PIlzzucht auf Baumstämmen - Vorgehen

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 1.876 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. September 2026 um 22:06) ist von Pilznomade.

  • Hallo,


    ich kann aus dem nahegelegenen Wald einen Stamm eines frisch umgestürzten Birnbaums (vital, aus "physikalischen Gründen" umgegangen) bekommen, um eine Pilzzucht anzulegen. Ich habe eine meist schattige und feuchte Stelle in meinem Garten in Hausnähe, die sich gut eignet. Selbstverständlich habe ich mich erstmal entsprechend im Netz informiert.

    An Sorten kenne ich bei den Zuchtpilzen nur Shitake und Austernseitling und das Stockschwämmchen.

    Die empfohlene Strategie ist: 4-6 Wochen ablagern, 1-2 Tage wässern, beimpfen und dann rausstellen (z.B. ein 150cm Stämmchen in ein 50cm tiefes Loch stellen und 100cm "rausschauen lassen". Optimalerweise soll dies jedoch im Frühjahr geschehen.

    Nun habe ich das Holz jedoch dann eben jetzt Ende September. In der etwas muffigen Garage lagern mache ich mir Gedanken, ob dann Richtung Frühjahr nicht bereits ordinärer Schimmel sich breit gemacht haben könne.


    Zu meinen Fragen:

    1.) Wie würdet ihr vorgehen? Jetzt beimpfen, ggf beimpftes Lagern im Keller? "Rohes" Lagern in Keller oder Garage und dann Beimpfen im Frühjahr?

    2.) Habt ihr gute Sortenvorschläge für eine outdoor Kultur auf Baumstamm? Es gibt ja noch die diversen anderen Seitlinge (Rose-, Lunge-, Limone-), den Schwefelporling, Pioppino, Enoki, ...

    Alles Pilze, die ich nie gegessen habe und für die Dübel oder Pilzbrut zur Verfügung stehen.

  • Hallo, habe vor Jahren mal Pappelstammstücke beimpft. Die Stammstücke wurden im Frühjahr übereinandergestapelt und dazwischen Pilzbrut geschichtet. Abgedeckt und feucht gehalten. Heute macht man das mehr mit der Bohrlochtechnologie. Im November konnte übrigens geerntet werden, auch im zweiten Jahr, dann verließen sie ihn langsam. Gruß Henry

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    Meine Fotos sind alle gemeinfrei und dürfen für persönliche Zwecke verwendet werden. Es gelten die üblichen Zitierregeln. Bei Weiterreichung bzw. Verwendung für kommerzielle und nichtkommerzielle Publikationen bedarf es einer persönlichen Abstimmung.

  • Vergessen: Austernseitlinge natürlich.

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  • Hallo

    Hier steht alles dtin.

    Anleitungen für die Pilzzucht im Garten
    Anleitungen für die Pilzzucht im Garten
    www.pilzmaennchen.de

    Birnenbaum würde ich nicht verwenden, besser Buchen oder Birken - 》Eigene Erfahrung

    BG Andy

  • Mein erster Versuch war gescheitert.

    Ich hatte darauf vertraut, dass die Stämme nach Dauerregen ausreichend feucht sind. Dies war wahrscheinlich richtig. Ich habe die beimpften Stämme anschließend im Keller gelagert, aber nicht zugedeckt und sie im folgenden Frühjahr dann draußen aufgestellt. Ich nehme an, insbesondere die offene Lagerung hat dazu geführt, dass keine ausreichende Feuchtigkeit geherrscht hat.

    Ich habe nun einen zweiten Versuch gestartet mit mehreren Stücken Buche und einem Stück Apfelbaum. DIesmal habe ich wirklich gewässert, beimpft, die Impfstellen mit Wachs abgedichtet und lagere die Stämme abgedeckt.

    Ich bin gespannt und hoffe, dieser Versuch klappt. Ich konnte die Stämme nun eine Woche nicht lüften und bin gespannt, was mich erwartet, wenn ich diese nun bald wieder kontrollieren kann :zippit:

    Manche Leute versiegeln noch die Schnittstellen mit Wachs. Würdet ihr das auch machen? Ich überlege, zumindest eine Schnittstelle zu versiegeln und eine offen zu lassen (ich möchte die unversiegelte Seite dann eingraben, damit darüber Feuchtigkeit aus dem Boden eindringen kann).

  • So ein kurzer Zwischenstand.

    Ich habe relativ lange keinerlei Wasser hinzugefügt und habe die Stäme abgedeckt im Keller liegen lassen. Ich habe mich zugegeben wenig gekümmert, das Lüften lange unterlassen und habe auch ein paar oberflächliche Schimmelprobleme erzeugt.

    Vor etwa zwei Wochen, nach Ende der geisteskranken Hitze, habe ich die Stämme provisorisch rausgelegt (Ich möchte sie eigentlich aufrecht stehend ein Stück im Boden eingegraben aufstellen). Heute sehe ich plötzlich Pilze - so früh habe ich nicht damit gerechnet. Ehrlich gesagt habe ich mit einer ersten Ernte, wenn überhaupt, nächestes Jahr gerechnet.

    Ich bin irritiert: Sollten die Austernseitlinge nicht eigentlich einen Kälteeinbruch benötigen? Sind sie nicht viel zu früh dran?!?


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