Herbst in Mittelfranken

Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 3.814 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (29. September 2025 um 11:12) ist von Hiatamandl.

  • Hallo an alle Pilzfreundinnen und Pilzfreunde,

    nachdem die Pilze bei mir Zuhause (Mittelfranken, Landkreise ERH, FO) bis letzte Woche noch auf sich warten ließen, zeigen sie sich jetzt auch hier in bemerkenswerter Artenvielfalt.

    In einem Buchenwald mit viel Totholz gab es viele Spechttintlinge zu sehen:

    Da es in den vergangenen Nächten schon mal ziemlich kalt war, hoffte ich auf erste Austern. Die gab es auch schon, jedoch in noch geringer Menge ...

    dafür waren auf alten Buchenstämmen diese hier äußerst zahlreich zu finden, mE der Buchen-Schleimrübling:

    Auch mit anderen (Trameten) scheint er sich zu vertragen:

    Die Riesenschirmlinge sind ebenfalls zahlreich zu finden:

    Falsche Pfifferlinge gibt es in beliebiger Menge:

    .

    Hier vermute ich den Glimmertintling (ist aber keine Bestimmungsanfrage!):

    Ein schöner Pantherpilz, finde ich hierzulande eher selten:

    Und trotz des regnerischen Wetters ein Korb voll herrlich frischer, knackiger Maronen nebst einem Steini; die wandern auf den Dörrer.

    Danke für Euer Interesse und Kommentare, viele Grüße, Marcus

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Hallo Marcus,


    da braucht sich ERH nicht länger vor NEA zu verstecken :wink:.

    Aktuell gibt's einiges falls man die richtige Stelle erwischt.

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo Nochmal,

    gestern wieder ein erfolgreicher Ausflug in mein Stammgebiet, erfolgreich im Hinblick auf Menge, Qualität und Artenvielfalt.

    Hier ein Steinpilz wie aus dem Bilderbuch:

    Auch "küchentechnisch" war der absolut makellos:

    Weitere Funde:

    Von links oben im Uhrzeigersinn: Perlpilze, Parasolstiele (zum Dörren), Maronen, ein Sandröhrling, der Steinpilz, zwei flockenstielige Hexen, drei (rotmilchende) Reizker und sogar erstmals dieses Jahr drei Pfifferlinge.

    Besonders die Perlpilze zeigten sich sehr zahlreich. Besonders erfreulich war, dass die hier gezeigten absolut madenfrei waren:

    Insofern für mich ein Erstfund (die madenfreien Perlpilze werden ja von einigen Autoren als eigene Art geführt ;)), der mich in die Lage versetzte, Perlpilze mal als Reingericht zu versuchen - ich fand sie sehr lecker - die Huthaut habe ich vor der Zubereitung abgezogen. Dabei zeigt sich auch nochmals die typische Rotfärbung.

    Danke für Euer Interesse und Kommentare, viele Grüße, Marcus

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Pilzmax 24. Oktober 2023 um 17:27

    Hat den Titel des Themas von „Herbst 2022 in Mittelfranken“ zu „Herbst in Mittelfranken“ geändert.
  • Hallo an alle Pilzfreundinnen und Pilzfreunde,

    im Vergleich mit dem vergangenen Jahr 2022 ist es hier in der Region Nürnberg/Fürth/Erlangen pilzmäßig noch ausgesprochen unergiebig. Letzte Woche und heute konnte ich endlich mal etwas finden.

    In einem Laubmischwald (überwiegend Buchen) den Spechttintling:

    Und für mich wahrscheinlich als Erstfund den Goldfellschüppling (dazu habe ich eine ausführliche Anfrage gestellt):

    Diese Gruppe sehr kleiner Waldbewohner fand ich einfach niedlich:

    Heute regnet es, und die Wetterfrösche sagen eine Periode größerer Feuchtigkeit voraus. Ich hoffe das wird dann auch das Pilzfruchtkörperwachstum anregen, und ich bekomme hier doch noch mehr vor die Linse und in die Pfanne. Danke für Euer Interesse und Kommentare!

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Hallo

    Der letzte ist mit höchster Wahrscheinlichkeit -> Lederbrauner Faserling (Psathyrella conopilus s.l).

    BG Andy

  • Guten Morgen Andy, danke für Deinen Vorschlag. Das kann hinkommen, hab allerdings keine weiteren Details untersucht, bis auf: der Stiel war brüchig und hohl.

