Austern-Seitling

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 2.919 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. Oktober 2020 um 09:47) ist von Beorn.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Moritz!

    Seriöserweise kann man keine Verzehrempfehlungen übers Internet geben, ist ja klar. Dafür muss man die Pilze in der Hand haben.
    Aber vielleicht kann man die Sicherheit der Bestimmung bei dir etwas erhöhen. In dem Zusammenhang ist die Frage wichtig: Was macht dich denn bei diesem Fund unsicher ob's ein Austernseitling ist?


    LG; Pablo.

  • Auf vielen Bildern ist der Rand des Austern-Seitlings stark gewölbt. Diese hier hat kaum eine Wölbung.

    Mittlerweile bin ich fast der Meinung es könnte ein Lungen-Seitling sein :)

    Grüße Moritz

    • Offizieller Beitrag

    Hi.

    Mit gewölbt meinst du: Nach unten gebogen?
    Das ist bei allen Seitlingsarten variabel und in erster Linie abhängig vom Alter der Fruchtkörper.

    Lungenseitlinge sind in der Regel +/- deutlich gestielt, und gerade die jungen fruchtkörper erinnern an Suppenlöffel.

    Tendenziell würde ich bei deinem Fund von der Wuchsform eher an Austern denken, aber bisweilen sind die beiden Arten schwer bis gar nicht morphologisch unterscheidbar. Spielt aus kulinarischer Sicht aber keine Rolle: Beide sind essbar und lecker, sofern frisch und gut gegart.

    Mit dem Habitus und den Farben ist der einzige, potentiell bedrohlich giftige Verwechslungspartner der Ohrförmige Seitling, der aber nur an ganz stark vermorschtem, modrigem Nadelholz (vorzugsweise Fichte) Fruchtkörper bildet.


    LG; pablo.

  • Danke für die Hilfe!

    Wie kann ich denn den Austern-Seitling vom Ohrenformigen Seitling unterschieden?

    Grüße Moritz

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Moritz!

    Naja, leichter wird es schon - wie oben beschrieben - wenn man sich das Substrat anguckt.
    Darüber hinaus ist Pleurocybella porrigens (Ohrförmiger Seitling) ein recht dünnfleischiges Pilzchen, meistens mit schmalen Lamellen, hell gefärbt und nahezu ohne Stiel bzw. nur mit einem kurzen Stielansatz.

    Auch Konsistenz und Haptik sind etwas anders, aber das kann man natürlich erst nachvollziehen, wenn man die auch mal in der Hand hatte.

    Pleurocybella porrigens:


    LG; Pablo.

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