Das Spendenaufkommen zum Erhalt des Forums lässt leider sehr stark nach. Aktuell reichen die Einnahmen nicht einmal für den Server, an das eigentlich anstehende Update ist aktuell nicht zu denken.
Ich weiß, dass derzeit wenig los ist, bedauerlicherweise laufen die Kosten aber auch außerhalb der Pilzsaison weiter.
Bitte, gebt euch einen Ruck. Auch viele kleine Beträge machen etwas aus und helfen beim Erhalt des Forums.

Hier direkt spenden, mit PayPal oder Banküberweisung.

die drei Unbekannten

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema, welches 1.974 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Oktober 2024 um 18:24) ist von frapo.

  • Hallo ich brächte Hilfe beim Bestimmen,

    Gattungsrichtungen wären auch hilfreich,... leider ohne Schnittbild.

    Viele Grüße Frank


    Nr.1



    Hutrand gerieft, Lamellen herablaufend.



    Nr.2




    Nr3.



    Uuups waren doch vier ;) Schleierling/Dickfuß ?, mit braunem Hut, lila Stiel


  • Da bin ich mal gespannt, ob da jemand weiterhelfen kann.

    Den Röhrling kannst du mal mit dem Herbstrotfuß vergleichen. Der letzte ist ein Schleierling, wobei es viele gibt, die so ähnlich aussehen. Bei den zwei anderen komm ich nichtmal bis zur Gattung :confused:

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Nr.3 Weißflockiger Gürtelfuß ? Stand aber definitiv im Nadelwald (?!)

    Die Lamellenenden am Rand sind auch bauchiger als auf den Referenzbildern...

    Einmal editiert, zuletzt von frapo (5. Oktober 2024 um 09:15)

  • Hallo

    Die Nummer 4 ist einer der Blaustiel Schleimfuss.

    Aus der Gattung; Cortinarius

    Vertreter der Untergattung Myxacium

    BG Andy

  • Hallo

    Keine maskroskopischen Ideen?

    Schade, gerade Nr.1 finde ich persönlich interessant.

    Es kommt eben auch auf den Input drauf an. Leider lieferst du sehr wenige Infos in deiner Anfrage. Gerade auch bei Schleierlingen braucht man alle möglichen Informationen, meisten sogar eine Kollektion von jung bis alt, um eine Bestimmung zu versuchen.

    Warum lässt du Nr. 1 nicht mal absporen und schaust welche Sporenpulverfarbe der Pilz hat? Eine gute Idee habe ich auch nicht, vielleicht ein Rötling - Entoloma. Wie geschrieben, wenn man keine Idee hat, sollte man zuerst mal die Sporenpulverfarbe ermitteln.

    Nr. 2 dürfte der Herbstrotfuss - Xerocomellus pruinatus sein.

    Hat Nr. 3 nach Geranien gerochen? Dann würde ich mal mit dem Duftenden Gürtelfuss - Cortinarius flexipes vergleichen.

    LG
    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Warum lässt du Nr. 1 nicht mal absporen und schaust welche Sporenpulverfarbe der Pilz hat? Eine gute Idee habe ich auch nicht, vielleicht ein Rötling - Entoloma. Wie geschrieben, wenn man keine Idee hat, sollte man zuerst mal die Sporenpulverfarbe ermitteln.

    Vielen Dank, werde so vorgehen...Wie viele Schritte weiter komme ich mit der Sporenfarbe?, sorry hab das große Ganze noch nicht im Blick.

  • Warum lässt du Nr. 1 nicht mal absporen und schaust welche Sporenpulverfarbe der Pilz hat? Eine gute Idee habe ich auch nicht, vielleicht ein Rötling - Entoloma. Wie geschrieben, wenn man keine Idee hat, sollte man zuerst mal die Sporenpulverfarbe ermitteln.

    Wenn er rosa sport, könnte er mit den herablaufenden Lamellen dann zur Untergruppe Claudopus gehören?

  • Hallo

    Hat der nicht einen Buckel?

    Normalerweise schon, aber Pilze halten sich nicht immer an ihre beschriebenen Vorgaben und du zeigst ein Einzelexemplar und kein Foto von oben. Für mich wäre hier jedenfalls der Geruch deutlich relevanter, als der Buckel. Schau mal hier im ersten Beitrag ist ein Foto von Cortinarius flexipes und da sind auch Exemplare mit kaum einem Buckel: https://www.funghiitaliani.it/topic/24014-co…ers-fr-fr-1838/

    Vielen Dank, werde so vorgehen...Wie viele Schritte weiter komme ich mit der Sporenfarbe?, sorry hab das große Ganze noch nicht im Blick.