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Hallo an alle Pilzfreundinnen und Pilzfreunde,

    der Regen der letzten Tage hat zumindest die oberen Bodenschichten erreicht und durchfeuchtet. So gab es endlich auch hier in Mittelfrankens Wäldern (Mischwald, sandig, sauer mit Heidel- und Preiselbeeren) einiges zu finden für Linse und Pfanne:

    Im Uhrzeigersinn ab der "12": Steinpilz, Sandröhrling, Toten- oder Herbsttrompete, (rotmilchender) Reizker (vmtl. Fichtenr. wegen deutlicher Grüntöne), Maronen und in der Mitte Trompetenpfifferlinge (gelbstielige). Alles Funde von heute, was ich insofern bemerkenswert finde, da ich sonst durchaus eine zeitliche Reihenfolge im Kalender wahrgenommen habe, die Trompeten kamen meist nach den Röhrlingen. Aber vielleicht hängt das ja mit dem "Spätstart" in diesem Jahr zusammen.

    Danke für Euer Interesse.

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Hi Pilzmax!

    Sandröhrlinge gehören zu meinen Lieblingen, leider ziemlich selten. Bin neidisch!

    Kann man Totentrompeten auch abseits von Buche und Kalk finden? Hatte noch nie das Glück. Wieder neidisch!


    Grün werden alle Reizker bei Verletzung oder einfach so in der Hutmitte. Der Fichtenreizker riecht sehr intensiv im Vergleich zum Kiefernreizker, hat keine Grübchen am Stiel und ist noch öfter madig als alle anderen. Persönlich mag ich den sehr gern und verstehe die schlechtere Einstufung nicht. Gestern auch endlich paar Exemplare beider Varianten ohne Maden gefunden und war sehr glücklich. Die kamen mit dem Rest der Ernte in Fleischküchle. Ich komm aus Lkr RH übrigens, etwas weiter südlich.

    Viele Grüße Rooki

  • Kann man Totentrompeten auch abseits von Buche und Kalk finden? Hatte noch nie das Glück. Wieder neidisch!

    Hallo nach RH!

    schon mehrfach habe ich die Totentrompeten in den typischen sandig-sauren Wäldern unserer Region gefunden, auch in der Nähe von Kartoffelbovisten, die nach meiner Kenntnis gar keinen Kalk mögen ...

    Auch gestern gesehen, nicht zu weit weg von den Trompeten.

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Hallo an alle Pilzbegeisterten,

    nachdem der Sommer in meiner Heimatregion aus Pilzsammler-Sicht ein Totalausfall war, haben die Regenfälle der letzten Tage für einen Wachstumsschub gesorgt und mir das erste heimische Erfolgserlebnis des Jahres gebracht:

    Ins Körbchen kamen (von oben im Uhrzeigersinn): Krause Glucke, Parasol, Rotkappe (vmtl. Eichenr. wegen Standort und rötlich-brauner Stielschuppen), Reizker (vmtl. Fichtenr.), Butterpilze und in der Mitte Maronenröhrling.

    Parasol gabs diesmal reichlich, auch der Nachwuchs ist am Start:

    Danke für Euer Interesse!

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Hallo an alle Pilzbegeisterten,

    auch heute war ich nach dem Regen nochmal unterwegs und konnte Beute machen:

    Diesmal gabs (von der "12" im Uhrzeigersinn): Steinpilz (vmtl Kieferns.), flockenstieliger Hexenröhrling, Maronen, Reizker (ich vermute Edelr.), Reifpilze

    Insbesondere von den Reifpilzen gab es Massen, ich hätte dreimal so viel sammeln können. Ein guter und leicht zu erkennender Speisepilz, der hier nur selten gesammelt wird!

    Danke für Euer Interesse!

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Hallo an alle Pilzfreundinnen und Pilzfreunde,

    jetzt zeigt sich - nach dem ergiebigen Regen der letzten Tage - auch hier in meiner Heimatregion (ERH) eine artenreiche Pilzwelt.

    Es scheint so zu sein, dass nach längerem Totalausfall viele Arten zusammen erscheinen, die "früher" und nach den gängigen Pilzkalendern einen zeitlichen Abstand hatten. Aber Überlappungen gabs halt auch schon immer, das Myzel kennt keinen Kalender sondern Bedingungen ...

    Voila, für die Pfanne und den Dörrer gab es heute:

    Ab der "sechs": Steinpilz, Marone, Birkenpilz, Goldröhrling (keine Lärche in der Nähe sichtbar, evtl. vergrabene Reste), Schopftintling.

    Außerdem fand ich diese:

    Ich tippe hier auf den Düsteren Röhrling, den kenne ich bisher nur aus dem bayrischen Wald, wo ich ihn in der Nähe von Regen schon mal gefunden habe. (Eine Bestimmungsanfrage ist das aber nicht).

    Danke für Euer Interesse und gerne Kommentare.

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Mit dem düsteren Röhrling liegst Du richtig.

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