Welche Krustenflechte an Hainbuche? --> Pyrenula nitida

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 744 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. November 2024 um 19:44) ist von IngeS.

  • Hallo, v. a. Martin KaMaMa

    Hainbuche in Radolfzeller Wäldchen mit zahlreichen Krustenflechten

    Zuerst dachte ich an die Große Pickelflechte (Pyrenula nitida),

    oben angeritzt

    da sie aber beim Anritzen hellgrün (und nicht orange wie bei Wirth/Kirschbaum beschrieben) wird,

    tendiere ich nun zur Olivgrünen Schwarznapfflechte (Lecidella elaeochroma).

    Die runden und ovalen scheibenförmigen Thalli brechen bei den Wachstumsrillen auf und wachsen offensichtlich langsamer als der Baum.

    Das Moos wächst schneller als die Flechte.

    Freue mich auf weitere klärende Hinweise.

    lG, inge

    Einmal editiert, zuletzt von IngeS (5. November 2024 um 12:54)

  • IngeS 5. November 2024 um 12:54

    Hat den Titel des Themas von „Krustenflechte an Hainbuche“ zu „Welche Krustenflechte an Hainbuche?“ geändert.
  • Hallo Inge,

    die Flechte ist schon von Habitus her eine Pyrenula, sehr wahrscheinlich P. nitida.

    L. elaeochroma hätte übrigens aufsitzende Apothecien, nicht wie hier eingesenkte Perithecien. Der Thallus wäre nicht wie poliert glänzend.

    Die Flechte P. nitida hatte ich vor etwas über zwei Jahren selbst erstmals entdeckt und Im Nachbarforum vorgestellt bzw. um Bestätigung meiner Bestimmung gebeten. Kannst du ja mal mit deinem Fund vergleichen.

    LG, Martin

  • Danke Martin, doch das paßt.

    Sehr hilfreicher Beitrag im Link.

    Hatte mich vom Wirth irritieren lassen.

    Beim erneuten genauen Nachlesen fand ich: "beim Anritzen häufig orange" Das Wörtchen häufig hatte ich überlesen, dann ist es halt in meinem Fall keine Trentepohlia-Partnerschaft...

    tschau, inge

  • IngeS 5. November 2024 um 21:00

    Hat den Titel des Themas von „Welche Krustenflechte an Hainbuche?“ zu „Welche Krustenflechte an Hainbuche? --> sehr wahrscheinlich Pyrenula nitida“ geändert.
  • Ja, man muss sich jedes Wort der Beschreibungen einzeln auf der Zunge zergehen lassen und ernst nehmen!

  • Lieber Martin,

    Nachbeobachtung:

    Ja, man muss sich jedes Wort der Beschreibungen einzeln auf der Zunge zergehen lassen und ernst nehmen!


    wollte nun die "weißen Pseudocyphellen" (Wirth) finden: voilà

    interessant auch die geöffneten Perithezien und die Pünktchenketten, die wie Ameisenstrassen verlaufen

    der rötliche Graben ist Hainbuchenharz an der Wachstumsrille

    Somit erlaube ich mir das "sehr wahrscheinlich" zu streichen und speichere bei mir die Große Pickelflechte (Scheidegger et al) bzw die Glänzende Kernflechte (Wirth/Kirschbaum) als bestimmt ab.

    Danke, inge

  • IngeS 6. November 2024 um 19:48

    Hat den Titel des Themas von „Welche Krustenflechte an Hainbuche? --> sehr wahrscheinlich Pyrenula nitida“ zu „Welche Krustenflechte an Hainbuche? --> Pyrenula nitida“ geändert.

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