    Das kann ich dir nicht sagen und kommt immer drauf an. Wenn es ein Rötling ist, wirst du dich ohne Mikroskop meistens schon mit der Gattung zufrieden geben müssen. Wie ist denn dein bisheriges Wissen und hast du schon einen Schlüssel bzw. schon mal geschlüsselt, um zu einer Art zu kommen?

    Wenn er rosa sport, könnte er mit den herablaufenden Lamellen dann zur Untergruppe Claudopus gehören?

    Nein, die Untergattung Claudopus hat keinen oder kaum einen und dann exzentrischen Stiel, das passt hier also gar nicht.

    LG
    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Wie ist denn dein bisheriges Wissen und hast du schon einen Schlüssel bzw. schon mal geschlüsselt, um zu einer Art zu kommen?

    Geschlüsselt und mikroskopiert habe ich noch nicht, gehe nach Bilderbuch :) , ich gehe auf Safari und wenn mich die Form/Farbe/ etc. anspricht suche ich danach, hast Du vielleicht eine Ressource für Beginner?, würde mir wirklich helfen. Früher oder später müsste ich mich eh damit befassen, spätesten wenn die Foto KI/Bücher mich nicht weiter bringen...

    Viele Grüße Frank

  • Hallo Frank

    Als Einstieg finde ich das "Handbuch für Pilzsammler" von Andreas Gminder, "Grundkurs Pilzbestimmung" von Rita Lüder oder auch "Die Pilze Deutschlands" von Jürgen Gutmann/Christoph Hahn gut. Wenn du dann tiefer in die Materie einsteigen möchtest und mit einen Schlüssel mit dem du auch makroskopisch oft ziemlich weit kommst arbeiten möchtest, würde ich dir dann das Buch "Pilze Mitteleuropas" von Ruedi Winkler/Gaby Keller empfehlen. Das ist aber wirklich ein dicker Schinken für Zuhause und nicht ein Buch, das du mal eben schnell irgendwohin mitnimmst.

    Eine gute Quelle mit vielen Pilzen (über 1500 Arten) in einem relativ kleinen Format und mit wunderschönen Zeichnungen finde ich zudem "Das Kosmos Handbuch Pilze" von Andreas Gminder/Peter Karasch.

    LG
    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • hast Du vielleicht eine Ressource für Beginner?

    Für den "Bilderbuch"-Ansatz (mache ich meistens auch so ^^) ist das Gminder "Handbuch für Pilzsammler" sehr gut geeignet. Es beschränkt sich auf die häufigsten Arten (ein paar Hundert) und bleibt damit recht handlich und übersichtlich. Im Grundkurs Pilzbestimmung von Rita Lüder sind die Bilder sehr klein. Das ist eher zum systematischen Lernen, auch wegen des langen, sehr lesenswerten Theorieteils am Anfang. Der Gminder/Karasch enthält keine Fotos, sondern Zeichnungen. Das hat Vor- und Nachteile. Mir geht es so, dass ich Pilze, die ich auf Fotos problemlos erkenne im Gminder/Karasch an den Zeichnungen oft nicht wiedererkenne, daher als "Bilderbuch" zumindest für mich nicht ganz so gut geeignet. Es ist mit 1500 Arten das Umfangreichste.

    Alle drei lohnen sich zu kaufen, aber wenn du dich nur für eins entscheiden müsstest, wäre mein Tipp Gminders "Handbuch für Pilzsammler". Bei fast allen häufigeren Pilzen kommt man damit ziemlich gut zum Ziel.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Das ist aber wirklich ein dicker Schinken für Zuhause und nicht ein Buch, das du mal eben schnell irgendwohin mitnimmst.

    Hallo Benjamin, vielen lieben Dank für dein Verständnis und die ausführlichen Tipps, dicker Schinken klingt nach großen Bildern :) bei meinen kompakten Kosmos Büchern von Hans E. Laux (wird auch ein bisschen Taxonomie angerissen, aber ist das schon zum schlüsseln geeignet ?) und Markus Flück,( nur die wichtigsten Gattungen) bin ich für dieses Jahr schon gut aufgehoben, ist halt sehr klein der Text :) und wird nach einer Weile anstrengend. Wie siehts mit Heinrich Dörfelt/Erika Ruske, Morphologie der Großpilze, Krieglsteiner oder Pilze und Flechten - Morphologie Systematik Bestimmung von Andreas Bresinsky aus, wäre das was fürs zweite, dritte Jahr? Gminder werde ich mir auf jeden Fall anschauen!

  • Das hat Vor- und Nachteile. Mir geht es so, dass ich Pilze, die ich auf Fotos problemlos erkenne im Gminder/Karasch an den Zeichnungen oft nicht wiedererkenne

    Hi Mr. X,

    Mir geht es so, dass ich Pilze die ich auf Fotos oder in Foren sehe, dieses ausgenommen, häufig so nicht in natura sehe :D Also, das Cover sieht schon modern aus aber die Fotos wurden nicht wirklich ausgetauscht, die sehen dann irgendwie nach 80er Jahren aus, falscher Weißabgleich/ Rotstich etc., wobei ich großen Respekt gegenüber den Fotografen habe, die dies für uns dokumentierten! Muss halt ein bisschen abstrahiert werden, geht schon und man ist halt verwöhnt durch die heutige Technik..

