Wat ne Schnibbelei...
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Boris71 -
5. Oktober 2020 um 17:00 -
Erledigt
Es gibt 19 Antworten in diesem Thema, welches 8.075 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (
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vor dem leckeren Pilzsüppchen kommt erstmal ne Menge Schnibbelarbeit.
Was soll ich denn da sagen??? Und dabei habe ich die Stckschwämmchen auch noch selber " angepflanzt.

LG Ulrich
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Ulrich, das sieht super aus!
Boris, deine natürlich auch

Beste Grüße
Sabine
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Hallo Boris,
die Sammelei von denen ist wirklich immer sehr mühsam aber es lohnt sich.
Da es für mich keinen besseren Suppenpilz gibt,
Da finde ich die von Ulrich schon noch einen Ticken besser aber bei deinen ist die Gefahr einer schweren Pilzvergiftung deutlich geringer, zumindest bei Wildfunden.
VG Jörg
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Bei mir auf dem Herd kocht grade eine kleine Ladung Stockschwämmchen als "Vogtländer Schwammebrieh". Das war auch mein erster Stocki-Fund in diesem Herbst, und ja, dat war auch ne Schnippelei.
FG
StephanW
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Sag Mal Boris, ich esse die oft und gerne in Rührei. In einer Pilzsuppe hatte ich die noch nicht. Überhaupt habe ich noch nie ne Pilzsuppe gemacht. Pilze in Gullasch und so, na klar.
Magst Du vielleicht Mal Dein Nelkenschwindling-Suppenrezept mit uns teilen?
Viele Grüße
ReikeT
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Hi Reike,
das ist ziemlich einfach:
Pilze in 1l Gemüsebrühe köcheln.Mehlschwitze ansetzen, Brühe mit den Pilzen dazu geben, gut verrühren, etwas Sahne oder Creme fraiche dazu tun - ein Spritzer Zitrone und eine Prise Zucker - fertig. Wer mag, gibt noch kleingehackte Petersilie dazu.
So mache ich es zumindest ????
VG Boris
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Die Suppe sieht einfach und sehr lecker aus - ich hab hier auch 3 Hände voll Lila Lacktrichterlinge und bis dato kamen diese nur in Mischpilzpfannen - jetzt soll es aber mal ein Süppchen werden..
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Die Suppe sieht einfach und sehr lecker aus - ich hab hier auch 3 Hände voll Lila Lacktrichterlinge und bis dato kamen diese nur in Mischpilzpfannen - jetzt soll es aber mal ein Süppchen werden..
Berichte hier gerne, wie es war

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Wird gemacht, gibt´s im Forum eigentlich schon ein Thread wo man sich über Rezepte & co. austauscht?? Bestimmt oder.. ich warte mal kurz ansonsten schau ich nach oder eröffnen ein eigenen Thread

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- Offizieller Beitrag
Die Suppe sieht einfach und sehr lecker aus - ich hab hier auch 3 Hände voll Lila Lacktrichterlinge und bis dato kamen diese nur in Mischpilzpfannen - jetzt soll es aber mal ein Süppchen werden..
Bitte beachte, dass die PSV Lacktrichterlinge derzeit nicht mehr freigeben, da vermutet wird das sie sehr viele Schwermetalle aufnehmen.
Herzliche Grüße aus Regen
Frank
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Hallo Freak Planet,
Lila Lacktrichterlinge wie bisher bitte nur in Kleinmengen in der Mischpilzpfanne verwenden, aber 3 Handvoll sind schon bedenklich. Gar nicht mehr freigeben tue ich sie, sobald ich von der DGfM die entsprechende Anweisung bekomme. Die kam aber bisher noch nicht.
FG
StephanW
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Hallo Stephan und Hiatamandl,
danke für eure Beiträge, dass werde ich mir zu Herzen nehmen und nochmal überdenken,.. Als Feedback:
Die 3 Hände sind dann auch für 3 Personen

und wenn vermutet wird würde ich gerne wissen warum man dies tut, das muss ja irgendwelche Gründe habe - würde mich auf jedenfall sehr interessieren..
Grüße und für heute Guts Nächtle..
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Schönen Dank für die eindrücke!
Eine Suppe aus Nelken schwindlinge steht bei mir noch auf der to do Liste!
LG jens
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Hi Jens,
probier es aus - die Suppe ist wirklich delikat!

