegrand.



    Ich dachte zuerst an Steinpilz, aber da sind keine Fichten und das Netz ist nicht weiß. Dann habe ich nachgeschaut und kam auf Gallenröhrling aber er ist nicht bitter.

    Was kann es denn sein?

    Danke, franc

  • Bin auch der Meinung das es ein düsterer Röhrling sein könnte.

  • Hallo franc, Frank & Uwe,

    zumindest die Düsteren Röhrlinge, die hier in den Fichtenmonokulturen im Osten Münchens wachsen, sehen anders aus. Sie haben einen fasrigen Stiel und die Röhren sind wirklich sehr dunkelbraun.

    Bei dem hier vorgestellten Exemplar glaube ich eine Netzzeichnung am Stiel zu erkennen, zudem sehen die Röhren nicht dunkelbraun, sondern eher beige aus; im oberen Bereich des Hutes auf dem zweiten Bild geht die Röhrenfarbe sogar Richtung oliv, was allerdings auch am Schattenwurf liegen könnte. Hier wäre eine Nahaufnahme sowohl von den Röhren als auch vom Stiel sicherlich sehr hilfreich für eine weitere Bestimmung.

    Am abgeschnittenen Stielende erkenne ich auch keine Verfärbung des Fleisches, das scheint auch nicht zu passen, kann aber auch daran liegen, dass der Schnitt noch frisch war, da sich das Fleisch des Düsteren Röhrlings laut Literatur nur langsam verfärbt.

    Sollte sich die Netzzeichnung bestätigen, hätte ich auch eine kühne Vermutung ...

    Ich dachte zuerst an Steinpilz, aber da sind keine Fichten und das Netz ist nicht weiß.


    Der auch Fichtensteinpilz genannte Boletus edulis hat trotz seines Namens vielfältigste Mykorrhiza-Partner, darunter auch Laubbäume wie Eichen und Buchen. Gerade im Flachland kann man daher problemlos Fichtensteinpilze bei Eichen finden.

    Es wäre super, wenn du noch mal ein Detailfoto von dem Netz am Stiel machen könntest, das würde bei der Bestimmung sehr helfen.

    Zitat

    Dann habe ich nachgeschaut und kam auf Gallenröhrling aber er ist nicht bitter.


    Es gibt Menschen, welche die Bitterstoffe des Gallenröhrlings nicht wahrnehmen können, außerdem soll eine nicht bittere Varietät des Pilzes existieren.

    Ersteres kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, ein Mitsammler konnte beim "Lecktest" keine Bitterstoffe erkennen, während alle anderen den widerlichen Geschmack bestätigten.

    Viele Grüße,
    Panikpilz

  • Hallo Zusammen

    Das Rätsel ist rasch gelöst, den Bereich unterhalb der Röhren scharf ablichten. Ich vermute ein Netz dort zu haben. Für ein Gallier passt so einiges nicht zusammen.

    Der Düstere ist das nicht, der kommt oft bei mir vor.

    LG Andy

  • Hallo,

    der angefragte Röhrling im Startbeitrag ist ein "stinknormaler" Sommersteinpilz (Boletus reticulatus).

    VG Sepp

    Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort

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