    Wie bereits oben geschrieben, Gminder habe ich mir gemerkt ;) Danke!

  • Hallo Frank

    Die von dir genannten Bücher kenne ich bisher nicht und kann daher nichts dazu sagen, aber das dürfte schon etwas für Fortgeschrittene sein. Ich habe mir jetzt das Buch "Mykologie: Diversität, Morphologie, Ökologie und Evolution der Pilze" von Meike Piepenbring bestellt. Es ist eben auch die Frage, was du möchtest. Die von dir genannten Bücher sind ja eher Lehrbücher und unterscheiden sich schon ziemlich von den von mir genannten Büchern in welchen es mehr um die Grundlagen und die Pilzbestimmung geht. Als Anfänger würde ich lieber mal so etwas holen und dann schauen, ob dich die ganze Thematik überhaupt genug interessiert um tiefer einzutauchen.

    Da hier auch noch eine Diskussion Zeichnungen vs Fotos aufkam: Mir persönlich sind Zeichnungen viel lieber, da ich finde, dass dort die typischen Merkmale eines Pilzes besser dargestellt werden können.

    LG
    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Es ist eben auch die Frage, was du möchtest.

    Hallo Benjamin. Wir sprechen von nichts weniger als dem Reich der Pilze, da ist sehr viel Platz, sich zu verlieren und zu finden. Die Frage ist aber berechtigt und momentan nicht beantwortbar. Ich habe einen Pilz durch einen Sporenabdruck wachsen lassen, einen seltenen Pilz gefunden, essbare in die Pfanne gehauen und ein paar bestimmt. Wahrscheinlich tauchen noch einige interessante Projekte auf... Mir geht es darum eine Idee von etwas zu bekommen, ich muss nicht alle Pilze kennen, obwohl schön wäre es schon ;) , mir reicht die Fuge :) Man kann auf jeden Fall von Glück reden, dieses faszinierende Hobby ausüben zu können.

    Chau Frank

  • Hi zusammen,

    zur Nr. 4, ich glaube hier nicht an einen Vertreter der Untergattung Myxacium. Weil, der Hut sieht trocken-faserig aus, zudem ist die Stielbasis schon sehr deutlich knollig verdickt. Zusammen mit der Färbung sehe ich hier ein Phlegmacium, konkret Cortinarius anomalo-ochrascens. Kannst ja mal vergleichen. Ich hab die Art vergangenes Wochenende erstmals gefunden.

    Viele Grüße
    Matthias

  • Hallo zusammen

    Man kann auf jeden Fall von Glück reden, dieses faszinierende Hobby ausüben zu können.

    Ja, das sehe ich auch so. Bei mir hat das ganze vor etwa 4 Jahren angefangen und hat mich nicht mehr losgelassen. :) Wünsche dir jedenfalls weiterhin viel Spass. :thumbup:

    Zusammen mit der Färbung sehe ich hier ein Phlegmacium, konkret Cortinarius anomalo-ochrascens. Kannst ja mal vergleichen. Ich hab die Art vergangenes Wochenende erstmals gefunden.

    Zu diesem Pilz hatte ich keine gute Idee, finde diesen Vorschlag aber wirklich sehr passend. Habe gerade mal im Ludwig die Zeichnungen angeschaut und den Text dazu gelesen. Das passt vom Text her wirklich sehr gut und die Abbildung 136.45.A aus dem Ludwig passt auch optisch wirklich super zum Fund. Ludwig schreibt noch dazu, dass die Art ziemlich variabel sein kann. Im Ludwig schreibt sich die Art übrigens Cortinarius anomalochrascens (mit einem o) und er nennt ihn auf Deutsch Violettblättriger Fichten-Schleimkopf.

    Hier sind noch ein paar Fotos aus dem Internet: https://www.mykologie.net/index.php/houb…nomalochrascens

    LG
    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Ich hab die Art vergangenes Wochenende erstmals gefunden.

    Hallo Matthias,

    eine Frage habe ich noch, in welcher Region hast du ihn gefunden?, habe von unserem PSV erfahren, dass dieser nur knapp 30 Mal kartiert wurde und dann ausschließlich in Bergregionen gefunden wurde, ich habe diesen in der Eifel entdeckt, auch sollen keulige Phlegmacium schwer präzise makroskopisch zu bestimmen sein. Schön wäre es natürlich, wie gehe ich weiter vor? ;)

    Viele Grüße

    Frank

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!