VG, Boris
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- Offizieller Beitrag
Pardon, ich hatte mich vertan, es ging nicht um Schwermetalle sondern um Arsen und Cäsium.
Hier ein Auszug aus den DGfM-Mitteilungen 2017/2 Seiten 398ff
ZitatAlles anzeigenLeser fragen: Der DGfM-Toxikologe antwortet
Siegmar Berndt
Frage von Herrn Karlheinz Stoklas, Kapfenhardt, die H. Andersson an
mich weitergeleitet hat:
Sollte man nicht besser auf den Verzehr des Lila Lacktrichterlings wegen des hohen
Arsengehaltes und seiner Belastung mit radioaktivem Cäsium verzichten?
Antwort:
Der Lila Lacktrichterling (Laccaria amethystina Cooke) reichert aus belasteten und
unbelasteten Böden Arsen an, in denen es in anorganischer Form als Arsenat (AS
V) und als hochtoxisches Arsenit (AS III) vorliegt. Viele Organismen, auch Pilze,
können diese Verbindungen in weniger toxische organische Formen, z. B. mittels
Methylierung, „entgiften“. Die Toxizität eines Pilzes hängt also davon ab, in welcher
chemischen Form und Konzentration das Arsen vorliegt. So ist Arsenobetain (2-Trimethylarsonic-
Acetat) in Meerestieren für den Menschen ungiftig. Dagegen sind der
Kronenbecherling und der Riesenrötling, die anorganisches Arsen enthalten, hochtoxisch.
Die von ihnen hervorgerufenen Vergiftungssymptome entsprechen einer
akuten Arsenintoxikation. Die vorherrschende Arsenverbindung in L. amethystina
ist DMA (Dimethyl Arsenic Acid), auch als Cacodylic Säure bekannt und um den
Faktor 70 geringer toxisch als AS III. Weiter wurden geringe Mengen von MAM
(Methylarsonic Acid) und AS V, nicht jedoch das hochtoxische AS III nachgewiesen.
Lila Lacktrichterlinge aus durch Bergbau, Eisenverarbeitung usw. belasteten
Regionen sollten nicht zum Verzehr gesammelt werden. Bei Pilzen aus unbelasteten
Gegenden kann ihr Arsengehalt vernachlässigt werden, wenn ein Mischpilzgericht
nur einige Fruchtkörper enthält (Stijve 2016).
Nach Tschernobyl gehörte L. amethystina wegen seines Oberflächen-nahen Myzels
und seiner Eigenschaft, Cäsium anzureichern zu den am stärksten mit dem radioaktiven
137Cs belasteten Arten. In den Folgejahren sind die Werte aber bald gesunken,
da das Isotop in tiefere Bodenschichten gedrungen ist, wo es vom Myzel nicht
mehr erreicht wird. Das gilt natürlich nicht für Semmelstoppelpilz, Marone und
Schweinsohr. Diese u.a. Arten weisen in Regionen mit ehemals hoher Fallout-Belastung
immer noch erhöhte 137Cs-Werte auf.
Aktuelle 137Cs-Messwerte für den Lacktrichterling von 2005-2012 habe ich einer Veröffentlichung
des Bundesamtes für Strahlenschutz, Salzgitter, entnommen (Kabai
& Hiersche 2015). Danach betragen die 137Cs-Werte in Proben aus typischen Waldstandorten
in Süddeutschland, so aus dem Bayerischen Wald, dem Donaumoos
westlich von Ingolstadt und der Region um Mittenwald zwischen 32 und 140 Bq/kg
Frischgewicht. Diese Werte liegen unter dem (willkürlich festgelegten!) zulässigen
Grenzwert von 600 Bq/kg für Nahrungsmittel.
Literatur:
Stijve T (2001) La pollution des champignons: le point sur l’arsenic. - Bulletin de la Federation
Mycologique Dauphine–Savoie 160: 39-47.
Kabei E & Hiersche L (2015) Radioaktive Kontamination von Speisepilzen – Aktuelle Messwerte
(Stand 2013). Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter BfS - Startseite
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Hallo Frank,
danke für das Update. Ich hatte mich schon über deine obige Bemerkung gewundert, weil die Lacktrichterlinge auf der DGfM-Speisepilzliste aus dem Juni letzten Jahres mit draufstehen.
Aber ich vermute mal, der Schwarzblauende Röhrling ist wegen des Arsengehalts rausgeflogen, oder?
Beste Grüße
Sabine
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Hey ho, auch von mir danke nochmal fürs Update -- ich werd mir den Link mal zeitnah ansehen...
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