Schopftintling und Alkohol

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 2.405 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (30. September 2024 um 09:53) ist von Panikpilz.

  • Moin!

    Mir schwirrt da so eine Frage durch den Kopf.

    Man sollte ja zu dem Schopftintling keinen Alkohol trinken, da ja Vergiftungserscheinungen auftreten können.

    Nun möchte ich aber einen Pilzgulasch machen und diesen während des kochens mit Rotwein ablöschen. Ob man das so machen kann oder sollte man ebenfalls das kochen mit Alkohol sein lassen? Weil eigentlich zerkocht Alkohol ja relativ schnell…


    Liebe Grüße :shy:

  • Hallo,


    der Schopftintling ist meines Wissens nach der einzige Tintling bei dem problemlos Alkohol getrunken werden kann.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Man sollte ja zu dem Schopftintling keinen Alkohol trinken, da ja Vergiftungserscheinungen auftreten können.

    Wer sagt das? Oder hat wieder mal jemand die Tintlingsarten verwechselt?

    Mit Alkohol hatte ich beim Verzehr der Schopftintlinge noch nie Probleme.

    Grüße von der Insel Rügen

  • Ohhh mir ging es schon mal übel nach dem Verzehr und dazu Wein. Deshalb frag ich lieber nach.

    Man sollte ja zu dem Schopftintling keinen Alkohol trinken, da ja Vergiftungserscheinungen auftreten können.

    Wer sagt das? Oder hat wieder mal jemand die Tintlingsarten verwechselt?

    Mit Alkohol hatte ich beim Verzehr der Schopftintlinge noch nie Probleme.

  • Hallo,


    wenn Du ihn mit Alkohol nicht verträgst dann trink keinen zu diesen Pilzen und mach auch keinen an die Speise. Persönliche Unverträglichkeiten können bei jedem Lebensmittel auftreten.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Cinboe,


    es gibt Untersuchungen darüber, welche Faktoren beim Kochen mit Alkohol darüber entscheiden, wieviel Prozent des zugesetzten Alkohols nach einer gewissen Zeit noch vorhanden sind. Eine erste Übersicht liefert z. B. dieser Artikel im Stern. Als Fazit bleibt die Aussage, dass beim "üblichen Ablöschen mit geringen Mengen Alkohol" nach dem Einkochen bzw. Reduzieren nur sehr geringe Mengen an Alkohol übrigbleiben, die vergleichbar sind mit den natürlich vorkommenden Mengen von Alkohol in anderen Lebensmitteln, wie z. B. Kefir, Sauerteigbrot, Fruchtsäfte usw.

    Da zudem der Anteil von Coprin in den Fruchtkörpern des Schopftintlings mit ca. 26 mg auf 1 kg Frischpilze ungefähr 5 mal geringer ist als beim Faltentintling, geht man in der Literatur mittlerweile einhellig davon aus, dass eine Coprin-Vergiftung beim Verzehr des Schopftintlings in Kombination mit Alkohol so gut wie ausgeschlossen ist.


    Problematisch bleiben also zwei Sonderfälle:

    1. Es existiert eine individuelle Unverträglichkeit beim Verzehr des Schopftintlings (egal ob zusammen mit Alkohol oder ohne Alkohol)
    2. Das mit Rotwein abgelöschte Schopftintling-Gulasch wird trockenen Alkoholikern serviert


    Im ersten Fall gebietet es der gesunde Menschenverstand, weitere kulinarische Experimente mit dem Schopftintling zu unterlassen.

    Der zweite Fall ist etwas kniffliger, da man nicht unbedingt weiß, ob es trockene Alkoholiker in der zu bewirtenden Gästeschar gibt. Deshalb empfiehlt es sich, seine Gäste vorab darüber zu informieren, dass es beispielsweise ein "Pilzgulasch in Weinsauce" gibt. So gibt man unerkannt bleiben wollenden, trockenen Alkoholikern die Möglichkeit, die Mahlzeit abzulehnen.

    Ich selbst kann aus eigener Erfahrung die vorherrschende Meinung, dass der Schopftintling problemlos zusammen mit Alkohol genossen werden kann, nur bestätigen.


    Viele Grüße,

    Panikpilz

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